Stress mit Microsoft: Open-Source-Community fordert GitHub-Boykott

Die Software Freedom Conservancy, eine Non-Profit-Organisation für freie Software, schießt scharf gegen Microsoft. Die Vorwürfe: Der Konzern setzt sich über Regeln hinweg und hat mit GitHub zu viel Macht an der Hand. Die Forderung: Open Source braucht eine ... mehr... Entwickler, Code, Github Entwickler, Code, Github Github

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Nutzt doch GitLab
https://www.heise.de/tipps-tricks/GitHub-vs-GitLab-4597154.html
 
Ziemlich spekulative Anschuldigungen. Da ist offenbar jemand beleidigt, dass sich eine Company ändert bzw. geändert hat. GitHub ist weitgehend eigenständig und tanzt nicht nach Microsofts Nase. Tatsächlich gibt es nur einen einzigen Berührungspunkt auf Corporate Vice President Ebene zwischen den beiden Unternehmen.

Microsoft ist in vielen Bereichen voll in OSS investiert, ja mittlerweile der weltweit größte OSS Contributor und hat damit die "heilige" Google überholt. Das sagt schon einiges darüber aus, wie sich die Company geändert hat. Zudem kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass der OSS-Gegenspieler nicht Microsoft war, sondern Steve Ballmer. Und genau wie er gravierend gegen OSS war, ist Satya nun für OSS.

GitHub war schon vor der Akquise durch Microsoft proprietär, es ist also sehr seltsam, dass das Argument gerade jetzt angeführt wird. Zudem gibt es mit GitHub Enterprise Server eine Option für Self-Hosting, wenn auch keine kostenfreie. Allerdings ist OSS auch nicht gleich kostenfrei.

Die CoPilot-Geschichte kann ich - bedingt - nachvollziehen. Wenn sich wirklich nachweisen lässt, dass die KI mit z.B. GPL-Code trainiert wurde, ist die "Klage" sehr berechtigt. Bei anderen permissive Licenses gibt es überhaupt keine Grundlage, auf der gefordert werden könnte, dass das Ergebnis des Trainings wieder OSS werden müsste. Hier könnte die OSS-Gemeinde ja mal ein Klage bzgl. Lizenzverletzung anstreben. Denn letztlich sind die ganzen OSS-Lizenzen nichts wert, wenn man sie nicht im Zweifel durchsetzen könnte.
 
Ganz unrecht haben sie nicht mit ihrem Argument - auch wenn es etwas übertrieben ist.
Das schöne an Git ist ja, dass man sein lokales repo einfach woanders weiterbetreiben kann, allerdings sind die features um Github herum schon bedenklich, da auch nix exportierbar ist.

Generell muss ich sagen, dass das SFC nicht ganz so daneben ist wie die FSF. Immerhin erkennen sie zurecht, dass die GLP keine Lizenz für freie Software ist, sondern nur für OpenSource.
 
Moment, es geht darum, dass eine KI mit OSS-Quellcode für irgendwas trainiert wird? Wo hat denn etwa die GPL dazu eine Regelung, dass das Ergebnis, wie von der SFC behauptet, öffentlich zugänglich sein muss?
 
@DRMfan^^: Es geht dabei weniger um das Ergebnis des Trainings als solches als um den Code, den CoPilot dann für den Nutzer schreibt. Denn das wären dann teilweise 1:1 Auszüge aus GPL-Code, die im neuen Code des Nutzers stehen. Das würde meiner Meinung sehr wohl unter die GPL-Bestimmungen fallen.

Die spannende Frage ist aber wohl immer, wie viel Code muss es sein, der da übernommen wird? Wenn man z.B. eine komplette Library nimmt, die unter der GPL steht und dort ein paar Zeilen ändert, muss das Ergebnis sicherlich wieder unter GPL stehen. Aber was ist, wenn ich aus der Library nur eine einzige Methode in meinen eigenen Code übernehmen? Theoretisch müsste ich dann meine komplette Library unter GPL stellen. Aber wo hört das auf? Was, wenn ich nur eine Zeile aus der GPL-Library kopiere? Die dürfte vermutlich so generisch sein, dass hier keine Grundlage für die GPL mehr gegeben sein dürfte. Aber wo ist die Grenze? :-) Eine Frage, die ich mir noch nie wirklich gestellt habe.
 
@HeadCrash: Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das überhaupt mal sinnvolle Vorschläge macht, wenn ich die Beschreibung so sehe.
 
@DRMfan^^: CoPilot schwankt ständig zwischen erschreckend gut und total am Ziel vorbei. Ich habe schon PowerShell-Skripte geschrieben, von denen ich vielleicht drei Zeilen wirklich getippt habe, den Rest hat CoPilot beigesteuert und zwar vollkommen korrekt.

In anderen Fällen hat es aber auch totalen Quatsch erzeugt oder eben meine Intention nicht verstanden und Code erzeugt, der eben was anderes getan hat, als ich es tun wollte. Und bei manchen Dingen schlägt CoPilot auch einfach falsche Parameter für bestimmte Funktionen vor, so dass der Code vermeintlich richtig aussieht, aber eben doch nicht funktioniert.

Insgesamt schafft CoPilot aber etwa 40% des Codes, den man schreiben möchte, automatisch zu generieren und die richtige Intention des Entwicklers zu erkennen. Es ist manchmal so gut, dass man sich echt fragt, ob da nicht doch irgendjemand mit einem Hirn die Vorschläge beisteuert :-D
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