Ist Nintendo noch Nintendo? Debatte rund um Super Mario für Phones
Der gestrige Tag hatte es in sich, vor allem brachte er einige kontroverse Entscheidungen mit sich, allen voran das Aus für den Klinkenanschluss beim iPhone 7, auch das Fehlen von Ultra-HD-Blu-ray-Unterstützung bei der PlayStation 4 hat viele Diskussionen ausgelöst. Das ist aber nicht alles: Auch Nintendos "Super Mario Run" schmeckt nicht jedem.
Nintendo weigerte sich viele Jahre lang, Smartphone-Spiele auch nur in Erwägung zu ziehen: 2011 sagte der vor gut einem Jahr verstorbene und sicherlich auch legendäre langjährige Präsident des Unternehmens, Satoru Iwata, dass Big N auf einem kleinen Bildschirm für ihn nicht in Frage kommt: "Würden wir das tun, dann würde Nintendo aufhören, Nintendo zu sein."
Iwata meinte damals (auf der Game Developers Conference), dass Nintendo ein Unternehmen sei, das Plattformen herstellt, "die den hohen Wert von hochqualitativer Videospiel-Software demonstrieren soll". Diese Qualität sei aber auf Smartphones nicht gewährleistet, so Iwata damals.
Das war natürlich gut fünf Jahre her, seither hat sich das Unternehmen auch in Richtung Smartphone-Gaming geöffnet, kurz vor seinem Tod verwies Iwata in einem Interview auch auf Nintendos Tradition der Innovation. Betont wurde aber damals, dass man auch auf Mobilgeräten die Nintendo-Qualität sowie eben Innovation gewährleisten will.
Doch der Punkt der Innovation ist bei einigen umstritten: Beispielweise schreibt Engadget, dass man Super Mario Run zwar zugegebenerweise noch nicht selbst gespielt hat und es auch unterhaltsam aussieht, aber eben alles andere als innovativ wirkt. Denn ein "Endlos"-Laufspiel ist vieles, aber definitiv nichts Neues, es geben "hunderte Spiele dieser Art", so Engadget. Nintendo wird sich deshalb nicht wundern dürfen, wenn man mit Super Mario Run den Ruf eines "Wir auch"-Anbieters bekommen wird.
Iwata: Nur kurzfristig sinnvoll
Im Blickpunkt stand dabei auch stets die zweifellos bekannteste Figur des Unternehmens und möglicherweise auch der gesamten Videospielgeschichte: Super Mario. Damals meinte Iwata, dass man mit einem Smartphone-Mario zwar kurzfristig ordentliche Profite einfahren könnte, aber letztlich der Marke schaden würde, da man sie entwertet.Iwata meinte damals (auf der Game Developers Conference), dass Nintendo ein Unternehmen sei, das Plattformen herstellt, "die den hohen Wert von hochqualitativer Videospiel-Software demonstrieren soll". Diese Qualität sei aber auf Smartphones nicht gewährleistet, so Iwata damals.
Das war natürlich gut fünf Jahre her, seither hat sich das Unternehmen auch in Richtung Smartphone-Gaming geöffnet, kurz vor seinem Tod verwies Iwata in einem Interview auch auf Nintendos Tradition der Innovation. Betont wurde aber damals, dass man auch auf Mobilgeräten die Nintendo-Qualität sowie eben Innovation gewährleisten will.
Doch der Punkt der Innovation ist bei einigen umstritten: Beispielweise schreibt Engadget, dass man Super Mario Run zwar zugegebenerweise noch nicht selbst gespielt hat und es auch unterhaltsam aussieht, aber eben alles andere als innovativ wirkt. Denn ein "Endlos"-Laufspiel ist vieles, aber definitiv nichts Neues, es geben "hunderte Spiele dieser Art", so Engadget. Nintendo wird sich deshalb nicht wundern dürfen, wenn man mit Super Mario Run den Ruf eines "Wir auch"-Anbieters bekommen wird.
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