Toshiba stellt überraschend Arbeiten an Augmented-Reality-Brille ein
Kurz vor dem eigentlichen Verkaufsstart am 29. Februar hat der angeschlagene japanische Elektronikkonzern Toshiba seine Augmented-Reality-Brille Wearvue komplett beerdigt - sie wird nicht wie geplant auf den Markt kommen. Der Hintergrund zu der kurzfristigen Absage ist die Umstrukturierung des Konzerns.
Auch wenn Toshiba eine offizielle Erklärung zu der kurzfristig anberaumten Absage herausgegeben hat, darf man aber spekulieren, was eigentlich genau dahinter steckt. Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus den Milliardenverlusten nach dem Bilanzierungs-Skandal 2015 und dem falsch eingeschätzten Potential einer AR-Brille für den Business-Bereich, der zu der plötzlichen Einstellung der Arbeit an dem Projekt geführt hat.
Die offizielle Mitteilung kam erst eine Woche vor dem geplanten Verkaufsstart. So knapp einen Produktlaunch zu verschieben mutet schon sehr befremdlich an, denn man darf eigentlich davon ausgehen, dass sieben Tage vor dem Releasetermin die vorbestellten Geräte bereits gefertigt sein müssten.
Der Konzern hatte im vergangenen Jahr großangelegte Umbaumaßnahmen im Unternehmen angekündigt und einige Geschäftsbereiche komplett gestrichen. Dazu gehört unter anderem das Privatkundengeschäft mit PC in Europa. Rund 10.000 Mitarbeiter wurden im Zuge der Krise bei Toshiba weltweit bereits entlassen.
Siehe auch: Toshiba will sparen: Keine PCs für Privatkunden mehr in Europa
Das Aus für die Augmented-Reality-Brille Wearvue TG-01 wurde laut der offiziellen Konzern-Mitteilung "im Rahmen der unternehmensweiten Politik zur Überprüfung des Geschäftsportfolios und der operativen Struktur, und als 'Teil der Toshiba Wiederaufbau Initiative' gemacht. Das Unternehmen bedauert die Unannehmlichkeiten, die diese Entscheidung bei den Kunden, die eine Online-Reservierung gemacht hatten, und bei denjenigen, die Interesse an der Wearvue angekündigt hatten, haben wird."
Mehr dazu: Toshiba am Abgrund: Man versucht nur zu retten, was zu retten ist
Die offizielle Mitteilung kam erst eine Woche vor dem geplanten Verkaufsstart. So knapp einen Produktlaunch zu verschieben mutet schon sehr befremdlich an, denn man darf eigentlich davon ausgehen, dass sieben Tage vor dem Releasetermin die vorbestellten Geräte bereits gefertigt sein müssten.
Noch ein Projekt, das sterben muss
Toshiba hatte die Wearvue TG-1 im Rahmen der Wearable EXPO 2016 erst Mitte Januar in Tokio vorgestellt. Zeitgleich wurde damals die Vorbestellung eröffnet und die Verfügbarkeit der AR-Brille für den 29. Februar angekündigt. Nun scheint es, dass man die Vorstellung des neuen Wearables nur als eine Art Testballon verstanden hat, um abzuschätzen, welche Geschäftsbereiche sich für Toshiba in Zukunft noch wirklich lohnen.Der Konzern hatte im vergangenen Jahr großangelegte Umbaumaßnahmen im Unternehmen angekündigt und einige Geschäftsbereiche komplett gestrichen. Dazu gehört unter anderem das Privatkundengeschäft mit PC in Europa. Rund 10.000 Mitarbeiter wurden im Zuge der Krise bei Toshiba weltweit bereits entlassen.
Siehe auch: Toshiba will sparen: Keine PCs für Privatkunden mehr in Europa
Das Aus für die Augmented-Reality-Brille Wearvue TG-01 wurde laut der offiziellen Konzern-Mitteilung "im Rahmen der unternehmensweiten Politik zur Überprüfung des Geschäftsportfolios und der operativen Struktur, und als 'Teil der Toshiba Wiederaufbau Initiative' gemacht. Das Unternehmen bedauert die Unannehmlichkeiten, die diese Entscheidung bei den Kunden, die eine Online-Reservierung gemacht hatten, und bei denjenigen, die Interesse an der Wearvue angekündigt hatten, haben wird."
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