Android N mit OpenJDK: Google wechselt von Java-APIs zu Open Source
Android ist das populärste mobile Betriebssystem des Planeten, da gibt es keinerlei Diskussionen. Debatten gibt es aber seit langer Zeit um die Code- bzw. API-Basis des OS: Denn man hat sich schon des Öfteren mit Java-Besitzer Oracle in Gerichtssälen getroffen, das von Larry Ellison gegründete Unternehmen fordert ein ordentliches Stück vom Google-Kuchen.
Muss Google Lizenzgebühren für die Verwendung von Codeteilen aus Java zahlen oder nicht? Mit dieser Frage beschäftigte sich im vergangenen Sommer sogar das US-amerikanische Höchstgericht, das sich aber gegen das kalifornische Suchmaschinenunternehmen aussprach und eine entsprechende Berufung ablehnte. Die Angelegenheit ist aber noch lange nicht erledigt, da der Rechtsstreit mehrere Ebenen hat.
Google sagte, dass man alle Libraries in Richtung OpenJDK übersiedeln werde und bereits lange mit der OpenJDK-Community zusammenarbeite und ihr beisteuere. Der Android-Anbieter erhofft sich dadurch aber nicht nur juristische Klarheit, sondern auch Vorteile für die Entwickler, da sich durch den Einsatz von OpenJDK die Code-Basis für deren Apps vereinfacht bzw. diese gestrafft wird.
OpenJDK
Google hat aber offenbar einen Plan B, nämlich eine Abkehr von den strittigen Java-Teilen. Laut VentureBeat hat Google nämlich bestätigt, dass man mit der nächsten Android-Hauptversion mit dem Buchstaben N von Oracles Java auf die Open-Source-Variante OpenJDK umsteigen wird.Google sagte, dass man alle Libraries in Richtung OpenJDK übersiedeln werde und bereits lange mit der OpenJDK-Community zusammenarbeite und ihr beisteuere. Der Android-Anbieter erhofft sich dadurch aber nicht nur juristische Klarheit, sondern auch Vorteile für die Entwickler, da sich durch den Einsatz von OpenJDK die Code-Basis für deren Apps vereinfacht bzw. diese gestrafft wird.
Einigung oder Plan B?
Die Angelegenheit ist sicherlich auch eine juristische und obwohl auch OpenJDK von Oracle "angeboten" wird, hat Google hier Rückendeckung durch die dazugehörige GNU General Public License (GPL). Eine offene Frage ist hierbei, die sich auch viele Nutzer auf Hacker News stellen, ob damit eine außergerichtliche Einigung zwischen Oracle und Google einhergeht oder ob sich Google damit für eine künftige Niederlage rüstet.
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