Amazon räumt erstmals Probleme mit Produkt-Fälschungen ein

Der Handelskonzern Amazon hat jetzt erstmals ganz offiziell gegenüber seinen Aktionären eingeräumt, dass man ein echtes Problem mit externen Anbietern hat, die auf der Marketplace-Plattform mit betrügerischen Ansinnen arbeiten. ... mehr... Betrug, Fälschung, Alarm Bildquelle: Pixabay Betrug, Fälschung, Alarm Betrug, Fälschung, Alarm Pixabay

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Wenn nachgewiesen wird, das gestohlene Ware bei Amazon verkauft wurde, dann muss bei denen die gleichen Strafen angewendet werden wie bei Hehlern.
Für alles andere sollte keiner Verständnis haben.
 
@Trabant: Es geht um Produktfälschungen, nicht um gestohlene Ware.

Außerdem verkaufen die die Fälschungen ja idR nicht selbst, sondern das geschieht im Marketplace. Hast Du die Meldung überhaupt gelesen?

Wenn die Ware vom Händler selbst verschickt wird (und nicht über das Amazon-Lager läuft), hat Amazon (außer über Kundenrückmeldungen) keine Chance Fakes zu erkennen; wofür willst Du sie also bestrafen?
 
@rallef: Falsch. Amazon ist bekannt dafür, dass sie Ware von Händlern, die durch Amazon verschickt werden, abgreifen, um selbst verkaufen zu können. Erst im Nachhinein wird das Lager des Marketplace-Händlers wieder aufgefüllt.

Hat ein Händler also gefälschte Ware im Sortiment, ist durchaus möglich, dass diese Ware im Namen von Amazon zum Kunden gelangt.
 
@Hanni&Nanni: Ja, das ist leider richtig. Die Idee von Amazon ist ja ansich gut, aber da wieder einige Händler zur Gewinnmaximierung dieses System ausnutzen, ist halt auch wieder scheiße. Die Lagerhaltung wird dann halt wieder teurer, wenn man die Waren explizit trennen muss, oder die Waren speziell markieren muss.
 
@Hanni&Nanni: Seit wann denn das? Hab ich noch nie erlebt oder irgendwo gehört. Dafür sieht man gelegentlich, dass etwas bei einem Dritthändler mit "Versand durch Amazon" auf Lager ist, bei Amazon als Verkäufer jedoch lieferbar in 1-2 Monaten. Da passiert das also offensichtlich nicht und es scheint auch nicht die Regel zu sein.

Sollte Amazon mal Fälschungen verschicken, würde ich darauf tippen sie haben diese selber so von ihrem Zulieferer angeliefert bekommen. So doof, ins Versandlager von irgendeinem China-Fritzen zu greifen und dessen Ware als die eigene zu verschicken, sind die bestimmt nicht. Jedenfalls nicht mit Absicht, ein Versehen oder falsche Zuordnung kann man ja nicht ausschließen. Denn dann würden sie im Gegensatz zur Marketplace-Ware selber voll dafür haften, dass sie Fälschungen verkauft haben, was ja sogar strafbar ist.

Generell kann es aber jedem Händler mal passieren. Hatte vor ein paar Jahren ein Samsung Fast Charging Netzteil für mein Galaxy S7 bei Cyberport gekauft. Tja, war eindeutig ne Fälschung, die normalerweise ins Netzteil reingelaserte Beschriftung war billig draufgedruckt und fleckig (konnte man auch leicht mit dem Finger abkratzen), und das Ding wurde beim Laden sehr warm. Und die haben nicht mal einen Marketplace, sondern verkaufen nur selber in ihrem Store.
 
@mh0001: doch, das ist so. Amazon teilt sich das Lager mit Marketplacehändlern. https://www.welt.de/wall-street-journal/article127938988/Warum-Amazon-so-oft-Faelschungen-versendet.html
 
@rallef: Wer sich daran beteiligt, Produktfälschungen in Umlauf zu bringen, kann der Hehelerei bezichtigt und mitbestraft werden.
Eine Verkaufsplattform wie Amazon (genauso wie ebay) hat dafür zu sorgen, dass dort keine Illegale Ware vertrieben wird. Tun sie das nicht, oder nicht ausreichend, sind sie mit dran.
 
@rallef: Der Marketplace wird von Amazon betrieben - und nicht von den Händlern. Also ist Amazon mit haftbar.
 
@rallef: Es geht auch um gestohlene Ware:
"Man sei unter Umständen nicht in der Lage zu verhindern, dass externe Anbieter gefälschte Markenprodukte, gestohlene Waren oder ähnliches auf der Marketplace-Plattform einstellen"
 
@rallef: Amazon verdient aber an der gefälschten Ware mit und stellt die Infrastruktur zur Verfügung, bewirbt die vermeintlich gefälschte Ware (als Original) und bringt den Kunden zum Verkäufer.
 
