Leistungsschutzrecht: Verleger beklagen nun Liebesentzug von Google

Das so genannte Leistungsschutzrecht (LSR) ist im Grunde eine Lex Google, die europäische Verleger durchgesetzt haben, um an Geld vom Suchmaschinenriesen zu kommen. Google reagierte darauf und sagte im Prinzip: Dann eben nicht, das Auftauchen bei ... mehr... Google, Nachrichten, Redesign, News, Google News Google, Nachrichten, Redesign, News, Google News Google, Nachrichten, Redesign, News, Google News

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Warum besorgen die "Redaktionen" sich keinen Öffentlich rechtlichen Vertrag, der alle Bürger zu Kunden erklärt? Ich finde das scheint einfacher zu sein, als EINE Firma zu zwingen den Umsatz für die Redaktionen zu generieren.
 
@shiversc: Google und die ÖR sind sich insofern ähnlich als dass beide außerhalb des Wettbewerbs stehen, der eine als öffentliches Organ, der andere als Monopolist. Die ÖR sind allerdings im Gegenzug einem besonderen Vertrag mit der Öffentlichkeit unterworfen (die Einhaltung von Unabhängigkeit und Neutralität mag nicht perfekt sein, aber es gibt prinzipiell Beschwerdewege, die auch schon erfolgreich gegangen wurden).
 
@shiversc: Wie bei den ÖR möchte ich aber kein befohlener Kunde von etwas sein, das ich gar nicht haben will.
Der ÖR soll sich aus Steuergeldern finanzieren und gut ist.
Davon ab gehören wir in Europa mit den Rundfunkgebühren noch zu den Günstigen. Ich will das Zeugs aber nicht mal geschenkt.
 
@Freizeitposter: Der ÖR Soll sich aus Steuergeldern finanzieren? Meinst Du, Du müsstest dann weniger zahlen?
Woher soll das Geld kommen. Direkt die ÖR Steuer oder ais der Mehrwertsteuer?
Ersterer ginge Prozentual von deinem Gehalt ab. Wer kein Gehalt hat, zahlt nichts (wie jetzt auch)... aber wer mehr verdient muss dann mehr zahlen, auch wen ner es eben nicht nutzt?
Und über die Mehrwertsteuer? Dann kann ich garantieren, dass sie nicht bei 19% bleibt! Und dann zahlt am Ende auch jeder mehr als das was man mit der Abgabe jetzt zahlt.
Sicher, es ändert nichts daran, dass es viele nicht nutzen wollen und viele davon es auch tatsächlich niemals nutzen... aber so gut wie jedes andere Modell käme die meisten teurer.
 
@Scaver: Einfach Unsinn. Aus dem allgemeinen Steuervolumen. Denn: die allermeisten Steurn sind nicht zweckgebunden.
Erst solche Modelle wie du sie vorschlägst und die Diskussion darüber führen dieses ganze Drama ja ins absurde.
Die ÖR gehören auf Nachrichrten und bestenfalls Bildung reduziert. Und vor allem gehört erst mal unterbunden dass ausrangierte Politiker dort das Sagen haben. Hierdurch werden nämlich die ÖR indirekt durch den Staat/die Parteien beeinflusst.
 
Googles Position ist natürlich an sich verständlich, problematisch ist allerdings, dass Google der defacto-Monopolist auf dem Suchmaschinenmarkt ist und mangels Konkurrenz die Verträge diktieren kann. Gäbe es Konkurrenz im Suchmaschinenbereich, wären zum Beispiel Situationen denkbar, in denen ein Suchmacshinenanbieter ein Interesse daran haben könnte, einen Teil der Werbeeinnahmen abzugeben um ein breiteres Angebot an Nachrichten in seiner Maschine haben zu können als die Konkurrenz.
 
@dpazra: Ich verstehe da Google irgendwie, ich würde auch nicht zahlen wollen und die Seiten dann von der Suche ausschließen. Ist es nicht "nett" von Google die Artikel / Seiten überhaupt "findbar" zu machen?
Gibt es Infos dazu wie es die kleineren Suchmaschinen machen werden? Werden die an die Verlage bezahlen? Wenn niemand bezahlen will und alle die Links dann ausschließen, hat die Lobby der Verlage ja nicht so tolle Arbeit geleistet mit dem Gesetz.
 
