EU hat massive Bedenken bei der Übernahme von NXP durch Qualcomm
Ende vergangenes Jahr wurde bekannt, dass der US-Hersteller Qualcomm den niederländischen Halbleiter-Produzenten NXP Semiconductors für 47 Milliarden US-Dollar übernehmen will. Nun hat die für Wettbewerbsrecht zuständige EU-Kommission angekündigt, die Übernahme genauer prüfen zu wollen.
Warum das Thema Wettbewerb und Verdrängung in diesem Fall nun auf die Tagesordnung der EU kommt, dürfte klar sein: Qualcomm lässt an seinem Ziel, den derzeit noch führenden Chip-Produzenten Intel von seinem Thron zu stoßen nichts fraglich. Der Aufkauf der NXP Semiconductors gehört da natürlich dazu. Für Qualcomm ist die Übernahme des ehemals zum Elektronikkonzern Philips gehörenden Prozessor-Produzenten dabei ein wichtiger Baustein, denn NXP ist ein wichtiger Partner der Automobil-Industrie.
Die EU-Kommission hat eben aus diesen Gründen jetzt Bedenken zu dem geplanten Deal geäußert. Deshalb schaut sich die Wettbewerbsbehörde in Brüssel nun die Vereinbarungen dazu genauer an, heißt es in einer Ankündigung von EU-Wettbewerbs-Kommissarin Margrethe Vestager. Laut ZDNet stehe die Angst im Raum, dass der Zusammenschluss "zu höheren Preisen und verminderter Auswahl führen könnte, dazu reduziert der Deal die Innovationen in der Halbleiterindustrie".
Besonders der im Aufbau befindliche Markt der "Connected Cars" dürfte laut erster Einschätzung der Kommission empfindlich getroffen werden, wenn nun eine solche massive Marktmacht entstehe. Qualcomm hat für die Übernahme von NXP deutlich mehr angeboten, als das Unternehmen Ende 2016 am Markt wert war, genau um sich diese neue Sparte zu sichern, bevor die Konkurrenz zuschlägt.
Siehe auch: Nächste Mega-Übernahme bei Chipherstellern steht bevor
Aggressive Marktmacht
Die US-Amerikaner Qualcomm hingegen sind eher für die Chips für den mobilen Bereich von Smartphones und Tablets bekannt, die Entwicklungen reichen von Prozessoren über WLAN- und Mobilfunkchips bis zu Ortungssystemen. Dabei stammen viele für die einzelnen Sparten wichtigen Entwicklungen bereits aus Übernahmen. Derzeit steht Qualcomm so bei den Halbleiterherstellern noch hinter Intel, hat aber in den vergangenen Monaten stark zugelegt - auch, weil das Unternehmen bekannt ist für seine aggressive Markt- und rigide Lizenz-Politik.Die EU-Kommission hat eben aus diesen Gründen jetzt Bedenken zu dem geplanten Deal geäußert. Deshalb schaut sich die Wettbewerbsbehörde in Brüssel nun die Vereinbarungen dazu genauer an, heißt es in einer Ankündigung von EU-Wettbewerbs-Kommissarin Margrethe Vestager. Laut ZDNet stehe die Angst im Raum, dass der Zusammenschluss "zu höheren Preisen und verminderter Auswahl führen könnte, dazu reduziert der Deal die Innovationen in der Halbleiterindustrie".
Besonders der im Aufbau befindliche Markt der "Connected Cars" dürfte laut erster Einschätzung der Kommission empfindlich getroffen werden, wenn nun eine solche massive Marktmacht entstehe. Qualcomm hat für die Übernahme von NXP deutlich mehr angeboten, als das Unternehmen Ende 2016 am Markt wert war, genau um sich diese neue Sparte zu sichern, bevor die Konkurrenz zuschlägt.
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