Urlaubsportal Booking.com wurde in der Türkei der Betrieb untersagt

Die Hotelplattform Booking.com ist auch bei uns sehr populär, deren Nutzer müssen sich vor dem Beginn der Urlaubssaison auf eine signifikante Einschränkung einstellen. Denn in der Türkei ist ihre Nutzung demnächst wohl nicht mehr möglich, ein Gericht in Istanbul hat das Portal aus Wettbewerbsgründen fürs erste im Land verboten.
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Booking.com
Die Türkei gilt als eine der beliebtesten Destinationen im deutschsprachigen, aber auch gesamten europäischen Raum. Seit Ende der vergangenen Woche droht eine signifikante Einschränkung bei der Urlaubsplanung: Denn über Booking.com wird es demnächst vermutlich nicht mehr möglich sein, ein Hotel zu suchen und zu buchen. Derzeit noch funktionieren App und Webseite bei einer Suche in der Türkei aber noch, jedenfalls werden Hotels angezeigt und sind offenbar auch noch buchbar.

Betrieb untersagt

Wie lange noch, ist im Moment aber nicht klar, denn vor kurzem hat ein Istanbuler Gericht dem niederländischen Portal den Betrieb in der Türkei untersagt. Dem war eine Klage der Vereinigung türkischer Reisebüros (Türsab) zuvor gegangen, der Branchenverband hatte gegen Booking.com wegen "unfairen Wettbewerbs" geklagt, wie unter anderem der Nachrichtensender n-tv berichtet.

Booking.com muss zudem für bisherige Aktivitäten bzw. Verstöße eine Geldstrafe in Höhe von 2,5 Millionen Türkischer Lira (rund 636.000 Euro) bezahlen. Laut Angaben von Türsab-Generalsekretär Cetin Gürcün soll das nun ausgesprochene Verbot aber nur für künftige Anfragen gelten, bisher getätigte Buchungen werden nicht betroffen oder eingeschränkt sein.

Der Portalbetreiber will gegen diese Entscheidung berufen und hat daher angekündigt, gegen die einstweilige Verfügung vorzugehen. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass der Spruch des Istanbuler Gerichts politische Hintergründe in den jüngsten Spannungen zwischen den Niederlanden und der Türkei hat, die Klage ist aber älteren Datums. Denn Türsab hat diese bereits 2015 eingereicht, im Mittelpunkt stehen die laut dem Reisebüroverband zu hohen Vermittlungsgebühren von Booking.com.
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