Casino-Hochburg Macao: Geldabheben nur noch mit Gesichtserkennung

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Wer auf der zu China gehörenden Halbinsel Macao Geld abhebt, muss künftig sein Gesicht dafür hinhalten. Aufgrund von neuen Vorgaben der Regierung werden nun alle in Macao aufgestellten Geldautomaten mit einer Gesichtserkennung ausgerüstet. Dabei geht es aber nicht etwa um den Schutz vor Diebstahl durch Datenklau oder ähnliches. Während hierzulande Banken und ihre Kunden immer wieder mit dem unberechtigten Zugriff auf Konten aufgrund geklauter Kredit- und Kontokartendaten zu kämpfen haben und somit versuchen mit allerhand Sicherheitsmaßnahmen vorzubeugen, sind in der chinesischen Sonderwirtschaftszone Macao die Bankkunden selbst das Problem. Weil es dort zahllose Casinos gibt und für das Gebiet andere Gesetze gelten als im chinesischen Inland, ist Macao nämlich auch eine Hochburg der Geldwäsche.

Wer in China künftig in einem der zahlreichen Casinos spielen will, muss beim Geldabheben am Automaten bald nicht mehr nur seine PIN eingeben. Stattdessen muss man auch noch sechs Sekunden lang in eine Kamera schauen, die zur Gesichtserkennung dient. Damit muss der Kunde seine Identität belegen und die Behörden wollen auf diesem Weg die in Macao stattfindenden Transaktionen besser nachvollziehen können.


Ziel des Ganzen ist, den Abfluss von Kapital aus China zu bekämpfen und möglichen Versuchen der Geldwäsche vorzubeugen. Anfangs werden rund 1200 Geldautomaten der China UnionPay mit der neuen Technologie ausgerüstet, die neben den Kameras natürlich auch neue Software enthält. Es ist das erste Mal, dass in China Geldautomaten mit Gesichtserkennung Einzug halten.

Ab September müssen die Banken und Automatenbetreiber in Macao nun alle Abhebungen von mehr als 1000 Yuan, also umgerechnet knapp 130 Euro, an die Behörden melden. Für die Stadt bedeutet dies einen deutlichen Einschnitt, da sie sich durch die bisher herrschenden Sonderbedingungen nicht nur zur Glücksspielmetropole, sondern auch zu einem wichtigen Finanzmarktplatz entwickelt hatte.

In Macao nutzen gerade die Spieler häufig mehrere Kontokarten, um größere Geldmengen von mehreren Konten gleichzeitig abheben zu können. Außerdem werden die Karten oft an Verwandte oder Bekannte weitergegeben, um sie Geld für Spieleinsätze abheben zu lassen. Künftig wird dies nur noch beschränkt und im Fall der Weitergabe der Karten gar nicht mehr möglich sein. Nach China UnionPay werden auch andere Kreditkartendienstleister wie VISA und MasterCard entsprechende Maßnahmen zu Identifikation der Kunden ergreifen müssen.

Macao ist laut dem US-Wirtschaftsdienst Bloomberg eine der Stellen, an denen das meiste Geld China verlässt. Allein im letzten Jahr wurden Yuan von insgesamt mehr als 816 Milliarden Dollar ins Ausland gebracht. Erst im Mai konnte die Casino-Branche in Macao den höchsten Umsatz in den letzten drei Jahren verbuchen, wurden doch umgerechnet mehr als 2,5 Milliarden Euro umgesetzt. Mit den neuen Identifikationsmaßnahmen will die chinesische Regierung vor allem den Abfluss von Bargeld aus China unterbinden, um so die eigene Währung zu stabilisieren. Windows Xp, Neustart, Geldautomat, Wincor-Nixdorf Windows Xp, Neustart, Geldautomat, Wincor-Nixdorf
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