Datenpanne bei Unitymedia: Kunden konnten fremde Rechnungen sehen

Der deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat durch Arbeiten an seinem internen Kundensystem ein erhebliches Datenschutzproblem verursacht: Kunden konnten zeitweise auf Rechnungen und damit auf die Daten fremder Nutzer zugreifen. mehr... Internet, Router, Provider, Unitymedia, Anbieter Bildquelle: Unitymedia Internet, Router, Provider, Unitymedia, Anbieter Internet, Router, Provider, Unitymedia, Anbieter Unitymedia

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"ein kleines Problem" - dieses herunterspielen von Datengaus durch Firmen ist einfach nicht mehr erträglich.
Bei solchen Vorfällen muss der Gesetzgeber einfach harte Strafen verhängen.
So hört sich das einfach an wie: "mein Gott - was solls"
 
"Bei solchen Vorfällen muss der Gesetzgeber einfach harte Strafen verhängen."

VW-Abgasskandal verfolgt?
Es gibt nicht einmal Strafen, welche man noch verschärfen könnte.

Aber lass mal das Finanzamt 1 Tag warten. Dann hast du gleich Russisch Inkasso vor der Tür.
 
@Tomelino: Kommt glaub ich immer drauf an. Ich glaube mein Finanzamt würde ganz gerne meine Steuerklärungen abwarten oder aussitzen. Bekomme stets - aus meiner Sicht - ein nettes Sümmchen erstattet (ca. 1200€ Heimwerkerleistungen, Pendler, Arbeitszimmer etc.).

Allgemein steht Datenschutz leider noch nicht so hoch auf der Agenda. Meiner Meinung nach gehören da auch drastische Strafen drauf angewendet, ähnlich wie bei VW in den USA. Bei großen Konzernen ruhig dann auch mal eine Milliarden Euro Strafe.
Software kann man ja sehr gut per Unittests testen. Auch das sowas unter keinem Umständen geschehen kann. Irgendwo wurde da bei Unitymedia geschlampt.
 
@ijones: Du kannst nicht 100% alles testen, das kostet viel zu viel.
 
@DaSoul: Der Kunde bezahlt aber dafür, dass er korrekte Leistungen erhält. Also nicht nur das entsprechende Medienangebot sondern auch der korrekre Umgang mit seinen Daten.
 
@Kiebitz: Ja, klar, dennoch gibt es kein 100% sicheres System.

In dem Beispiel finde ich es nicht schlimm. Mir ist egal ob Person xyz weiß, welchen Unitymedia Produkte ich gebucht habe, oder ob jemand meine Anschrift hat. Die Daten hab ich schon unzählige Male auf so vielen Webshops bei Bestellungen hinterlegt... wen juckt es. Das sind meinem Empfinden nach beides keine sensiblen Daten. (Im Vergleich zu nem Cloud Leak bspw.)
 
@LastFrontier: harte Strafen sorgen natürlich dafür, dass Softwarefehler, Falschhandhabung von Software usw. nicht passieren. Vielmehr sollten wir Menschen uns vielleicht mal hinterfragen. Das Problem wäre kein solch großes, wenn es nicht Drecksäcke unserer Spezies gäbe, die gleich irgendwas mit den Daten anfingen... wobei, bei Internetdienstleistern ist die Datenausbäute wohl eher gering, da es doch eh nur ne handvoll variable Größen gibt weil begrenzte Produkte usw... Einzig die Adresse und Bankverbindung... aber die ist ja quasi eh öffentlich... wenn schon einwohnermeldeämter Adressen verkaufen...
 
@LastFrontier: Tut er, du scheinst nicht im Bilde zu sein.
 
@LastFrontier: Die meisten Menschen kümmern sich einen Dreck um ihre Daten, daher ist das auch kein Problem, wenn sowas passiert.

Hört sich krass an, ist aber Fakt. Leute geben ihre Daten bei Gewinnspielen raus, bezahlen mit EC/Kredit Karten (schonmal gelesen was du da im Laden unterschreibst? Vermutlich nicht...), laden Bilder auf allen möglichen Plattformen samt Metadaten hoch usw...
 
@DaSoul: Ja - die Masse - ich nicht.
 
@LastFrontier: Meine Frage zu EC/Kreditkarten Nutzung hast du ignoriert ;-)
 
@DaSoul: Nein - ich nutze keine EC/Kreditkarten.
 
Selbst so nen Schnitzer bauen, aber mir vorschreiben, wie auf der Connectbox das WLAN Passwort aufgebaut sein muss. Man könnte meinen es sei eine Behörde ;-)
 
man könnte meinen, es handelt sich um 2 getrennte Zuständigkeitsbereiche innerhalb des Unternehmens :-)
 
Es gibt in der IT nunmahl keine fehlerfreie Software. Das eigentliche Problem ist, dass viele Firmen den erforderlichen Testaufwand (Unittest, Systemtest, Integrationstest, Regresionstest) scheuen, weil dieser zum einen Zeit in Anspruch nimmt (Time to market) und i.d.R. 50% der Kosten der eigentlichen Softwareentwicklung beträgt. Da bleibt sowas nicht aus.
 
@heidenf: ...wenn 50% mal reichen. Würde fast behaupten, dass das ein 30/70 Verhältnis ist.
 
@DaSoul: Nach ISTQB beträgt der Testaufwand bei "normal komplexen Systemen" ca. 50%. Bei sehr komplexen Systemen veranschlagt man 70% des Entwicklungsaufwands.
 
...wie kann sowas passieren bitte? Admin fristlos kündigen...
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