@Flyanno: Naja "findbar" machen müssen sie es ja. Da sind sie aufgrund der Monopolstellung, zumindest in der EU, zu verpflichtet. Jemanden ganz raus zu werfen wäre illegal.
Das Erscheinungsbild wird halt auf des Minimum gesetzt, so dass man kein Ärger wegen Missbrauch der Marktposition bekommt und gleichzeitig nicht dem LSR unterliegt.
Und das ist eine verkürzte Version der Überschrift als Link, ohne Bilder oder Textauszüge.

Die Verlage haben sich an die anderen Anbieter, soweit bisher bekannt, noch gar nicht gewandt. Der Verwaltungsaufwand wäre viel kostspieliger, als die zu erwartenden Einnahmen (zumindest bei den meisten). Von Anfang bis Ende war da nur Google das Ziel.
 
@dpazra: Wenn ein Monopolist Löcher in seinem Angebot lässt, schafft das Platz für Mitbewerber. Insofern ist die Haltung von Google zu begrüßen. Die andere Frage ist natürlich, ob andere Suchmaschinen die geforderten Beträge an die Verlage zahlen können oder wollen. Z.B. könnte sich Bing als _die_ Newssuchmaschine präsentieren. Die Verlage könnten Bing auch noch mit einer großen Kampagne unterstützen, damit alle wissen: auf Bing gibt es die Nachrichten, so wie wir sie gewohnt sind. Die nächste Frage ist natürlich, ob die Kunden die kurzen Zweizeiler unter den Überschriften vermissen werden.
 
@eshloraque: Genau so. Wenn es einen Mehrwert bei den Zweizeilern gibt, wird ein Wettbewerber diesen nutzen und Google sich mit seiner Verweigerungshaltung ins eigene Bein schiessen. Was im übrigen sehr wünschenswert wäre, eine Monopol bei den Suchmaschinen ist prinzipiell eine ganz schlechte Idee wegen Beeinflussungsmöglichkeiten.

Wenn ich allerdings von meinem Leseverhalten ausgehe, wird das nicht klappen. Denn der Zweizeiler reicht mir als Info sowieso nicht, und wo ich nicht auf die Überschrift klicke fehlt mir dann auch nichts wenn der Zweizeiler nicht angezeigt wird. Insofern habe ich eher die Vermutung, dass hier ein vermeintlicher Konsum monetarisiert werden soll, der in Wirklichkeit keinen Mehrwert bietet. Ich kann mit der Ansicht aber natürlich auch komplett daneben liegen, das wird man dann in der Zukunft sehen, denn Google wird sich da eher nicht beugen. Ich bin ja wirklich kein Google Fan, aber in dieser Hinsicht kann ich die Verweigerungshaltung sogar verstehen.

Dabei fällt mir gerade wieder ein, ich müsste mal wieder qwant testen, die letzten Versuche waren ja leider nicht so prickelnd von der Relevanz der Ergebnisse her.
 
@eshloraque: Warum nur Bing unterstützen und nicht alle "Suchanbieter". Und was bedeutet für dich "unterstützen"? Die Snippets dürfen kostenlos angezeigt werden? Wenn ja - wielange? Was passiert wenn die Verlage auf einmal geld von Bing und anderen verlangen? Usw usw usw
 
@dpazra: Selbst wenn Google da ein Monopol hat, ist das noch lange kein Grund, Google zu zwingen da Verträge abzuschließen. Das geht in einer freien Marktwirtschaft einfach nicht! Außerdem ist das ja indirekt ein "Schuldeingeständnis" der Verlage. Die haben ja behauptet, Google schade ihnen mit der Verlinkung, da die User ja gar nicht erst drauf klicken. Ja wenn die nicht drauf klicken, ist das in etwa genau so, wenn google überhaupt nichts von der Seite anzeigt. Irgendwie haben die User wohl doch draufgeklickt und Besucher auf diese Seiten gebracht, sonst müssten die sich jetzt nicht so aufregen.
 
