Chrome- und Firefox-Erweiterung spionierte jahrelang ihre Nutzer aus
Die Browsererweiterung Stylish genoss bisher eine große Popularität, da sie es dem Nutzer erlaubte eine Webseite nach eigenen Vorstellungen anzupassen. Chrome und Firefox haben sie nun aber aus dem Store verbannt, da bekannt wurde, dass Stylish seine Nutzer massiv überwacht.
Von einer herausragenden Browsererweiterung zu einem Überwachungstool, das sich als herausragende Browsererweiterung tarnt. So beschreibt der Entwickler Robert Heaton in einem Blogbeitrag das, was mit Stylish passiert ist. Denn grundsätzlich erlaubt die Zusatzsoftware es, die Optik einer externen Seite an seine eigenen Bedürfnisse anzupassen. Das machte Stylish so gut, dass zuletzt etwa zwei Millionen Nutzer sie auf Chrome und Firefox im Einsatz hatten.
Heatons Beweis für die Datenübertragung
Heaton hat die neuen Aktivitäten der Erweiterung auf das Jahr 2016 zurückgeführt, damals wurde die Erweiterung von einer Analytics-Firma namens SimilarWeb aufgekauft. Schon kurz nach dem Geschäft kamen erste Zweifel zur Zukunft von Stylish auf, denn Datenerfassung ist das wichtigste bzw. einzige Geschäftsmodell von SimilarWeb. Immerhin hat man dort versichert, dass die Daten allesamt anonymisiert würden.
Doch Software-Entwickler Heaton wollte es nun genauer wissen und hat Stylish mit einem Netzwerk-Überwachungstool analysiert. Er konnte damit beweisen, dass die einzelnen Anwender sehr wohl identifiziert und zugeordnet werden können, da jeder mit einem eindeutigen Identifikator gekennzeichnet wird.
Google Chrome Mozila Firefox Opera-Browser
Nach Hause telefonieren
Doch Heaton hat herausgefunden, dass Stylish mehr als ein Jahr lang seine Nutzer ziemlich massiv ausgeschnüffelt hat. Erfasst und übermittelt wurden der Browser-Verlauf, IP-Adressen und sogar einzelne Suchanfragen.
Heatons Beweis für die Datenübertragung
Heaton hat die neuen Aktivitäten der Erweiterung auf das Jahr 2016 zurückgeführt, damals wurde die Erweiterung von einer Analytics-Firma namens SimilarWeb aufgekauft. Schon kurz nach dem Geschäft kamen erste Zweifel zur Zukunft von Stylish auf, denn Datenerfassung ist das wichtigste bzw. einzige Geschäftsmodell von SimilarWeb. Immerhin hat man dort versichert, dass die Daten allesamt anonymisiert würden.
Doch Software-Entwickler Heaton wollte es nun genauer wissen und hat Stylish mit einem Netzwerk-Überwachungstool analysiert. Er konnte damit beweisen, dass die einzelnen Anwender sehr wohl identifiziert und zugeordnet werden können, da jeder mit einem eindeutigen Identifikator gekennzeichnet wird.
Alternative: Stylus
Google und Mozilla haben auf den Bericht umgehend reagiert und die Erweiterung entfernt. Wer eine Alternative sucht, dem empfiehlt Bleeping Computer Stylus, dabei handelt es sich um einen Fork, den die Open-Source-Community nach dem Bekanntwerden der Stylish-Übernahme geschaffen hat. Stylus gibt es für Chrome, Firefox und Opera.Google Chrome Mozila Firefox Opera-Browser
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