Foxconn wird wieder bestreikt - dieses Mal geht es um HP-Fabriken

Seit Wochen gibt es immer wieder verstärkt Nachrichten, die von der prekären Situation der Foxconn-Mitarbeiter in China berichten. In Chongqing sind nun Arbeiter in den Streik getreten, um ihre staatlich versprochenen Löhne einzufordern. mehr... Produktion, Foxconn, Arbeiter Bildquelle: Chinaworker Produktion, Foxconn, Arbeiter Produktion, Foxconn, Arbeiter Chinaworker

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Allein der Endkunde hat durch sein Konsumverhalten die Macht, an den Zuständen etwas zu ändern. Aber da es ihm sch***egal ist, solange er nur weiter mit neuen Spielsachen versorgt wird, ändert sich auch nichts.
 
Für mich als Endkunden sind die Rechte der Arbeiter oder die Zerstörung der Natur wirklich sch...egal. Ich mach daraus kein Geheimnis. Hauptsache ich habe mein iphone, und auch dafür stelle ich mich tagelang an. Das ist zwar eher ein psychologisches Problem, aber das interessiert ja auch keinen.
 
@Moarte: Failed Sarkasmus ... Nur weil man nicht für ein 1000€ Gerät Schlange steht und sich lieber ein T-Shirt "Made in Bangladesh" kauft, ist man nicht weniger "schuldig"!
 
@gola: Das war kein Sarkasmus. Ich habe auch T-Shirts "Made in Bangladesh" zuhause.
 
@starship: Gefühlt bist du der 200.000.000 (200 Millionste) "Deutsche", der das sagt, schreibt, denkt?
Nur, verdammt noch mal wieso ändert sich nichts?
 
@Kribs: Weil starship sich selbst nicht ändert?!
 
@Kiebitz: Aber was ist das, Resignation oder Ohnmacht?
Es kann doch nicht eine Sch..ß-Egal Mentalität sein, oder doch?
Wie kann man zu einer Überzeugung kommen "Das haben andere verbockt, das geht mich nichts an"?
Es gibt viele Achtenswerte und oder Tolerierbare Gründe, dass der Einzelne nicht aktiv dagegen agieren kann (z.B. Geld, keine Alternativen), aber wenn Er/Sie/es könnte wieso das verweigern, aus einen Prinzip heraus, weil es erst andere tun müssen?
Nein, leider hast du Recht.
 
@Kribs: Willkommen in der realen Welt. Den allermeisten Leuten ist es total egal unter welchen Bedingungen ihre Produkte hergestellt werden. Hauptsache billig. Und je weiter weg umso besser.
Frieden, Freiheit und vor allem soziale Gerechtigkeit sind Dinge die man sich immer wieder neu erkämpfen muss.
Eine Gesellschaft die überwiegend aus Konsumterroristen besteht ist dazu jedoch nicht in der Lage.
 
@LastFrontier: "Den allermeisten Leuten ist es total egal ..."
Ich glaube das nicht, vieleicht bin ich auch nur Naiv, ich konnte aber für mich feststellen das es durchaus möglich ist sein Umfeld zu "Sensibilisieren".
Als Beispiel habe ich als Formel 1 Fan das letzte Rennen Boykottiert, weil ich die Putin Festspiele nicht unterstützen werde, konnte sogar im meinen Persönlichen Umfeld auf meine Ankündigung hin Mitstreiter gewinnen, ohne es Offensiv beabsichtigt zu haben.
Ich glaube es ist ein Motivationsproblem bzw. ein "Neutraler Herdenzwang" erst mal nichts zu tun/nicht Nachzudenken bis der Nachbar es Tut.
 
@Kribs: Ich denke mit das größte Problem unserer Gesellschaft mit all ihren Facetten ist die Anonymität und daraus resultierende Gleichgültigkeit. Leider ist es sehr sehr oft so dass nur das interessiert was die Leute (auch wir sind die Leute!) direkt selbst betrifft und mehr nicht! Was interessiert schon wie andere leben! Hier, da oder sonstwo in der Welt. Ist ja oft genug schon beim direkten Nachbarn oder Kollegen so.