@FatEric: Das geht in der freien Marktwirtschaft durchaus. Sobald Monopole auftreten, gibt es eine Menge Dinge, die dagegen getan werden können, unter anderem Eingriffe in die Vertragsfreiheit.

Dass die Verlage unehrlich argumentieren, glaube ich sofort. Es geht mir auch gar nicht darum, die Seite der Verlage einzunehmen, meinetwegen braucht es keinen privatwirtschaftlichen Journalismus, das kann von mir aus ein gemeinfinanziertes Allgemeingut werden, welches nicht auf Gewinne angewiesen ist, falls die "Google News"-Situation tatsächlich zum Niedergang der privaten Zeitungen führen sollte.

Es geht mir nur darum hier klarzustellen, dass man nicht unbeschränkt die Logik eines idealtypischen freien Markts auf Konflikte zwischen Googlen und anderen Firmen anwenden kann, eben da die Bereiche in denen Google eine Monopolstellung hat, nicht die Eigenschaften des idealen freien Markts haben.
 
@dpazra: Oder auch nicht. Am Ende werden die News ja nicht entfernt. Sie werden nur mit weniger Details dargestellt.
Das führt dazu, dass weniger die News dann anklicken und auf die Newsseiten der Verlage kommen.

Fakt ist: Google verdient daran recht gut.
Fakt ist aber auch: Die Newsseiten profitieren enorm davon und das 100% kostenlos. Denn Gelegenheitsleser kommen fast ausschließlich über solche externen Anbieter. Wenn ich ne bestimmte News suche, suche ich eben bei Google und Co. und klapper nicht jede Newsseite einzeln ab.
Dagegen habe ich einige Newsseiten, auf denen ich so oder so regelmäßig vorbeischaue. Bei denen ist es mir egal, ob woanders was angeboten wird oder nicht.

Von der bisherigen Situation profitiert also Google UND die Verlage. Nach dem LSR profitieren nur noch die Verlage, denn wenn Google sich erst mal darauf einlässt, treibt die Lobby irgendwann auch den Anteil den Google abdrücken muss immer weiter nach oben!
 
Was haben die Verlage denn erwartet? Ich bin zwar kein großer Freund davon, dass Firmen wie google und co. durch ihre Positionen den Markt klar bestimmen, aber ich kann sie komplett verstehen. Es ist ja auch nicht so, dass die Verlage durch google vorher keinen Benefit erhalten haben. Die Reichweite war der Verlage war sicher nie größer als jetzt.
 
@jann0r: Benefit nicht. Eher hatten Sie einen großen Vorteil dadurch das Google die Snippets kostenlos anzeigte.

Auch ich habe öfters auf die Snippets geklickt um den ganzen Artikel zu lesen (sofern nicht hinter Bezahlwall)
 
@airlight: Naja doch. wie du ja selbst schreibst, klickst du auf das Snippet um den Artikel lesen zu können. Die Verlage selbst nutzen dann wiederum Werbung oder Affiliate Links auf ihrer Seite und verdienen dran.
 
Also meiner Meinung nach müsste es genau umgekehrt sein. Verlage müssten an Google zahlen wenn sie möchten, dass Google ihre Texte oben als Snippets anzeigt. Das ist ja im Grunde nichts anderes als Werbung. Google macht Werbung für die Verlage indem es ihre Artikel in der Suchmaschine erscheinen lässt.
 
@Ryou-sama: Als Werbung würde ich dies nicht bezeichnen wollen. Google stelle eine Plattform zur Verfügung welche automatisch Informationen zusammenträgt und dem Nutzer vorlegt. sowohl die Algorithmen als auch die Hardware werden von/durch Google geplagt und gewartet.
Diesen Service sollten die Verleger bezahlen damit diese in der Auflistung auch auftauchen.
Unabhängig wie es aktuell läuft, was hindert die Verleger daran eine eigene News Maschine zu entwickeln welche , wie Google auch, Informationen aus angegebenen Quellen zusammensucht und diese dem Nutzer fein strukturiert anbietet.
 
