Glasfaser-Ausbau: Plötzlich gibt es einen Masterplan mit 10 Mrd. €
Seit Jahren wird von verschiedenen Seiten gefordert, dass in Deutschland endlich Anstrengungen zum Aufbau einer zukunftsfähigen Daten-Infrastruktur unternommen werden. Das scheint nun - da der Druck auch aus der Wirtschaft immer größer wird - auch bei der Bundesregierung anzukommen.
Die Verantwortlichen in Deutschland erklären zwar immer wieder wortreich, dass die Zukunft des Landes in seiner Innovationskraft und der Digitalisierung liege - doch in der Praxis sieht es eher düster aus. Man muss schon lange suchen, um hierzulande ein Internet-Unternehmen zu finden, das sich auf dem Weltmarkt einigermaßen behaupten kann. Das dürfte nicht zuletzt auch daran liegen, dass man selbst im Zentrum der Bundeshauptstadt Probleme hat, einen Anschluss ans Netz zu bekommen, wie er anderswo längst Standard ist.
Seitens der Politik vertraute man lange schlicht darauf, dass die Deutsche Telekom schon wissen wird, was zu tun ist - und das bedeutete in erster Linie: Ein ordentliches Glasfasernetz ist viel zu teuer und wird nicht gebraucht. Statt dessen wird das einst vom Steuerzahler finanzierte Kupfer-Festnetz gemolken, so lange es geht.
Doch nun will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) heute auf der offiziellen Eröffnung der IT-Branchenmesse CeBIT in Hannover plötzlich einen Masterplan für einen massiven Glasfaser-Ausbau vorlegen. Das Papier trägt den Titel "Digitale Strategie 2025" und soll das nächste große Reformprojekt des Landes werden, berichtete die Süddeutsche Zeitung.
Damit dies klappt, kann man sich nicht auf die Privatwirtschaft verlassen - auf diese kann man höchstens in den Ballungszentren zählen, wenn es um einen ordentlichen Infrastruktur-Ausbau geht. Gabriel will daher einen Topf hinstellen, in dem 10 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Aus diesem soll der Glasfaser-Ausbau bis in den ländlichen Raum vorangetrieben werden. Das Geld soll zumindest zum Teil aus der nächsten Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen kommen. 2020 laufen hier die Lizenzen aus den ersten großen UMTS-Auktionen aus. Glasfaser: Deutschland kämpft sich in die Gruppe der Letzten vor http://winfuture.de/news,91117.html
Seitens der Politik vertraute man lange schlicht darauf, dass die Deutsche Telekom schon wissen wird, was zu tun ist - und das bedeutete in erster Linie: Ein ordentliches Glasfasernetz ist viel zu teuer und wird nicht gebraucht. Statt dessen wird das einst vom Steuerzahler finanzierte Kupfer-Festnetz gemolken, so lange es geht.
Doch nun will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) heute auf der offiziellen Eröffnung der IT-Branchenmesse CeBIT in Hannover plötzlich einen Masterplan für einen massiven Glasfaser-Ausbau vorlegen. Das Papier trägt den Titel "Digitale Strategie 2025" und soll das nächste große Reformprojekt des Landes werden, berichtete die Süddeutsche Zeitung.
50 Megabit reichen plötzlich nicht mehr
In den bisherigen Verlautbarungen der Bundesregierung ging es im Grunde immer nur um das Ziel, flächendeckend 50-Megabit-Anschlüsse verfügbar zu machen - und das auch nur im Downstream wohlgemerkt. Das reiche aber nicht mehr, erklärte nun Gabriels Staatssekretär Matthias Machnig. "Bis zum Jahr 2025 muss ein Gigabit-Glasfasernetz stehen", fasste er einen der Schwerpunkte des Vorhabens zusammen.Damit dies klappt, kann man sich nicht auf die Privatwirtschaft verlassen - auf diese kann man höchstens in den Ballungszentren zählen, wenn es um einen ordentlichen Infrastruktur-Ausbau geht. Gabriel will daher einen Topf hinstellen, in dem 10 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Aus diesem soll der Glasfaser-Ausbau bis in den ländlichen Raum vorangetrieben werden. Das Geld soll zumindest zum Teil aus der nächsten Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen kommen. 2020 laufen hier die Lizenzen aus den ersten großen UMTS-Auktionen aus. Glasfaser: Deutschland kämpft sich in die Gruppe der Letzten vor http://winfuture.de/news,91117.html
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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