Bin Laden: Eilaktion wegen Wikileaks-Dokumenten

Recht, Politik & EU Die Ermordung Osama bin Ladens durch US-Streitkräfte wurde möglicherweise in einer Eilaktion durchgeführt. Sein Aufenthaltsort war laut einem von Wikileaks veröffentlichten Dokument aber wohl mindestens schon seit 2008 bekannt. Aus diesem Jahr stammt zumindest eine Notiz über die Vernehmung des libyschen Staatsbürgers Abu al-Libi im US-Militärgefängnis in Guantánamo. Dieser soll schon in Afghanistan für bin Laden tätig gewesen sein. Im Jahr 2003 floh er vor den westlichen Besatzern nach Pakistan und arbeitete als Bote für den gesuchten Al-Qaida-Chef.

In diesem Zusammenhang ist auch von Abbottabad die Rede - der pakistanischen Stadt in der die Militäraktion in der Nacht zum Montag stattfand. Hierhin siedelte Libi mit seiner Familie um. Im Jahr 2005 wurde er schließlich gefasst und nach Guantánamo gebracht.

Das Dokument deutet darauf hin, dass er dort entscheidende Hinweise auf den Aufenthaltsort bin Ladens gab. Seitdem beschatten die Geheimdienste der USA wohl dessen Boten-Netz, griffen aber nicht aktiv ein. Möglicherweise erhoffte man sich so entscheidende Erkenntnisse über die Aktivitäten von Al-Qaida.

Als nun aber Wikileaks in der letzten Woche eine Reihe von Dokumenten aus Guantánamo veröffentlichte, musste man davon ausgehen, dass bin Laden davon erfuhr, dass sein Versteck längst nicht mehr geheim war. Dadurch bestand die Gefahr, dass es ihm erneut gelingt unterzutauchen und das US-Militär sah sich gezwungen, zu handeln. Dies würde auch den Zeitpunkt der Aktion erklären, der bisher einigen Spekulationen ausgesetzt war.
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