@Eziens: Man muss aber auch bedenken, dass Google, wie oft fälschlich angenommen oder von den Verlagen suggeriert irgendwas "klaut". Um in den News gelistet zu werden, muss man sich explizit für den Dienst anmelden und im optimalen Fall sogar noch spezielle Sitemaps im vorgegebenen Format zur Verfügung stellen.

Von selbst und ungefragt listet Google dort überhaupt nichts. Im Grunde hat jeder Verlag mit seiner Anmeldung schon im Vorfeld freiwillig zugestimmt, dass die Informationen dort kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Hinterher dafür Geld zu verlangen, ist so gesehen einfach nur absurd. Entweder akzeptiert man die Bedingungen des Dienstleisters, oder lässt es bleiben.
 
@Trashy: Du hast vergessen zu erwähnen, daß Google News zudem auch noch ohne Werbung ist im Gegensatz zur normalen Suche! Google verdient also mit diesem Dienst absolut nichts, sondern zahlt wahrscheinlich horrende Summen für deren Betrieb und Wartung
 
@Ryou-sama: So einseitig stimmt das natürlich auch wieder nicht. Auf der einen Seite wird zwar die Reichweite erhöht durch die Auffindbarkeit, auf der anderen Seite finden sich die Verlage in einer Konkurrenzsituation wieder, die es so eben auch nicht gegeben hat.
Der Leser kann z.B. auch feststellen, dass z.B. ein anderes Produkt häufiger die für ihn interessanten Informationen oder diese in besser Qualtität anbietet als die von ihm abonnierte Tageszeitung.
Vor allem für die weniger qualitativen Produkte könnte daher so ein Geschäftsmodell "viele schnelle Zweizeiler", die automatisch vergütet werden, interessant sein.
 
@Ryou-sama: Exakt!
 
Ich mag Google zwar nicht gerade - aber in diesem Falle gebe ich ihnen Recht. Kann aber auch die Verlage verstehen.
Google ist ein privates Unternehmen und kann selbst entscheiden was sie auf ihrer Suchmaschine präsentieren oder nicht.
Die Verlage können sich ja auch zusammenschliessen und ein eigenes gemeinsames Info-Portal erstellen.
Problem ist halt: wenn die Printmedien in Google nicht mehr gelistet werden, sind sie für die Generation Digital einfach nicht existent. Und damit verlieren die Printmedien auch die Macht zur Meinungsbeeinflussung.
Ich kann mich noch erinnern, als Verlage das Internet belächekt und schlicht ignoriert haben.
Wie war das noch mal, wer nicht mit der Zeit geht............
 
@Freizeitposter: Na, bitte die allgemeine Suche nicht mit den News verwechseln. Nur weil Google Sie auf den News wirft bedeutet es nicht dass diese auch aus der Suche rausfliegen. Dort werden die auch nur verkürzt auftauchen, als Nutzer musst du schon nach den Informationen suchen und Ja dies bedeutet dass die Printmedien somit für die Generation Digital nicht existieren.
 
Verlage wollen acheinbar leistungsloses Einkommen. Dort scheint schon der Sozialusmus Einzug gehalten zu haben.
 
@xenon-light: Nicht Sozialismus sondern Kapitalismus.
 
@xenon-light: Dummer Vergleich. Sozialismus kommt von sozial und das bedeutet, Werte einerseits gemeinsam zu schaffen und dann gemeinsam zu nutzen. Das Gegenteil von leistungslosem Einkommen also, wie es die verlogenen Verlage gerne hätten.
 
@Drachen: Kennst du den Sozialismus? Fakt ist, die wollen letztendlich leistungsloses Einkommen und das ist mir nur aus Sozialismus oder Kommunismus bekannt. Oder weißt du das auch nicht? Beides ist nicht erstrebenswert.
 
@xenon-light: sogenannten "Sozialismus" kenne ich im Gegensatz zu dir (!) tatsächlich.
Echten Kommunismus hat es m.E. bestenfalls in einigen frühen israelischen Kibbuzes gegeben: alle haben unabhängig von Wünschen und Ausbildung alle anfallenden Arbeiten erledigt und vom Erfolg zu gleichen Teilen partizipiert, auch wurde gemeinsam entschieden, auf welche Arbeiten oder Wirtschaftsgebiete sich die Gemeinschaft konzentrieren und ihre Ressourcen investieren will.
Möglicherweise gab es Vergleichbares in der menschlichen Frühgeschichte, denn anders ohne konsequente Nutzung der wenigen Ressourcen und Arbeitskraft der Gruppe - und eben auch Versorgung aller - hätten die nicht überlebt und sich nicht weiterentwickelt.

