Apple stellt kritischen "911-Bug" mit iOS 10.3 Update ab

Apple hat Anfang dieser Woche das Update auf iOS 10.3 freigegeben. Die Aktualisierung behebt dabei laut Medienberichten auch einen kritischen Fehler, der bereits im vergangenen Oktober als "911-Bug" bekannt geworden war. Eine Schwachstelle erlaubte es dabei, dass Notrufe durch einen Unbefugten ausgelöst wurden, nachdem die iPhone-Besitzer einen manipulierten Link angeklickt hatten. Angreifbar waren so alle iPhone-Modelle, daher gilt der Fehler auch als besonders kritisch. Ein junger Mann hatte in den USA eine Welle von Notruf-Alarmierungen ausgelöst, nachdem er seinen Exploit zum Testen bei Twitter veröffentlicht hatte. Er nutze dafür eine JavaScript-Funktion.

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Über 100.000 ungewollte Anrufe

Bereits Anfang März hatten wir von dem ungewöhnlichen iPhone-Exploit berichtet. Daraus resultierten mehr als 100.000 ungewollte Anrufe an die Notrufzentralen in den USA, die teils zur Überlastung des Systems in einigen Städten geführt hatten.

Lösung war angekündigt

Apple hatte schließlich Anfang dieses Monats angekündigt, eine Lösung für diese "Scherz-Anrufe" zu haben und die Lücke mit einem der nächsten Updates schließen zu wollen. In den Release-Notes zum iOS 10.3-Update, welches an die Nutzer mit herausgegeben wird, war dann aber zu diesem Fehler direkt nichts mehr zu lesen. Das renommierte Wall Street Journal hatte daher noch einmal bei dem Konzern nachgefragt und eine positive Rückmeldung zu dem Bug erhalten.

Offizielle Stellungnahme

Demnach erklärte ein Apple-Sprecher: "Der Code löste nur 911-Anrufe von iPhones aus und nutzte eine Funktion in der Software des Smartphones, die es Benutzern ermöglicht, auf eine Telefonnummer zu klicken und sofort einen Anruf zu initiieren." Apple sagt nun, dass das Update diese Fähigkeit ersetzt hat und nun verlangt, dass Benutzer immer eine zweite Bestätigung drücken, bevor sie einen Anruf auslösen. Ob das nun im Falle von dringend abzusetzenden Notrufen tatsächlich eine bessere Option ist, ist natürlich diskussionswürdig.


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