NSA: PRISM dient auch größerer Wirtschaftsspionage

Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr
Das NSA-Überwachungsprogramm PRISM wurde nicht nur eingesetzt, um Internet-Nutzer zu bespitzeln, sondern auch um Wirtschaftsspionage zu betreiben. Konkrete Unterlagen hierzu gibt es hierbei zu Indien.
Wie auch hierzulande hatte man dort versucht die Betroffenen zu beruhigen, in dem ihnen erklärt wurde, dass keinerlei Inhalte von Kommunikationsvorgängen ausgespäht wurden. Der US-Geheimdienst habe lediglich Verbindungsdaten analysiert um Hinweise auf die Vernetzung von Terroristen zu erhalten. Dies sei aber weit von der Wahrheit entfernt, berichtet nun die indische Tageszeitung The Hindu.

Dieser lägen demnach Unterlagen vor, die Edward Snowden aus dem NSA-Netzwerk gezogen hat. Aus diesen gehe hervor, dass der Geheimdienst sehr wohl bei den großen indischen Diensteanbietern Inhalte von E-Mails, VoIP-Verbindungen, Chats, Soziale Netzwerke und Dateiübertragungen ausspioniert hat. Der Großteil dessen habe mit Terrorismus nicht im geringsten etwas zu tun.

Statt dessen zeige sich ein Fokus auf die indische Politik und die Wirtschaft. Vor allem die Nuklear- und Raumfahrt-Programme des Landes hätten dabei im Mittelpunkt des Interesses gestanden, hieß es. Auch ein Mitarbeiter eines indischen Geheimdienstes hat der Zeitung auf Grundlage der Daten bestätigt, dass davon ausgegangen werden müsse, dass die NSA die Kommunikation zwischen indischen Politikern, Verwaltungsbeamten und Wissenschaftlern in Echtzeit überwacht hat.

Damit dürften indische Politiker ebenso blamiert dastehen, wie die zuständigen Regierungsvertreter hierzulande. Auch der dortige Telekommunikationsminister Kapil Sibal hatte beschwichtigend erklärt, dass er die Zusicherung der NSA erhalten habe, dass diese niemals versuche, Zugang zu den Inhalten der Kommunikation zu bekommen, wenn dafür nicht ein hinreichend begründeter Verdacht auf terroristische Aktivitäten und eine richterliche Genehmigung vorliege. Nutzerdaten, Nsa, Prism Nutzerdaten, Nsa, Prism The Guardian
Mehr zum Thema: Edward Snowden
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