Und dann gibt´s ja auch noch "die", "die" was machen müssen. Ist doch "deren" (angebliche) Aufgabe wie Politiker, Polizisten, Behörden usw. usw. "Die" müssen das doch machen, nicht wir / ich. Sooo ist das nun mal leider!
 
@starship: sehe ich ein bisschen anders. Als Endverbraucher hat man garnicht die Möglichkeit alles und jedes zu hinterfragen. Weisst du genau unter welchen Bedingungen deine ganze Kleidung produziert wird. Woher kommen deine Möbel oder jedes Teil in deinem Auto? Wurden die Daunen in deinem Kopfkissen lebend gerupft. Werden die Teppiche in der Wohnung von Kindern hergestellt? OK jetzt weiss ich dass bei Foxconn keine Überstunden bezahlt werden, dann kaufe ich eben die Alternative von Samsung oder Lenovo oder was auch immer. Aber siehts da eigentlich besser aus? Man weiss es nicht. In der Verantwortung sehe ich da nicht den Verbraucher sondern die Regierung die dafür sorgen muss dass Arbeitsbedingungen und Gesetze eingehalten werden. Ich hab doch kaum Chancen dort was zu ändern. Selbst von FairTrade und Bio-Siegeln wird man immer wieder durch Skandale enttäuscht.
 
@robstar: Hmmm? Die übliche Ausrede! ICH doch nicht! ICH kann doch nichts ändern! Das aller-aller-mindeste was Du und die Verbraucher allgemein ändern können ist WENIGER zu kaufen. Nicht jedes Jahr ein neues aktuelleres teueres usw. Teil kaufen. Einfach mal länger behalten und benutzen. Muß denn jedes Jahr eine Massenhysterie ausbrechen wenn ein neues iPhone, Samsung, was auch immer, ´rauskommt. Nein! Muß nicht! Mal Zurückhaltung üben. Schont Umwelt, Resourcen, den Geldbeutel ! MEINE Ansicht dazu!
 
@Kiebitz: da gebe ich dir auch Recht. Ich bin ja auch der Ansicht man soll Bewusst einkaufen, die Augen öffen und sich selbst hinterfragen:"Brauch ich das wirklich?". Mich hat halt nur starships Aussage gestört:"Allein der Endkunde hat durch sein Konsumverhalten die Macht..." Denn wenn man ehrlich ist hat man kaum eine Macht sich diesem Kapitalismus und der Ausbeutung zu entziehen.
 
@robstar: "Denn wenn man ehrlich ist hat man kaum eine Macht sich diesem Kapitalismus und der Ausbeutung zu entziehen."

Doch, wenn du davon wegkommst glauben zu müssen das dein Handeln "Berge versetzen muss". wenn du dich auf den Sinnspruch besinnst "Steter Tropfen höhlt jeden Stein".
Wenn jeder im Rahmen seine Geografischen und Persönlichen Möglichkeiten, sich bewusst gegen etwas entscheidet zum Wohle von etwas anderen hat das Auswirkungen und wenn es nur das eigene Gewissen ist.
Zum Beispiel könntest du einmal im Jahr ein T-Shirt Made in Germany kaufen, gibt es garantiert ab 20 Euro Aufwärts, z.B. von einer Firma die mit "T" beginnt und mit einen Affen wirbt.
Wenn das zusätzlich 100.000 machen, kann diese Firma in Deutschland mehr Leute beschäftigen, und später die T-Shirts ab 19 Euro anbieten.

Nein du hast durchaus die Möglichkeit was zu ändern, aber es fängt nicht bei den Weltweit agierenden Unternehmen an, sondern bei dir.
 
@Kribs: Da hast Du Recht und ich dafür Minus bekommen. Weil die Mehrheit (sooo) leider nicht denkt.
 
@Kiebitz: Unsere Wirtschaft ist nunmahl auf Konsum ausgelegt. Wird weniger gekauft, dann gibt es noch weniger Aufträge, die Produktionen werden weltweit noch weiter runtergefahren und im Endeffekt geht es den Menschen dann noch schlechter. Es schont eben NICHT den Geldbeutel, weil dadurch die Arbeitslosigkeit steigt, der Staat Mehreinnahmen generieren muss, die Sozial- und Steuerabgaben steigen und du im Endeffekt auf lange Sicht genausowenig im Geldbeutel hast. Mit dem Unterschied, dass du dafür keinen materiellen Gegenwert bekommst und es anderen Menschen ebenfalls schlechter geht. Was ist dadurch gewonnen?
 
