Smart Home: Trotz IFA-Hochglanz muss analog wohnen möglich bleiben
Auf der Elektronikmesse IFA versuchen die Hersteller von Haushaltsgeräten sich teilweise regelrecht mit neuen Features zu übertrumpfen. Smart Home gilt als Verkaufsschlager - doch ist das Konzept längst nicht so toll, wie es die Messereklame verspricht.
Seitens der Verbraucherzentralen merkte man nun an, dass es eine ganze Reihe von Problemen gibt, die Seitens der Industrie natürlich niemand gern behandelt - immerhin stehen diese schnellen Verkaufserfolgen im Weg. Angesichts dessen, dass die Vernetzung von Haushaltsgeräten einen immer breiteren Rahmen einnimmt, gilt insbesondere, dass die Verbraucher auch noch eine Chance haben müssen, dem Ganzen zu entkommen.
"Die Möglichkeit analog zu wohnen, muss unbedingt gewahrt bleiben", erklärte Klaus Müller, vom Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Denn auch wenn die neuen Funktionen zuweilen Vorteile bringen können, bergen sie doch auch unnötige Risiken hinsichtlich der Fehleranfälligkeit von Geräten und des Datenschutzes.
"Ab einem bestimmten Grad der Autonomisierung kann nicht mehr mit Sicherheit gesagt werden, ob die relevanten Informationen vom Nutzer des Systems oder von Dritten stammen oder vom Produkt selbst kreiert wurden. Dementsprechend unklar ist, wer bei welchen Problemen haften muss", erklärte man Seitens des VZBV. Und noch größere Unklarheiten gibt es, wenn Schäden entstehen, weil Sicherheitslücken in den Systemen missbraucht wurden.
"Die Möglichkeit analog zu wohnen, muss unbedingt gewahrt bleiben", erklärte Klaus Müller, vom Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Denn auch wenn die neuen Funktionen zuweilen Vorteile bringen können, bergen sie doch auch unnötige Risiken hinsichtlich der Fehleranfälligkeit von Geräten und des Datenschutzes.
Viele unklare Fragen
Ein weiteres Problem besteht darin, dass die verschiedenen Systeme oft noch nicht untereinander kompatibel sind, wenn man nicht alles von einem Hersteller kaufen will. Ungeklärt sind auch noch Fragen der Haftung, wenn durch ein Gerät Schäden angerichtet werden - etwa durch falsche Bedienung. Denn im Gegensatz zu beispielsweise einem Smartphone ist bei einem Haushaltsgerät schnell mal ungeklärt, wer es im fraglichen Moment gerade benutzt hat. Es kann hier sogar sein, dass Anweisungen über das Netz von Außen kommen."Ab einem bestimmten Grad der Autonomisierung kann nicht mehr mit Sicherheit gesagt werden, ob die relevanten Informationen vom Nutzer des Systems oder von Dritten stammen oder vom Produkt selbst kreiert wurden. Dementsprechend unklar ist, wer bei welchen Problemen haften muss", erklärte man Seitens des VZBV. Und noch größere Unklarheiten gibt es, wenn Schäden entstehen, weil Sicherheitslücken in den Systemen missbraucht wurden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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