Australien: Angeblicher LulzSec-Kopf festgenommen

Lulzsec, Meme, Lulz Security Bildquelle: Lulzsec
Die australische Bundespolizei AFP hat einen Mann festgenommen, der unter dem Pseudonym Aush0k teil der LulzSec-Gruppe gewesen und dort nach eigener Darstellung eine führende Rolle innegehabt haben soll.
Laut einem Bericht des australischen Magazins ITNews handelt es sich um einen 24-jährigen Einwohner des Ortes Point Clare nördlich von Sydney. Dieser arbeitet demnach bei einem international tätigen IT-Sicherheits-Unternehmen. Dieses betreut auch die Web-Auftritte mehrerer australischer Behörden, hieß es.

Der Verdächtige soll so im Besitz von Informationen gewesen sein, die es ihm ermöglichten, sich Zugang zu den Servern zu verschaffen. Dies nutzte der laut dem aktuellen Stand der Ermittlungen, um Defacements auf den Webseiten vorzunehmen. Der letzte Fall wurde in diesem Monat registriert. Zwei Wochen dauerte es daraufhin, bis die Polizei die Identität des mutmaßlichen Täters enttarnte.

Die Behörden werfen ihm nun vor, das Vertrauen, dass sein Arbeitgeber in ihn setzte, für Straftaten missbraucht zu haben. Er soll wegen des unbefugten Eindringens in fremde Computersysteme in drei Fällen angeklagt werden. Laut Gesetz kann dies eine Freiheitsstrafe von bis zu zwölf Jahren nach sich ziehen. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Gericht auf ein solches Maß zurückgreift.

Denn die Taten waren letztlich vergleichsweise harmlos und der Schaden hätte weit höher sein können. Denn der Beschuldigte hätte sich potenziell auch Zugang zu verschiedenen weitergehenden Daten verschaffen können, die auf den Servern gespeichert sind. Laut den forensischen Untersuchungen war dies aber nicht der Fall.

Bei der Polizei ist man der Auffassung, dass es ihm lediglich darum ging, den Angriff auf die Webseite einer Regierungsbehörde als harmlosen Spaß hinzustellen. Wie Glen McEwan von der Cybercrime-Abteilung der AFP ausführte, sind solche Aktionen aber kein Kavaliersdelikt, weil sie durchaus ein hohes Schadenspotenzial bergen. Das müsse man ernst nehmen.

Die LulzSec-Gruppe, die mit einigen spektakulären Hacks auf sich aufmerksam machte, hatte eigentlich Mitte 2011 ihre Auflösung erklärt. Trotzdem folgten immer wieder Angriffe unter diesem Namen. Hier ist allerdings davon auszugehen, dass es sich nicht mehr um koordinierte Taten des ursprünglichen Kreises handelte, sondern dass Einzelne den Namen schlicht kaperten und so am Leben hielten. Lulzsec, Meme, Lulz Security Lulzsec, Meme, Lulz Security Lulzsec
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