Steams Rechtsstreit in Australien endet mit drei Mio. Dollar Strafe
Das Urteil im Rechtstreit zwischen der bekannten Spieleplattform Steam und der australischen Verbraucherschutzbehörde um fehlende Rückgaberegelungen nach australischem Recht ist jetzt da: Demnach muss Steam-Betreiber Valve rund drei Millionen australische Dollar Strafe bezahlen.
Umgerechnet sind das rund zwei Millionen Euro Strafe und somit gut einen Euro für jeden Kunden, den die Spielplattform nach eigene Angaben derzeit in Australien hat. Das Urteil ist laut dem Sydney Morning Herald bereits am 23. Dezember veröffentlicht worden. Zuvor hatte sich Steam mit den Verbraucherschützern über Monate hinweg gestritten, ob man der Spieleplattform mit ihrem Hauptsitz in den USA überhaupt ein Rückgaberecht nach australischen Gesetzen auferlegen könne. Steam wollte das vermeiden und fühlte sich über ihre eigenen Rechtsberater auf der sicheren Seite.
Siehe auch: Keine Game-Rückgabe bei Steam: Es wird teuer für Valve in Australien
Bei Steam gab es aber bis Mitte 2014, als sich die Verbraucherschützer einschalteten, überhaupt keine Rückgabeoption. Man müsse aber einfach mal davon ausgehen, dass bei über zwei Millionen Kunden es täglich Probleme mit Spielen gegeben haben muss, bei denen Kunden die Rückgabemöglichkeit hätte als Lösung angeboten werden müssen, so die Verbraucherschützer. Erschwerend kam dann noch hinzu, so der Herald, dass Valve weder Kooperation zeigte noch ein wenig Einsicht vor Gericht zeigte. Das Unternehmen hatte unter anderem angeboten, 250.000 Dollar zu zahlen, wenn dafür die Klage zurückgezogen werde. So soll die Entscheidung zu einem hohen Strafmaß dem Gericht "leicht gefallen" sein. Von Valve gibt es aktuell noch keine Stellungnahme zu dem Urteil.
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Keine Rückgabemöglichkeit
Das Gericht sah das aber anders und gab dem Verbrauchschutz im vollen Umfang Recht. Valve hätte für ihr Online-Angebot - egal von wo aus die Plattform dann betrieben wird - für australische Kunden eine Rückgabemöglichkeit bieten müssen, die den untersten Standards der australischen Verbraucherschutz-Richtlinien Genüge trägt.Siehe auch: Keine Game-Rückgabe bei Steam: Es wird teuer für Valve in Australien
Bei Steam gab es aber bis Mitte 2014, als sich die Verbraucherschützer einschalteten, überhaupt keine Rückgabeoption. Man müsse aber einfach mal davon ausgehen, dass bei über zwei Millionen Kunden es täglich Probleme mit Spielen gegeben haben muss, bei denen Kunden die Rückgabemöglichkeit hätte als Lösung angeboten werden müssen, so die Verbraucherschützer. Erschwerend kam dann noch hinzu, so der Herald, dass Valve weder Kooperation zeigte noch ein wenig Einsicht vor Gericht zeigte. Das Unternehmen hatte unter anderem angeboten, 250.000 Dollar zu zahlen, wenn dafür die Klage zurückgezogen werde. So soll die Entscheidung zu einem hohen Strafmaß dem Gericht "leicht gefallen" sein. Von Valve gibt es aktuell noch keine Stellungnahme zu dem Urteil.
Erinnerung an Rechtstreit in Deutschland
Auch in Deutschland hatte Valve bereits Bekanntschaft mit dem Verbraucherschutz vor einem Gericht machen müssen. Hierzulande hatten die Verbraucherschützer für den Weiterverkauf von digitalen Gütern bei Steam plädiert, die Gerichte hatten die Möglichkeit jedoch verneint.Download Steam - Spiele- und Software-Downloads
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