Vielleicht sollte man auch mal besser beim Kauf kennzeichnen, von welchem Anbieter die Ware kommt.
Bin schon öfter drauf reingefallen, bei einem ausländischen Händler zu landen. Da darf man dann einer Rechnung erstmal hinterherlaufen und wenn es zu einem Garantiefall kommt, sieht es dann ganz düster aus. Warenfälschungen dürften da auch gehäuft vorkommen.
 
@Firefly: Zumindest in der Desktopversion von Amazon ist das doch ausführlich, rechts oben direkt über dem Bestell-Button, gleich unter dem "lieferbar"-Hinweis, dokumentiert?

Und auch unter "Mit ähnlichen Produkten vergleichen" ist der Verkäufer dokumentiert.

Ein Klick auf den Verkäufernamen, und du bekommst mehr zu sehen als du in 10 Minuten lesen kannst, mit AGB und allem. Muss man halt nur lesen.

Ich verstehe nicht, was Dir noch fehlt.
 
@rallef: Oben steht dann groß PRIME, dann weiter unten groß "Auf Lager" und darunter steht dann klein "Lieferung durch". Übersieht man schnell. Wurde auch schon von Verbraucherschützern angemahnt.
 
@Firefly: Wenn Amazon aber liefiert (FBA) dann kann man auch via Amazon Gewährleistung und co. Abwickeln, so meine Erfahrung. Nur ohne den Versand durch Amazon (Verkauf und Versand durch fremden Händler) steht man doof da.
 
@Firefly: Also sorry, wenn du schon öfter drauf reingefallen bist, ist das aber eher deine Schuld. Der Hinweis Verkauf und Versand durch Amazon ist jetzt zwar nicht super groß, aber wenn einem das wichtig ist, sieht man das sofort, und dir sollte dieser Hinweis wichtig sein.

Problem bei Amazon ist eh ein anderes. Und zwar das gemischte Lager. Da werden Waren von Martketplacehändlern zwischen den Waren von Amazon gelagert. Da wird auch nicht unterschieden was genau wem gehört um die Lageroptimierung zu verbessern. Bei Parfum ist das besonders auffällig. Da lassen einige Marketplacehändler Palettenweise Parfum durch Amazon einlagern. Darunter sind viele Fälschungen. Kaufe ich jetzt ein Parfum (Verkauf und Verand durch Amazon) kann es passieren, dass ich eben durch dieses Lagersystem an die Fälschung gerate. Allerdings kann ich das bei Amazon sofort reklamieren und da wird nicht rumdiskutiert. Als Kunde habe ich dann alle üblichen Möglichkeiten
 
@Firefly: Naja, Lesen bildet. Ich achte immer darauf und vermeide marketplace Händler wo nur möglich, da ich denen nicht weiter traue als ich sie werfen kann.

Wenn Marketplace, dann wenigstens deutsche Händler.
 
Kleine Anekdote:
meine Schwester wollte mir eine Freude machen und hat über Marketplace mir einen 2 TB USB 3 Stick gekauft.
Leider hatte dieser Stick einen Haken, ab 55 GB überschrieb er die vorhandenen Daten und er war mit 11 MB/s schreibgeschwindigkeit niemals USB 3.
Meine Schwester sei es verziehen, weil sie kennt sich überhaupt nicht aus, aber was dann kam war Hammer.

Nach dem ich sie aufgeklärt hatte, welch überragende Technik sie mir da überlassen hat, kontaktierte sie den Händler, der natürlich (Sinngemäß) "Tut uns leid, dass sie einen deckenden Stick bekamen, schicken sie ihn uns zurück wir ersetzen ihn oder erstatten das Geld" antwortete.
Nachdem 4 Wochen ins Land gezogen waren, und das Geld immer noch nicht erstattet wurde, der Händler auf keine Mail mehr reagiert, wendete sich meine Schwester an Amazon, die ihr Höflich aber auch nachdrücklich antwortete, (Sinngemäß) "Danke das sie sich an uns Gewand haben, zu unseren Bedauern müssen wir ihnen mitteilen, wir haben nichts mit den Angeboten im Marketplace zu tun, wenden sie sich bitte an den Verkäufer."

Wenigstens hatte die Sache einen Lerneffeckt, meine Schwester fragt mich zukünftig bei solchen Sachen lieber erstmal.
 
@Kribs: Tja, aber es ist ja leider nun einmal so, dass die Ahnung deiner Schwester bei 95% aller Käufer identisch ist. Also jede Menge Leute, die man abzocken kann. Und genau das ist das Traurige an der Sache. Die kommen damit auch noch durch.
 
@Kribs: Kaum zu glauben, dass Amazon diese Antwort gegeben hat. Aber sei es drum. Es gibt die Amazon A-Z Garantie (einfach danach googlen) und die kümmert sich genau um solche Fälle. Geld gibts auf jeden Fall zurück. Nachdem ich die selber schon in Anspruch nehmen musste, meide ich Marketplacehändler.
 
