Datenleck-Ente bei xHamster oder ein Fake Hack, der für Panik sorgt
Berichte über einen Hack der Porno-Webseite xHamster lassen derzeit angemeldete Nutzer leicht ins Schwitzen geraten - wer will schon als Sexfilmchen-Gucker geoutet werden. Medien berichten, dass über die einschlägig bekannte Seite LeakBase derzeit fast 400.000 Nutzer-Datensätze zum Verkauf angeboten werden. Doch an der Geschichte scheint gar nichts dran zu sein.
Die Geschichte scheint sich nach und nach aufzulösen. Dennoch greifen aktuell viele deutsche Medien den angeblichen Hack auf und warnen ihre Leser vor dem Einbruch in die xHamster-Datenbank. Wie zunächst das renommierte Online-Magazin Motherboard berichtete, soll es einen Datendiebstahl bei xHamster gegeben haben. Die unbekannten Hacker hätten sich rund 380.000 Datensätze von Nutzern der Erwachsenen-Unterhaltung angeeignet und möchten diese nun versilbern. Bei LeakBase soll ein entsprechendes Angebot aufgetaucht sein, das die xHamster-Accounts inklusive Nutzernamen, E-Mail-Adressen und Passwörter zum Kauf anpreist.
Der Bericht bei Motherboard wurde dann noch ausgeschmückt mit ersten Hinweisen zu den Personen, die von dem Hack betroffen sein sollen: Dazu gehörten demnach Armeeangehörige und Regierungsbeamte.
Siehe auch: Porno macht Politik: XHamster protestiert gegen LGBT-Diskriminierung
Echtheit der Daten unbestätigt
Die Passwörter seien verschlüsselt, aber für kundige Hacker nicht unantastbar, hieß es weiter. Dennoch empfiehlt man allen angemeldeten Nutzern, besser ihr Passwort zu ändern. Dass die angebotenen Daten echt sind, konnte Motherboard im Übrigen nicht bestätigen.Der Bericht bei Motherboard wurde dann noch ausgeschmückt mit ersten Hinweisen zu den Personen, die von dem Hack betroffen sein sollen: Dazu gehörten demnach Armeeangehörige und Regierungsbeamte.
Die Wahrheit?
Kurz nach der Veröffentlichung des "Hackerberichts" hat dann xHamster-Sprecher Alex Hawkins den Kontakt mit Motherboard gesucht. Laut Hawkins sei die ganze Geschichte ein Fhack - ein Fake Hack, der von seinem Unternehmen nicht bestätigt werden könne. Man habe bei xHamster weder Hinweise auf eine kompromittierte Datenbank, noch andere Erkenntnisse, die auf einen Datendiebstahl hinweisen. Die angebotenen Daten bei LeakBase könne man zudem nicht den xHamster-Nutzern zuordnen, schreibt Hawkins. Die Daten der Nutzer seien sicher bei xHamster, die Passwörter verschlüsselt und daher die Accounts unangreifbar.Siehe auch: Porno macht Politik: XHamster protestiert gegen LGBT-Diskriminierung
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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