Gericht: Microsofts Echtheitsprüfung keine Spyware

Windows Ein US-amerikanisches Gericht hat einen seit drei Jahren laufenden Rechtsstreit beendet, in dem Microsoft vorgeworfen wurde, seine Kunden betrogen zu haben, als die WGA-Echtheitsprüfung als "wichtiges" Update ausgeliefert wurde. Zuvor hatten sich die Kläger und Microsoft bereits darauf verständigt, dass das Verfahren eingestellt werden sollte. Dem stimmte Ende letzter Woche nun auch der Richter zu. Ein Microsoft-Sprecher erklärte, dass man über die erfolgreiche Beilegung der Klage höchst erfreut sei, berichtet 'ComputerWorld'.

Im Laufe des Verfahrens hatten die Kläger unter anderem versucht, aus der Klage eine Sammelklage zu machen. Microsoft hätte dadurch möglicherweise Hunderte Millionen Dollar an mehrere Millionen Geschädigte auszahlen müssen und warf den Klägern daher vor, lediglich moderne "Goldgräber" zu sein.

Das nun beendete Verfahren geht auf eine Reihe von Klagen zurück, die angestrengt wurden, weil Microsoft im Juni 2006 die so genannte Windows Genuine Advantage (WGA) Echtheitsprüfung über Windows Update ausgeliefert und dabei als "wichtig" gekennzeichnet hatte. Dadurch wurde das Paket auf zahllosen Systemen automatisch installiert.

Die Kläger behaupteten, Microsoft habe sie hinters Licht geführt, weil die WGA-Software als Sicherheitsupdate gekennzeichnet wurde. Außerdem habe der Konzern es versäumt, die Kunden darauf hinzuweisen, dass die bei der Echtheitspfrügung gesammelten Daten regelmäßig zu Microsoft-Servern übertragen werden.
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