Und noch einmal: das hatte und hat nichts mit "leistungslosen Einkommen" zu tun, deine Behauptung ist so falsch wie irgend möglich!

Du verwechselst Dikaturen, die sich das Deckmäntelchen "Sozialismus" oder "Kommunismus" umgehängt haben, mit den tatsächlichen Gesellschaftsformen. Diktatur ist in KEINER Form erstrebenswert, eine soziale Gesellschaft aber durchaus.

Leistungsloses Einkommen findet man gut ersichtlich zum Beispiel bei Rechteverwertern, die für Leistungen Anderer - selbst wenn diese bereits seit Jahren oder Jahrzehnten tot sind und garantiert nicht selber davon profitieren können - noch Geld kassieren. Wenn irgendwer außer Kaisern, Zaren, Großmogulen, Pharaos, Päpsten und anderen Großherrschern und vor allem oft deren Kindern je ein leistungsloses Einkommen hatte, dann sind es Rechteverwerter und Patent-Trolle und ähnliche Parasiten an Wirtschaft und Gesellschaft.
 
Im Grunde war jedem mit bissi Verstand klar das es so kommen wird. Im gegensatz zu allem anderen macht Google hier kostenlos Werbung für die Verlage und die wollen auch noch Geld dafür. Selbst schuld wenn man nicht mit der Zeit geht.
Der klügere Weg wäre gewesen zusammen mit Google eine News Plattform oder einen gemeinsamen Vertriebsweg zu etablieren.
Google News als eine Art Kiosk oder Ähnliches
 
@crazyus: musste grad mal nachschauen, ob der Andreas Scheuer was mit dem Leistungsschutzrecht zu tun hat ;)
 
Die Richtlinie ist bereits Lächerlich, die brauch nicht dahin gezogen werden. Willkommen in Akt 3 von "Ich (und viele andere rational denkende Menschen) habens ja gesagt"
 
Google hat Recht. Da gibt es keine Diskussion. Warum sollte der Konzern für was bezahlen, dass die Verlage ganz offensichtlich wollen und brauchen? Im schlimmsten Fall schaltet Google den Dienst einfach komplett ab.
 
Mich würde an dieser Stelle interessieren, wie Bing, DuckDuckGo und andere Suchmaschinen damit umgehen. Zeigen die weiterhin Snippets oder haben die Verträge mit den Redaktionen?
 
@taiskorgon: Geh einfach auf die lokalen Seiten, z.b bing.fr. Bing zeigt einfach keine Snippets mehr an, wo Google noch versucht einen Deal mit den Verlegern zu machen. Duckduckgo nutzt meines Wissens nach die Google-Suchergebnisse, von daher hängt es hier von Google ab. Yahoo macht das gleiche wie Bing. Und Baidu und Yandex interessieren sich nicht für Europa
 
@eshloraque: Ich glaube du verwechselst Duckduckgo gerade mit Startpage: das sind diejenigen die Google-Suchergebnisse verwenden. ^^
 
@eshloraque: Duckduckgo ist bei Wikipedia ziemlich gut beschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/DuckDuckGo
 
Naja, kann man ja mal so sehen: Strom- und Verschleißkosten der Server, die bei Google die Medienportale indizieren und die Daten in die Suche einspeisen berechnen. Dann den Verlagen anbieten, gegen eine entsprechende kostendeckende Gebühr sich plätze zu mieten. Kann dann ja gegen die Werbung gegengerechnet werden. Ich denke, da kann man sich dann auf ein +/-0 einigen.

Aber was soll man sagen, im Prinzip haben sie es verstanden: "Das ist der Tod auf Raten, der Redaktionsräume in Europa leert, so wie das schon in den Vereinigten Staaten der Fall ist." Was sie halt bis heute nicht verstanden haben: wie das Internet funktioniert. Aber dann ist dem Sterbenden auch nicht mehr zu helfen.
 
