Mod-Chips für die Wii: Nintendo mahnt Händler ab

Wirtschaft & Firmen Der japanische Konsolenhersteller Nintendo hat in den letzten Tagen zahlreiche Händler abgemahnt, die so genannte Mod-Chips für die Spielekonsole Wii im Angebot haben. Damit ist es möglich, kopierte Spiele auf dem Gerät auszuführen. In dem anwaltlichen Schreiben heißt es, dass der Vertrieb der Mod-Chips umgehend eingestellt werden soll. Zusätzlich sollen die Händler ihre Umsätze und Gewinne angeben, die mit den umstrittenen Produkten erzielt wurden. Anscheinend will Nintendo auch gegen die Hersteller der Modchips vorgehen, denn man verlangt von den Händlern die Nennung der Lieferanten.

Von der Abmahnung sind unter anderem die Händler Videogamediscont, Gametop, Xtrem Tuner, The Gamers World und Cheap Chip betroffen. Sollte man die Forderungen nicht erfüllen, wird die von Nintendo beauftragte Anwaltskanzlei vor Gericht ziehen. Als Rechtsgrundlage wird der Paragraph 95a des Urheberrechts angegeben (Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen).

Da sich die Mod-Chip-Händler in einer rechtlichen Grauzone bewegen, werfen die Anwälte den Händlern auch noch andere Straftaten vor. Dazu gehört die Verletzung der Marken "Wii" und "Nintendo Wii" sowie Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht. Für die Argumentationen werden Gerichtsurteile aus den Jahren 1984 und 1990 herangezogen
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