Fehler 53: Verbraucherschutz in Australien klagt jetzt gegen Apple
Apple hatte zum Missfallen vieler Kunden und Service-Anbieter mit iOS 9 eine Änderung eingeführt, die bei Reparaturen mit nicht autorisierten Komponenten zur Sperrung des Geräts führte. Betroffene Geräte zeigten nur noch "Error 53" an und ließen sich nicht mehr benutzen. Jetzt gibt es eine neue Klage gegen diese Bevormundung.
Das Problem mit den gesperrten iPhones an sich ist dabei schon aus der Welt geschafft: Denn nach dem ersten Trubel hatte Apple schließlich Anfang vergangenen Jahres eine iOS-Aktualisierung veröffentlicht, die zuvor gesperrten Geräten wieder Leben einhauchte. Zuvor hatte man aber fast eineinhalb Jahre lang unter der Vorhaltung von Sicherheitsbedenken alle iPhones per Softwareupdate unbrauchbar gemacht, die eine nicht autorisierte Reparatur am Fingerabdrucksensor, der Touch ID, durchgeführt hatten.
Es fehlt an autorisierten Partnern
Nun schaltet sich der Verbraucherschutz in Australien ein, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Der Behörde geht das Eingeständnis von Apple bei weitem nicht weit genug. Man klagt jetzt gegen die Praxis des US-Konzerns, nur autorisierte Reparaturen zuzulassen. In einem Land wie Australien sei das noch nicht einmal in jedem Landstrich ohne weiteres möglich, wenn man eine Reparatur vor Ort durchführen lassen will.Tausch statt Hilfe
Es geht dabei zudem um alle Geräte, die zwischen September 2014 und Februar 2016 betroffen waren und deren Besitzern Apple nicht wirklich half, sondern die iPhones nur gegen einen Servicegebühr von bis zu 300 australischer Dollar gegen ein anderes Gerät austauschte. Das hätte laut der Behörde nie passieren dürfen - unter anderem sieht man die Verbraucherrechte innerhalb der Garantiezeit verletzt.Aufklärung fehlte
Außerdem hätte Apple klar auf die Ursache der Abschaltung hinweisen müssen. Dem Verbraucher wurde das dabei gar nicht unbedingt klar, warum sein iPhone unbrauchbar war und Apple war bei der Aufklärung nicht wirklich hilfsbereit, heißt es unter anderem in der Klage. Eine ähnliche Klage wurde schon vor über einem Jahr angestrengt. Damals wurde eine Sammelklage in den USA gestartet.
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