@heidenf: @robstar: Und wo ist das Problem? Nur der Konsument hat es in der Hand. Die Hersteller können anbieten was sie wollen - wenn es keiner kauft geht da gar nichts.
Aber wie bereits erwähnt - man müsste auf etwas (überflüssiges) verzichten.
Das will aber keiner.
 
@LastFrontier: Nein, je mehr man kauft, desto besser für die Wirtschaft. Man sollte sich vielmehr über den Herstellprozess informieren, wenn man Mißstände wirklich minimieren möchte.
 
@heidenf: Du:"... Unsere Wirtschaft ist nun mahl auf Konsum ausgelegt...". Da hast Du leider allzu sehr Recht. Aber ist das was Positives, wenn Konsum vor allem anderen steht? Ich meine Nein! Kann man Wertschöpfung nicht auch ohne Konsumzwang ermöglichen und ein angenehmeres Leben generieren? Z.B. im Dienstleistungsbereich, bei der Befriedigung der Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken oder soziale Kontakte (ohne PC, Handy usw.!) real ermöglichen und zu gestalten.

Es gibt sogar ein Land da ist Glück erste Bürgerpflicht, sogar per Gesetz: Bhutan. Alle wirtschaftlichen Interessen des Landes werden dem Umwelt- und Naturschutz untergeordnet, weswegen das Land über eine Naturbelassenheit verfügt, die heutzutage unvergleichlich auf der Welt ist.
 
@Kiebitz: Ich habe es nicht bewertet. Ich habe nur versucht dir klarzumachen, dass deine Handlungsweise, so vernünftig sie auch zu sein scheint, genau das Gegenteil von dem bewirken würde, was du dir erhoffst.
 
@heidenf: Je mehr man kauft, desto beser für die Wirtschaft - da spricht der Kapitalist.
 
@LastFrontier: Eher der Realist!
 
@heidenf: Eher Dinge kaufen die man nicht braucht mit Geld das man nicht hat ;-)
 
@robstar: Ich finde es auch ethisch nicht vertretbar, dass die Konzerne nur an Gewinn denken und auf die Leute, die für sie herstellen shicen. Aber Hauptsache, man kann verkünden, noch mehr Gewinn rausgeholt zu haben. Egal wie.
 
@starship: Ich schließe mich robstar an. Als Endkunde bekomme ich etwas serviert und ich nehme es an, oder eben nicht. Ich kann nichts für die mangelhafte Arbeitssituation in anderen Ländern. Die Globalisierung hat eine andere Generation eingeleitet, das lasse ich mir nicht ankreiden.
 
@knirps: Siehe Kiebitz!
 
@starship: Man hat keine große Macht als Konsument. Man finanziert solche Zustände ob man will oder nicht. Denn wir leben im Kapitalismus wo nur Gewinn, Umsatz und unendliches Wachstum zählt. In der Technikbranche werden so gut wie alle Teile irgendwo in Asien von unterbezahlten Arbeitern gebaut. Da hilft es auch nicht, dass ein Gerät dann in Deutschland zusammengebaut wurde und hinterher "Made in Germany" draufsteht. Genauso ist es mit Klamotten. Egal ob du bei kik oder Zara kaufst. Die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken wo die Kleidung herkommt, sind die selben.
 
@w4n: Siehe Kiebitz!
 
@w4n: Ich weiss jetzt nicht genau wie es in der elektronikbranche aussieht, aber in der Zweiradbranche werden die Arbeiter in Taiwan erhebelich besser bezahlt als in China. Da gibt es Tariflöhne, Arbeitsschutzverordnungen und auch ne Krankenversicherung. Klar kostet mich dann ein Carbonrahmen aus Taiwan 40% mehr wenn ich ne Ladung ordere, aber dafür hab ich dann ein besseres Gewissen. Desweiteren hab ich festgestellt, dass die Qualität besser ist und ich weniger bis garnichts zurück schicken muss. Das gilt ebenfalls für Komponenten wie Naben, Felgen, Speichen und dergleichen. Die Verantwortung liegt also beim Hersteller, nicht beim Endkunden. Der kann nicht wissen wo ich als Hersteller (Markeninhaber) meine Rahmen fertigen lasse. Verdienen tu ich trotzdem noch reichlich.
 