@FatEric: + Danke für den Hinweis, hab ich nicht gewusst, geb das jetzt man so weiter, mal sehen was da kommt.
 
@FatEric: Ergänzung, der Händler behauptet die Rücksendung nicht erhalten zu haben, trotz Absende Belegs muss meine Schwester gegenüber Amazon nachweisen, dass das Päckchen beim Händler angekommen ist, um die A-Z Garantie in Anspruch nehmen zu "dürfen".
Sie sollte eine DHL Sendungsverfolgung beantragen, was sie auch hat, diese Endete "Singapur Changi", darüber hinaus gib es keine Aufzeichnung.

Da stand sie nun "mit kurzen Hemd", hat es für sich unter bezahltes Lehrgeld verbucht, und ihre Zeit sinnvoller ausgefüllt.
 
@Kribs: Vielleicht hätte ja dann auch eine Anzeige bei der Polizei wegen Betruges geholfen.
 
@Alphawin: Uff, das hilft leider niemanden. Hast du sowas schonmal gemacht? Hier ist auch der Streitwert vermutlich gering. So USB Sticks werden ja für um die 20€ verkauft. Das lohnt einfach nicht, deswegen zur Polizei zu gehen. Da musst erstmal warten, dann ewig ne Aussage machen und Hinterher wird das alles eingestellt. Die Nerven kann man sich bei diesem Betrag sparen und als Lebenserfahrung abhaken.
 
@FatEric: Und weil alle so Denken, haben die Betrüger auch leichtes Spiel. Die Anzeige kannst Du schon heute von zuhause aus machen und musst nicht mal zur Aussage zur Wache. Was glaubts Du was passiert, wenn 10.000 Leute eine Anzeige machen ?
Gut wenn Du direkt aus China bestellts, wirrste keinen Erfolg haben, aber ansonsten werden Die sich schon an den Importeur wenden.
Aber wie gesagt, wenn's keiner macht....
 
@Alphawin: Ergänzend zu "FatEric" sollte ich noch hinzufügen, das es, wenn ich mich recht erinnere, aus China kam für ~ 50 Euronen, was eine Anzeige noch illusorischer macht.
 
@Kribs: ich kauf nicht mehr bei Marketplace Händlern und weise auch jeden darauf hin. Der einzige Vorteil bei Amazon ist, dass man sich nicht streiten muss und der existiert bei den Selbstversendern nicht mehr.
 
@Kribs: Habe selbes Problem mit einem defekten Artikel. Amazon verweist mich an den Händler, der stellt sich tot. Ich schreibe wieder Amazon, die verweisen weiterhin an den stummen Händler, Endlosschleife. Bei mir geht es um 250 Euro. Aber die habe ich jetzt abgehakt. Die Kohle sehe ich nie wieder. Dafür sieht Amazon von mir auch keine Kohle mehr. Der Händler selber scheint den Bewertungen nach aber weiterhin aktiv zu sein.
 
"Man sei unter Umständen nicht in der Lage zu verhindern, dass externe Anbieter gefälschte Markenprodukte, gestohlene Waren oder ähnliches auf der Marketplace-Plattform einstellen"

Verhindern kann man sowas nie ganz. Es ist aber durchaus eine Frage des Wollens, wie viel man zu lässt.
So könnte durchaus das, was da ins Lagerhaus einfährt, kontrolliert werden. Genauso könnte man den gemischten Warenbestand auflösen. Kostet alles Geld, macht Amazon teurer, will Amazon nicht.
Man könnte alle seine gewerblichen Händler ausgiebig identifizieren und wenn es häufiger Meldungen wegen Betrug gibt bei der Polizei melden.
Man könnte auf der Website Marketplace-Händler klar von Amazon trennen, damit nicht Leute denken sie kaufen bei Amazon.
Man könnte auch bei Privatverkäufern darauf achten, ob das nicht gewerbliche Maßstäbe annimmt.

Der Versandhandel hat jahrelang aufgrund seiner Kostenvorteile gegenüber dem stationären Handel viel Boden gewonnen. Wird Zeit, dass er Verantwortung übernimmt und die Nachteile bezahlt. Und da gehören ordentliche Löhne für die Versandsoldaten und eben eine solide Vorgehensweise gegen Kriminelle dazu.
 
Vielleicht sollte man mal nicht jeder shenzen-export-corp in Umsatzgeilheit erlauben, auf dem Marketplace zu verkaufen.....
 
tja genau diese ganze China Ramsch und Copy Kacke ist der Grund warum ich das bissel was ich dort noch kaufen ausschließlich über Amazon kaufe. Schade für die guten unter den Marketplace Verkäufer aber mit wurst!

Ich will einen Filter der alles was nicht von Amazon verkauft wird von der Seite verschwinden läßt! (erst recht bei Blitzangeboten muhahahaha)
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Amazons Aktienkurs in Euro

Amazon Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr