 Der Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio spricht sich gegen die vorherrschende Anonymität bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia aus. Wieso die Kommunikationsteilnehmer ihr Gesicht nicht offen zeigen, ist ihm persönlich ein Rätsel.
Im Weiteren befürchtet Di Fabio, dass bestimmte politische Interessengruppen die scheinbare Anarchie des Internets zu ihren Gunsten nutzen könnten. Unter anderem könnte durch manipulierte Wikipedia-Artikel die öffentliche Meinung manipuliert werden, teilte der Richter des Bundesverfassungsgerichts laut einem Artikel der Westdeutsche Zeitung mit.
In seinen Augen berge das Internet die Gefahr, dass Nachrichten in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, kommerzialisiert und jedem Nutzer passend zugestellt werden.
Abgesehen davon warnt Udo Di Fabio vor dem Irrglauben, dass billige Information per Flatrate genauso gut zu haben sind. Eine derartige Haltung würde zur Verdrängung der Qualitätspresse führen, prangerte er an.
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