Wikipedia: Streit um willkürliche Artikel-Löschungen

Social Media Im Vorfeld der Neuwahlen von Admins für die deutschsprachige Version der Online-Enzklopädie Wikipedia kocht eine Auseinandersetzung um die offenbar recht willkürliche Löschung von Artikeln hoch.

Ausgangspunkt der Debatte ist die Entfernung eines Wikipedia-Beitrags über den Verein "Missbrauchsopfer gegen Internetsperren" (MOGIS). Als Grund für die Löschung wurde die fehlende Relevanz angegeben. "Relevanz des Vereins abseits der Blogosphäre und kurzzeitiger Medienpräsenz nicht erkennbar", so der Kommentar.


In der Diskussion über den Vorgang mischten sich zahlreiche Nutzer ein. Sie betonen, dass ein Eintrag über den Verein durchaus relevant ist, da dieser ein wichtiger Bestandteil der Bewegung gegen die Einführung von Internetsperren ist und auch in überregionalen Medien große Beachtung fand.

Allerdings beharren die Administratoren der Wikipedia auf ihrer Haltung. Letztlich wurde die Erwähnung des Vereins sogar aus einer Übersicht über die Auseinandersetzung zu den Netzsperren entfernt und lediglich durch eine Erwähnung des Vereinssprechers Christian Bahls ersetzt.

In der Blogger-Szene müssen sich die Admins nun den Vorwurf einer "Blockwart-Mentalität" gefallen lassen. Sie würden willkürlich darüber entscheiden, was für andere Nutzer relevant ist und lägen dabei Kriterien an, die wiederum bei anderen Einträgen keine Rolle spielen.

Teilweise wird komplett infrage gestellt, ob ein Relevanzkriterium für Wikipedia-Einträge überhaupt sinnvoll sind. "Niemand erleidet einen Schaden, wenn noch ein weiterer Eintrag dabei ist. Es gibt kein Buch, was dann zu dick zum Herumtragen würde. Es gibt keine Elektronen, die alle werden. Und nur weil ihr einen Begriff nicht kennt, heißt das noch lange nicht, dass der auch für die andere Milliarde Internetnutzer irrelevant ist", kommentiert beispielsweise Felix "Fefe" von Leitner.
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Deutsche Wikipedia halt. Da wird sowieso zu schnell und oft geloescht. Wenn ich mir die Informationen in der englischen hingegen anschaue. Klar gibt es oft Themen, die interessieren nur 4 von 10 Leuten, trotzdem interessieren sie einige. In der Deutschen ist es komischerweise nur oft so, dass diese Themen dann geloescht werden.
 
@Jamie: Genauso seh ich das auch. Die Informationsvielfalt in der englischen Wikipedia ist auch dadruch viel größer, weil auch kleine Artikel akzeptiert werden! Nur weil es kleine Artikel sind, bedeutet es nicht gleich, dass die Informationen uninteressant sind.
 
@Jamie: Ja.. die Deutschen eben.. leider. Wenn einige User den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als Schnelllöschanträge auszuschreiben weil in den Artikeln Referenzen fehlen oder sie (nach Meinung einer Person) unrelevant sind, da muss man einfach sagen, dass dies sicher nicht mehr der Grundidee von Wikipedia entspricht.
 
@Mudder: Doch das tut es. Immerhin muss auch Qualität geboten werden. Und bei einem zweizeiligen Eintrag ohne Ouellen ist das nunmal nicht der Fall. Der Wikipedia-Gründer selbst hat gesagt. dass die deutsche Wikipedia besser als die Englisch ist. Es zählt nicht die Quantität sondern die Qualität. Schau dir mal den Apple AppStore an. Der hat zwar 80.000 Apps, aber wie viele davon sind wirklihc gut? Nur wenige.
 
@john-vogel: oft sind deutsche Artikel auch sehr knapp beschrieben. Wenn man dann auf englisch geht, erscheint ein riesen Artikel in dem alles ganz genau beschrieben ist.


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