Foxconn wird wieder bestreikt - dieses Mal geht es um HP-Fabriken

Produktion, Foxconn, Arbeiter Bildquelle: Chinaworker
Seit Wochen gibt es immer wieder verstärkt Nachrichten, die von der prekären Situation der Foxconn-Mitarbeiter in China berichten. In Chongqing sind nun Arbeiter in den Streik getreten, um ihre staatlich versprochenen Löhne einzufordern.
Der taiwanische Zulieferer Foxconn wurde in dieser Woche gleich mehrfach bestreikt. Etwa 1.000 Arbeiter sollen laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP nach einem Aufruf von Gewerkschaftsvertretern Mitte der Woche die Arbeit niedergelegt haben. Im Werk Chongqing im Süd-Westen Chinas versuchte demnach ein kleiner Teil der Mitarbeiter über grundlegende Arbeitsrechte zu informieren. Foxconn soll die Zulagen für Überstunden gestrichen haben. Verstöße gegen das Arbeitsrecht in China werden immer wieder gemeldet.

Fertigungskomplex Chongqing

In dem Fertigungskomplex in Chongqing arbeiten laut China Labor Watch über 100.000 Arbeiter an verschiedenen Produkten der US-Firma Hewlett-Packard. Der Streik hatte keinen Effekt auf die Produktion, soll aber ein Auftakt für weiteren Arbeitskampf sein. Denn HP soll die Aufträge deutlich heruntergefahren haben, was einen direkten Effekt auf die Foxconn-Arbeiter hat. HP will in Zukunft die Fertigungskette optimieren, was zu Mehrarbeit in Stoßzeiten sowie zu Zeiten mit geringer Auslastung führen wird. Für die Arbeiter wird die Mehrarbeit aber durch Foxconn nicht bezahlt, bei geringerem Auftragsvolumen werden sie aber finanzielle Einbußen haben.

Nachdem die Polizei eingeschaltet wurde, haben die Proteste laut Wall Street Journal nachgelassen, nur wenige Mitarbeiter haben weiter protestiert.

Siehe auch: HP: Foxconn wird zweitgrößter Notebook-Zulieferer

Neben Apple gehört HP zu den Großauftraggebern des Auftragsfertigers Foxconn. Gewerkschaften wie China Labor Watch versuchen bereits seit Jahren die Rechte der Arbeiter zu stärken und wo das nicht gelingt im ersten Schritt zumindest über die Arbeitsbedingungen aufzuklären, um den Druck auf die Auftraggeber zu vergrößern. Über die Fertigungslinien von Apple und HP gibt es seit Jahren teils erschreckende Reportagen, wie die Mitarbeiter behandelt werden.

Foxconn selbst ist dabei als Arbeitgeber äußerst umstritten. Foxconn ist der Marktführer bei den Auftragsfertigern und sitzt deshalb am längeren Hebel.

Hintergrund HP

HP wird sich zum Start des Fiskaljahres 2015 aufspalten. Aufgrund rückläufiger Geschäftszahlen soll die Aufspaltung in eine PC- und Drucker-Sparte (HP Inc.) und in einen Business-Bereich (HP Enterprise) vollzogen werden. Ob die Trennung mit einem angestrebten Verkauf einhergeht, ist noch nicht bekannt.

Mehr dazu: Zweiteilung: HP sucht einen Ausweg aus der Krise Produktion, Foxconn, Arbeiter Produktion, Foxconn, Arbeiter Chinaworker
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