Wer hätte nur damit rechnen können. Da lässt sich das böse Google einfach nicht zu Zahlungen zwingen. Diese Monster.
 
Da geht Google voll den richtigen Weg. Die "Ich mach die Welt wie sie mir gefällt" Relotius Medien wollen für kostenlose Snippets Werbung noch leistungslos abkassieren. Da haben sich die Lobbyverbände wohl ins eigene Knie geschossen.....
 
"die europäische Verleger durchgesetzt haben" komisch ich dachte unsere Politiker haben die durchgebraucht? Oder ist das indirekt ein Hinweis, dass eben doch Lobbyisten Politik machen und nicht Politiker?
 
@happy_dogshit: Wir machen Ihnen ein Angebot, dass Sie nicht ablehnen können. Wäre doch schade, wenn plötzlich keine wohlwollenden Artikel mehr über Sie geschrieben werden? Welcher Politiker hätte da nicht die Hosen voll.
 
@happy_dogshit: Das ist das Problem in vielen Bereichen, Die Lobbyisten machen oft in vielen fällen im Hintergrund die Politik. Wenn man Politik genau beobachtet dann kommt nie was richtiges bei rum wenn Gesetze erlassen werden die bestimmte Verbände betreffen, diese sind dann oft zb mit so vielen Ausnahmen und so bestückt das diese im Endeffekt nicht wirklich was bringen aber werden von der Politik als großer Wurf verkauft
 
Wenn die Verlage nicht wöllten, dass Google einen Großteil der Werbekohle einbehält, dann sollten sie vielleicht keine Googleadds mehr auf ihren Seiten einbinden.
 
Ach, jetzt passiert genau das wovor man die Verlage gewarnt hat was passieren wird wenn sie es zu weit treiben. Na wer hätte das gedacht...
Gier macht eben blind. ^^

Ich bin ja kein Freund von der Datenkrake, aber dass dann ausgerechnet diejenigen, die ein für sich maßgeschneidertes Gesetz gekauft haben, dann fragen "Steht Google wieder einmal über dem Gesetz?" weil sich Google nicht abzocken lassen will, ist ja schon der Gipfel der Unverschämtheit.
 
@moribund: Tatsächlich haben sie Recht. Allerdings nicht mit der Tatsache, dass Google eine Ansage macht, was sie als angemessene Vergütung sehen, und andernfalls droht, den anderen Teil des Gesetzes umzusetzen. Sondern damit, dass Google heute noch Snippets anzeigt, obwohl das Gesetz schon in Kraft ist.
 
Google weiter so!
 
Google ist hier eben ein Dienstleister von dem auch die Verlage profitieren, indem er ihnen Kundschaft bringt, die sonst keiner finden würde. Wenn ich als Ladenbesitzer von Stadtwerken und Taxiunternehmen Geld verlangen würde, dass sie die Kundschaft zu mir schaffen, würden die mir auch den Vogel zeigen. Verlage sollten endlich mal begreifen dass das eine Win-Win-Situation ist.

Am Anfang des Internets, gab es für sowas auch nur Inhaltsverzeichnisse und man musste noch zahlen, damit man überhaupt gelistet und gefunden wird. Verlage können froh sein, dass diese Zeiten vorbei sind und sie kostenlos beworben werden, da sie sonst schlicht kein Mensch finden würde.

Wenn ihre Einnahmen, trotz Google nicht reichen, dann ist ihr Geschäftsmodell eben obsolet. Schlimm, dass hier seltsamerweise immer die größten und reichsten Verlage die sind, die am lautesten jammern - kriegen scheinbar nur den Hals nicht voll.
 
Oh nein, hätte uns doch nur jemand gewarnt, wie es kommen würde.
 
Es ist echt wahnsinnig interessant, wie hier im Forum praktisch alle einer Meinung sind und dieses Szenario schon seit der ersten Berichterstattung darüber von den allermeisten exakt genau so vorhergesagt wurde. Heißt also, jeder vernünftig denkende Mensch hätte doch vorher erkennen können, dass dieses Gesetz nicht mal die Mühe wert ist, weiter darüber nachzudenken und dennoch hat man es mit viel Arbeit umgesetzt. Nur eines dieser vielen Beispiele, was in der Politik schief läuft.
 