@starship: Nein nicht denn egal wie teuer die Geräte werden würden sie würden dem Umsatz des Unternehmen zufließen als diesen unwichtigen Menschen der irgendwo in irgendeiner Fabrik arbeitet.
 
@starship: Du schreibst da was. Bin mal durch einen Elektronikmarkt gelaufen und wollte in einer Sparte von Geraäten eins kaufen, was nicht in China produziert wurde. Aber egal von welchem Hersteller, die Sachen waren immer in Made in China.
 
@M4dr1cks: Weil ihr durch euer Kaufverhalten diese Zustände auch noch gefördert habt. Warum soll ich mir auch eine deutsche Waschmaschine kaufen, wenn Samsung mir eine für den halben Preis verkauft?
Und nur darum geht es. Weil jeder alles haben will kauft er auch jeden Dreck zusammen. Nachhaltigkeit interessiert doch Niemanden.
 
@LastFrontier: Ich würde mir bestimmt keine Waschmaschine von Samsung holen und ich kaufe mir Sachen nur, wenn ich sie auch wirklich brauche, nutze diese solange sie auch richtig funktionieren. Ich glaube nicht, dass der Kram, der in China produziert wurde, unbedingt die Hälfte kostet. Schau dir z.B. mal an wieviel ein iPhone kostet und wenn Siemens noch Mobilfunktelefone herstellen würde, wäre das meine Wahl.
 
Im Endeffekt is es den meisten scheißegal ob Menschen , umwelt oder ihr eigener Geldbeutel ausgebeutet wird.
Seh das immer wieder gerade bei handys, glas hat nen sprung - wird weggeworfen, ps3 liest keine spiele mehr - müll... Neukauf
meistens wär´s mit ein paar euro wieder ok und der wirtschaft im eigenen land würd´s auch wieder besser gehen ( wo sind die ganzen radio/Fernsehtechniker hin? )
 
Wenn man schon nicht kontrollieren kann, wie produziert wird, kann man wenigstens schauen, daß man Qualität kauft. Kauf ich ein billig-Hemd für 10 Euro, das ich nach einem Jahr wegwerfen muß vom Ramschladen oder ein workwear hemd für 30 oder 40, das dann 5-10 hält. Selbst wenn beide unter gleich miserablen bedingungen produziert würden, reduziert sich das verursachte elend um 80-90% und ist aufs Jahr gerechnet sogar billiger. Muß es jedes Jahr ein neues Handy sein, oder kann man das auf 3 Jahre Nutzung ausdehnen. Schmeiß ich nen alten Rechner weg, oder kenne ich eine Familie mit wenig Geld, die das Teil weiter verwenden kann und schaffe damit evtl sogar Interesse an IT und Bildung bei den Kids. Also selbst wenn man keine Kontrolle über die Produktion hat, kann man mit kleinen Verhaltensänderungen zumindest schaden minimieren. ICh fühle mich jedenfalls immer schlecht, wenn ich niemanden finde, der meinen alten PC haben will und ich ihn dann doch entsorgen muß. Wegwerfen ist die schlechteste aller Optionen.
 
@Chris Sedlmair: Ich weiß nicht wo du Wohnst, oder wie deine Örtlichen Sozialen Strukturen beschaffen sind, aber Thema Weitergabe Funktionsfähiger Geräte:
Bei uns gibt es einzelne, von der Tafel organisierte, Annahme/Ausgabestellen für gebrauchte PC und Elektronik Artikel, es gib auch Privatorganisierte "Verteiler".
Vieleicht einfach mal 2-3 Telefonate führen mit Tafel/Caritas/usw. die können meist Anlaufstellen benennen, kostet Zeit, ist aber meist Balsam für das "Gute Gewissen".
 
@Chris Sedlmair: + Und alle rennen mit 3-4 Primark Taschen rum ;-(
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