Krise oder nicht? Firefox-Chef Jonathan Nightingale verlässt Mozilla

Browser, Firefox, Chrome, Internet Explorer, Safari Bildquelle: Google / Microsoft / Mozilla / Apple
Normaler Personalwechsel oder Krise? Das ist die Frage, die man sich derzeit bei Mozilla stellen muss. Denn mit Johnathan Nightingale hat nun ein besonders wichtiger Manager seinen Rückzug aus der Foundation angekündigt, er ist bzw. war der Hauptverantwortliche für den Browser Firefox und damit das wichtigste Angebot von Mozilla.
Nightingale gab in einem Eintrag auf seinem privaten Blog (via Cnet) den bevorstehenden Rückzug bekannt, sein offiziell letzter Arbeitstag ist der 31. März 2015. Als Gründe nennt er Privates, er benötige eine Pause, da man im letzten Jahr zwar viel erreichen konnte, dieses gleichzeitig aber auch an seinen Kräften gezerrt habe.

Stattdessen wolle er nun Zeit mit seiner Tochter verbringen und aufholen, was in der Welt ringsum passiert sei, so Nightingale. Gerüchte, wonach er von Facebook abgeworben worden sei, verneint er und betont, dass er derzeit noch nicht weiß, was ihn beruflich als Nächstes erwartet. Infografik: Firefox verliert den AnschlussFirefox verliert den Anschluss

(K)Ein Zeichen des Untergangs?

Er spricht außerdem explizit den Umstand an, dass sein Rückzug als "Zeichen des Untergangs" gedeutet werden wird: "Das wird die Trolle natürlich nicht stoppen." Wer das aber sage, der "missversteht uns völlig". Denn zu Beginn von 2014, als die Situation tatsächlich schwierig gewesen sei und "die Leute über Ratten und sinkende Schiffe geschrieben haben", seien er und alle anderen Mozilla-Mitarbeiter geblieben.

Mit der besonders schwierigen Situation von Anfang 2014 meint er natürlich die Bestellung von Brendan Eich zum Mozilla-Chef, dieser musste aber nach einigen unglücklichen Aussagen den Posten nach zwei Wochen wieder räumen.

Nachfolger von Johnathan Nightingale wird Mark Mayo, dieser stand die letzten vier Jahre an der Spitze der Cloud Services Group. Mayo wird diese Aufgabe auch als neuer Vice President und General Manager von Firefox beibehalten.

Firefox: Es geht immer weiter bergab

Ob man tatsächlich von Krise sprechen kann, ist wohl Deutungssache. Nicht zu leugnen ist aber, dass Firefox immer mehr den Anschluss vor allem an Hauptkonkurrent Chrome verliert: Im Januar 2015 kam der Google-Browser (bei NetMarketShare) auf 23,54 Prozent und Firefox nur noch auf 11,9 Prozent. Damit setzt sich der Negativtrend (siehe Infografik oben) für Mozilla fort.

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