Big Brother Award: Neuer Preis für Snowden & mehr

Preis, Statue, Big Brother Awards Bildquelle: Matthias Hornung
Jedes Jahr werden die "Big Brother Awards" verliehen, die von den Machern als "Die Oscars für Datenkraken" bezeichnet werden. In diesem Jahr gibt es erstmals einen Positiv-Preis für Edward Snowden. Negativ-Gewinner ist das Kanzleramt.

"Julia-und-Winston-Award" geht an Edward Snowden

Eigentlich werden bei den alljährlichen Big Brother Awards Menschen oder Dienste mit Negativ-Preisen dekoriert, die besonders hemmungslos mit unseren persönlichen Daten umgehen oder den Datenschutz aktiv gefährden. In diesem Jahr sahen es die Jury-Mitglieder aber als nötig an, das erste Mal in der Geschichte der Preisverleihung auch einen Preis mit positivem Kontext zu verleihen.

Whistleblower Edward Snowden erhält für seinen selbstlosen und uneinschätzbar wertvollen Beitrag zur Aufklärung des NSA-Skandals den Julia-und-Winston-Award, der nach den Hauptcharakteren in Georg Orwells Anti-Utopie "1984" benannt wurde. Als Preis werden für Snowden 1 Millionen Aufkleber in Deutschland verteilt, die der Forderung nach Asyl für den Whistleblower hierzulande Nachdruck verleihen sollen. Big Brother AwardDer deutsche Big Brother Award(Foto: Pascal Hahulla)

Kanzleramt ist Negativ-Gewinner

In der Kategorie Politik gibt es für die Jury in diesem Jahr keinen würdigeren Negativ-Preisträger als das Kanzelamt. Dieses sei in seiner Funktion als "oberste Fachaufsicht" dafür verantwortlich, dass sich deutsche Geheimdienste an "Überwachungsinstrumenten, Spähprogrammen und Infrastrukturen der NSA" beteiligen. Damit hätte es das Amt, auch unter Führung von Angela Merkel, versäumt, Bundesbürger und deutsche Betriebe vor "feindlichen Attacken zu schützen".

Technik-Award für spionierende PKWs

Unter der Überschrift Technik ist der Big-Brother-Award-Jury in diesem Jahr vor allem die "Spionage im Auto" einen Negativ-Preis wert. Dabei missfällt vor allem die Tatsache, dass Hersteller auch durch die Integration von immer mehr Drittanbieter-Diensten unsere Bewegungsmuster erfassbar machen. Dazu müsse sich zukünftig auch zeigen, ob Systeme wie das europäische Notrufsystem "e-Call" wirklich "datenschutzfreundlich umgesetzt" werden können.

Wirtschafts-Award für US-Geheimdienst-Tochter

Gerade der diesjährige Award im Bereich Wirtschaft zeigt, wie wichtig es ist, in Sachen Datenschutz ein echtes Bewusstsein zu schaffen und Bürger zu informieren. 10 Bundesministerien beschäftigen die Firma CSC im Zusammenhang mit Projekten wie De-Mail, dem bundesweiten Waffenregister oder dem elektronischen Personalausweis.

Der Mutterkonzern der Firma ist niemand Geringeres als die externe EDV-Abteilung des US-amerikanischen Geheimdienstes. Diese hat nachgewiesenermaßen unter anderem "Entführungsflüge in Foltergefängnisse im Auftrag der CIA organisiert". Beste Vorrausetzung für den Gewinn des Negativ-Awards in dieser Kategorie.

Alle diesjährigen Preisträger und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Big Brother Awards zu finden. Preis, Statue, Big Brother Awards Preis, Statue, Big Brother Awards Matthias Hornung
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