Andy Grove: Erster Angestellter und langjähriger Chef Intels ist tot
Es waren keineswegs nur schillernde Persönlichkeiten, die das Silicon Valley zu dem machten, was es heute ist. Ohne die großen Taten jener, die eher unscheinbar blieben, wäre es ebenso nicht gegangen. Einer von diesen war Andy Grove, der gestern im Alter von 79 Jahren starb.
Andy Grove
Als einige ehemalige Angestellte von Fairchild Semiconductor im Jahr 1968 ihre eigene Firma Moore-Noyce Electronics gründeten, um Arbeitsspeicher-Chips zu entwickeln, war Grove ihr erster Angestellter. Dieser blieb dem Unternehmen, das heute unter dem Namen Intel weltbekannt ist, über die Jahrzehnte treu und legte in ihm quasi eine Bilderbuch-Karriere hin.
Seine erste Aufgabe bestand in der Leitung der Chipentwicklung. Gute zehn Jahre später übernahm Grove den Posten des Intel-President und führte ab 1987 als CEO auch das Tagesgeschäft des Unternehmens. Diese Funktion übte er bis 1998 aus und zog sich dann ein Stück weit zurück - auch aus gesundheitlichen Gründen. Bis 2004 leitete er aber immer noch den Verwaltungsrat des Konzerns. Grove war also zu jeder Zeit entscheidend daran beteiligt, als Intel von einer kleinen Firma im Silicon Valley - das sich damals gerade erst vom Obstanbau-Gebiet zum Zentrum der neuen Zukunftsbranche entwickelte - zum weltgrößten Halbleiterkonzern wurde.
Während Grove in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle spielte, war er doch in der Tech-Szene des Silicon Valley stets eine verlässliche Größe und ein wichtiger Berater für diverse Stars der Branche. Entsprechend umfangreich fallen die Würdigungen aus allen möglichen Unternehmen nun aus. Denn sein Einfluss blieb keineswegs nur auf Intel begrenzt, sondern prägte auch das Management vieler anderer Firmen der IT-Branche.
Andy Grove
Als einige ehemalige Angestellte von Fairchild Semiconductor im Jahr 1968 ihre eigene Firma Moore-Noyce Electronics gründeten, um Arbeitsspeicher-Chips zu entwickeln, war Grove ihr erster Angestellter. Dieser blieb dem Unternehmen, das heute unter dem Namen Intel weltbekannt ist, über die Jahrzehnte treu und legte in ihm quasi eine Bilderbuch-Karriere hin.
Seine erste Aufgabe bestand in der Leitung der Chipentwicklung. Gute zehn Jahre später übernahm Grove den Posten des Intel-President und führte ab 1987 als CEO auch das Tagesgeschäft des Unternehmens. Diese Funktion übte er bis 1998 aus und zog sich dann ein Stück weit zurück - auch aus gesundheitlichen Gründen. Bis 2004 leitete er aber immer noch den Verwaltungsrat des Konzerns. Grove war also zu jeder Zeit entscheidend daran beteiligt, als Intel von einer kleinen Firma im Silicon Valley - das sich damals gerade erst vom Obstanbau-Gebiet zum Zentrum der neuen Zukunftsbranche entwickelte - zum weltgrößten Halbleiterkonzern wurde.
Geprägt vom Schicksal Ungarns
Dass er dies überhaupt konnte, war durchaus einigem Glück zu verdanken. Geboren wurde er als András Gróf im Ungarn des Jahres 1936 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Als in den 1940er Jahren auch eine halbe Million ungarischer Juden in den Konzentrationslagern verschwanden, gelang es Freunden der Familie ihn und seine Mutter unter falscher Identität zu verstecken. Die Hoffnung der Zeit nach der Nazi-Besatzung hielt allerdings nicht dauerhaft an. Als im Jahr 1956 der ungarische Aufstand niedergeschlagen wurde, wandte er sich von seinem Heimatland ab und ging über Österreich in die USA, wo er 1963 einen Abschluss an der University of California at Berkeley machte.Während Grove in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle spielte, war er doch in der Tech-Szene des Silicon Valley stets eine verlässliche Größe und ein wichtiger Berater für diverse Stars der Branche. Entsprechend umfangreich fallen die Würdigungen aus allen möglichen Unternehmen nun aus. Denn sein Einfluss blieb keineswegs nur auf Intel begrenzt, sondern prägte auch das Management vieler anderer Firmen der IT-Branche.
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