Der Fall Apple: Irland will nicht Steuereintreiber für alle anderen sein

Wer gehofft hat, der neue irische Finanzminister würde losziehen und bei Apple die Steuern eintreiben, die der Konzern nach Ansicht der EU-Kommission noch schuldig ist, sieht sich getäuscht. Paschal Donohoe sieht es nicht als seine Aufgabe ... mehr... Geld, Euro, Geldschein Bildquelle: Henry Herkula / Flickr Geld, Euro, Geldschein Geld, Euro, Geldschein Henry Herkula / Flickr

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Warum hätte die eu Irland stützen sollen? Ohja da war ja was mit staatengemeinschaft...
 
@0711: Es lag im Interesse der EU zur Stabilisierung der Währung.
 
@iPeople: Und es liegt im Interesse von irland in der eu zu sein
 
@0711: Wenn die Gängelungen der EU so weiter gehen , werden noch mehr Staaten ihr Volk dazu befragen , auch Irland
 
@iPeople: Die EU gängelt nicht, größere kontroversen sind häufig alleingänge einzelner Staaten die dann nachträglich die eu dazu missbrauchen um andere dazu zu zwingen und sie findet keine klare Linie wohin man damit will....echter Staatenbund nicht, reines wirtschaftbündnis auch nicht. Das ist ein Problem.

Eine Volksbefragung wäre aber sicher nicht verkehrt, dann würde man wenigstens ausdünnen nach denen die wirklich wollen. Letztlich sind die tech firmen in Irland nur aus einem Grund, Zugang zum EU Markt...ein Kollaps von Irland wäre bei einem austritt nicht unwarscheinlich
 
@iPeople: Apple ist ja nicht in Irland, weil es da so schön ist, sondern wegen der quasi nicht vorhandenen Steuern. Und natürlich ist man in Irland, weil Irland Teil des EU Binnenmarktes ist.

Wenn ein EU Mitglied Firmen mit solchen Geschenken ködert, dann geht das zu Lasten der anderen Mitglieder und das sollte schon verhindert werden.
Es konzentrieren sich in Irland eine ganze Menge Firmen, die bei einer anderen Besteuerung über ganz Europa verteilt wären. Das ist ein wenig sehr kurz gedacht von Irland.
 
@der_ingo: Eigentlich ist das von Irland überhaupt nicht kurz gedacht. Die sässen ganz schön in der Tinte wenn ihre Firmen über ganz Europa verteilt wären (wie im Artikel steht - Irland war das Armenhaus Europas). Irlands geographische Lage ist schon die reinste Katastrophe und verhindert jede Wirtschaftliche Rolle ausserhalb eines Steuerparadieses.

Irland braucht die grossen Konzerne, die anderen Länder in Europa weniger - vor allem Deutschland braucht sie nicht.
 
@gutenmorgen1: nein, es ist verdammt kurz gedacht. Denn so sitzen da alle möglichen US Firmen und zahlen in gesamt Europa keine Steuern, auch nicht in Irland.
Würden diese Firmen diese Steuern irgendwo in Europa zahlen, würde davon auch Irland profitieren - und sei es über Transfers innerhalb der Union.

Innerhalb der Gemeinschaft kann nicht ein Teil dieser Gemeinschaft alleine davon profitieren, alle anderen der Gemeinschaft auszustechen.
 
@iPeople: Dann sollen sie doch austreten, damit wäre das Problem gelöst eine Steueroase innerhalb der Eu zu haben.
 
@gutenmorgen1: Warum tritt Irland dann nicht einfach aus der EU aus?
 
@TiKu: Woher sollte dann das Geld dann kommen?
 
@der_ingo: @gutenmorgen1: Die Konzerne zahlen sehr wohl Steuern und vor allem schaffen sie in Irland Arbeitsplätze.

"Würden diese Firmen diese Steuern irgendwo in Europa zahlen, würde davon auch Irland profitieren - und sei es über Transfers innerhalb der Union."
Ach ja? Du glaubst Irland würde von den Almosen-Transfers gleich oder besser profitieren?
Erzähl das mal Rümänien - denen geht es ja auch hervorragend...

"Innerhalb der Gemeinschaft kann nicht ein Teil dieser Gemeinschaft alleine davon profitieren, alle anderen der Gemeinschaft auszustechen."
Würde es innerhalb der EU fair zugehen, dann wäre das vermutlich so. Tatsache ist aber, dass jeder für sich die Rosinen rauspicken will. Siehe z.B. Flüchtlingskriese. Länder die wirtschaftlich eh schon am Boden liegen wie Italien und Griechenland wurden lange Zeit alleine gelassen und nur durch Drohungen und Ausnutzung von Hintertüren (Visa-Ausstellung für Flüchtlinge) hat sich langsam was in Bewegung gesetzt.
 
@gutenmorgen1: Wer von der Gemeinschaft profitieren will, der soll auch zu ihr beitragen.
 