@FatEric:
Ich glaube es war in Italien, wo die Verleger genau das Selbe versucht hatten.
Man versuchte Geld aus google raus zu pressen.

Das Resultat: Google hat bei Suchanfragen einfach keine der Medien-/Zeitungsverleger mehr angezeigt.

Ganz ehrlich, das ist eine einfache Suchseite im Internet ... eine von vielen. Sie ist nur einfach besser als andere.

Google hat die Wahl zwischen:
- "Geld bezahlen um Suchergebnisse anzuzeigen", hier ist nicht klar ob Google dadurch Werbeeinnahmen generiert,
und
- Kein Geld bezahlen und auch nicht die Nachrichten/Meldungen/Artikel anzeigen.

Ich würde dann auch lieber letztere Möglichkeit nutzen und die Webseiten der Verleger gar nicht mehr in der Suche anzeigen, das erspart einem Arbeit und rechtliche Probleme.
 
@baseJump: Das war in Spanien

"Ich würde dann auch lieber letztere Möglichkeit nutzen und die Webseiten der Verleger gar nicht mehr in der Suche anzeigen, das erspart einem Arbeit und rechtliche Probleme."

In der Suche werden sie angezeigt, nur in den Google News nicht mehr. Und wenn die Verlage ein Problem damit haben -> Man muss sich erst SELBST als Publisher in den Google News anmelden. Sie können jederzeit von sich aus austreten :D
 
@wertzuiop123: ... und was in der Suche angezeigt wird, können die Verlage per robots.txt selbst beeinflussen, was sie liebend gern "vergessen" und verschweigen.
 
@baseJump: Das Blöde ist, diese Initiativen gehen eigentlich immer von den großen Verlagen aus. Für die ist das immer noch ein erwünschtes Ergebnis. Auf deren Seite gehen viele dann auch so, die kleinen haben hingegen ganz verloren.
 
Eigentlich für andere Suchmaschinen die Möglichkeit etwas mehr heraus zustechen und an die Verlage ran zu treten und denen ein gutes Angebot zu machen.
 
"Die Sichtbarkeit ihrer Inhalte auf den Plattformen wird auf ihre einfachste Form reduziert. Kein Foto, kein Text, nur ein Teil der Überschrift würde künftig noch in den Suchanfragen der Internetnutzer auftauchen."

Ääh... bin ich jetzt doof? Ich dachte genau das sei der Sinn des Gesetzes. oO

Man findet nachwievor alles aber man kann nicht auf Google schon die Antwort lesen ohne den Link aufzurufen und auf die Website der Verlage zu gehen.

Kapier ned wieso das jetzt als Überraschung kommt.
 
Finde ich super. Den Verlagen steht es frei eine Alternative zu Google News zu gründen, zu bewerben usw. Dass sie das nicht tun, ist ihre Schuld. Aber einerseits Google Snippets nur gegen Bezahlung bereitstellen zu wollen und andererseits maulen wenn sie dies nicht "kaufen" - ist dumm. Geschieht den Verlagen recht.
 
Ich glaube die Verlage haben ihr eigenes LSR nicht gelesen.
Google (und angeblich auch andere) sollen zahlen, WENN sie deren Inhalte anzeigen.

Nirgendwo steht, dass Google diese auch anzeigen muss. Da gilt immer noch die unternehmerische Freiheit, selber entscheiden zu können, was man anbietet und was nicht (und mit wem man eine Geschäftsbeziehung eingeht oder eben nicht).
 
Keiner von diesen Komikern scheint bis jetzt gemerkt zu haben, dass es auf Google News gar keine Werbung gibt.

Wie kann man eine Werbeeinnahmenbeteiligung verlangen, wenn gar keine Werbung geschaltet wird?
 
@Haggi20: Tja... Gute Frage. Also mir würde nie in den Sinn kommen, von der Telekom Geld zu verlangen, weil die meine Telefonnummer, Website und Mobilrufnummer in ihr Telefonbuch aufgenommen haben.
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