@TiKu: Sprüche klopfen kann jeder. Mach doch konkrete Vorschläge, womit Irland Geld ins Land bringen könnte wenn die grossen Konzerne abwandern.
Denn genau das werden Sie tun, wenn die finanziellen Vorteile die geografisch besch***ene Lage nicht mehr kompensieren.
 
@gutenmorgen1: Die EU ist nicht die Heilsarmee. Jedes Mitgliedsland hat Rechte und Pflichten. Einige Mitgliedsländer versuchen allerdings, nur die Rechte zu nutzen und sich vor den Pflichten zu drücken. Solche Länder haben in der EU nichts verloren.
 
@TiKu: Jedes Land, das der EU beigetreten ist, hat sich davon Vorteile versprochen und selbstverständlich haben sie diese Vorteile auch genutzt.
Steuerflüchtlings-Praxis wurde lange Zeit geduldet, es wurde mehrfach versucht, die Europäischen Finanzminister dazu zu bewegen, diese Dinge abzustellen, nur hatten und haben die bis heute kein Interesse daran. Deshalb versucht es die EU jetzt über die Hintertür "Illegale staatliche Subvention".

Und wenn solche Länder nichts in der EU verloren haben, sollte man sich vielleicht mal überlegen, warum man Irland und den kompletten Ostblock überhaupt aufgenommen hat. Man wusste schliesslich vorher um Irlands wirtschaftlich und geographisch bescheidene Lage.
 
@gutenmorgen1: Wenn sich die erhofften Vorteile nicht ergeben, kann man auch jederzeit wieder aus der EU raus. Die EU ist nicht verpflichtet, auf Kosten der anderen Vorteile für einen einzelnen zu schaffen, noch dazu, wenn dieser sich weigert, seinen Beitrag zu leisten.
 
@0711: Es liegt im Interesse der EU, dass Irland für die EU die Gelder bei den Firmen einsammelt... Nicht so überheblich und Irland hier als die Bösen darstellen. Beide Seiten müssen lernen aufeinander zuzugehen. Es ist ein Geben und Nehmen und kein Abhängkeitsverhältnis. Was passiert wenn man es auf die Spitze treibt sehen wir gerade beim Brexit.
 
@venture: Irland wäre ohne EU Hilfen längst im Staatsbankrott, auch ist Irland für die großen Firmen dort nur aufgrund der EU Mitgliedschaft interessant, dass die EU hier im Moment eher fordert ist nicht ganz verkehrt....dass Irland selbst ihr Steuersystem nicht von sich aus überdenken will um künftig bei einer kleineren Krise nicht von EU Hilfen abhängig zu sein setzt dem nur die Krone auf. Die EU hat allen Grund von Irland zu fordern, denn der "macht was ihr wollt" weg ist gescheitert.

Was wurde beim Brexit denn bitte auf die Spitze getrieben? Auch UK hat von der EU enorm profitiert und die EU hat von UK profitiert, da war nichts einseitig
 
gar kein problem...wenn apple in irland wenig steuern zahlen will, dann sollen sie es doch auch tun...für den umsatz/gewinn in resteuropa sollen sie dann aber gefälligst die steuern in europa zahlen...wenn der ire meint voll im recht zu sein, dann gibt halt ne fette rechnuing ua von unserem rollstuhlfahrer mit geldkofferamnesie und seinen kollegen in jedem einzelnen eu-land...sollte sicxh apple dann aus der eu zurückziehen, gibt es entsprechende einfuhrzölle auf deren produkte, die den steuerausfall ausgleichen...die vsa machen es ganz genauso...zb mit europäischen autos...
 
Darum halte ich nicht viel von Gesetzen. Viele sind einfach dumm, unüberlegt, oder von Menschen gemacht, die keinen Überblick über die Gesamtsituation haben. Oder sie sind schlicht und einfach veraltet. Da benutze ich lieber meinen Verstand.
 
Ich würde mich freuen wenn jedes Land wieder seine Grenzen,seine eigenen Regeln und sein eigenes Geld hat.so kann jedes Land tun und lassen was es will und muss mit den Konsequenzen alleine klarkommen,oder eben alleine davon profitieren.dieses ganze multi kulti offene gemeinschaftsdingens klappt einfach Nichtraucherschutz hier in Deutschland wird noch der riesen knall kommen und dann wird der schwarze Peter hin und her geschoben.
 
In Irland liegen die Unternehmenssteuern bei 12,5 %. Das ist schon extrem niedrig und daher für viele Firmen interessant. Dagegen sagt auch keiner etwas. Nur, dass Apple nicht 12,5 %, sondern 0,005 % gezahlt hat, das ist (nach Ansicht der EU) kriminell. Wenn der irische Fifiminister sagt, er will nicht Steuereintreiber für alle anderen sein, dann sollte er sich klar machen, dass es darum geht Steuern einzufordern, die Apple nach IRISCHEM Gesetz an IRLAND zahlen soll.
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