ELStAM-Software Update Debakel:
tausende Lohnabrechnungen fehlerhaft
Von einem besonders perfiden Software-Problem berichtet die Süddeutsche Zeitung. Demnach hat das Finanzministeriums auf Anfrage der Linken jetzt zugegeben, dass aufgrund eines Fehlers in ELStAM über 82.000 Datensätze nicht korrekt übermittelt worden sind - die Folge waren ungerechtfertigte hohe Steuerabzüge.
"Teures Update für die Steuerzahler" betitelt die Süddeutsche heute einen Bericht über ein verhunztes Release der Finanzverwaltung. Es geht dabei um die Software, die die monatlichen Abzüge in den Lohnabrechnungen verwaltet und damit um Diskrepanzen zwischen dem eigentlich richtigen Nettolohn und einer falsch berechneten Auszahlung bei etlichen Steuerzahlern im ganzen Bundesgebiet.
Besonders ungünstig wirkte sich für die einzelnen Arbeitnehmer und Steuerzahler aus, die durch den Fehler statt in der Steuerklasse 3 nun in Klasse 1 veranlagt wurden. Auch bei weiteren steuerrelevanten Daten wie der Kinderanzahl gab es Fehler. Zudem hatte das Update laut dem Bericht noch eine rückwirkende Berechnung eingefügt. Damit hieß es in der Abrechnung für Juli dann für einige Arbeitnehmer sogar Steuern zahlen statt Gehalt bekommen - die Differenzen rückwirkend vom 1. Januar an waren so hoch, dass sie die eigentliche Lohnzahlung überstiegen.
Das nächste Update für die Software kommt übrigens noch in diesem Monat - dann könnte die Elstam-Version 1.15.0.0 für neuen Ärger sorgen…
82.339 Datensätze fehlerhaft
So soll es Ende Juni zu Problemen gekommen sein, als man für das ELStAM (Elektronische Lohnsteuer Abzugsmerkmale) eine neue Softwareversion 1.13.0.0 aufspielen wollte. Irgendetwas muss dabei schief gelaufen sein, denn die Software stufte anschließend eine lange Liste an Arbeitnehmer in die falsche Steuerklasse ein. 82.339 Datensätze sind nicht richtig übertragen beziehungsweise verarbeitet worden, heißt es in der Antwort des Finanzministeriums. 28.287 falsche Steuerberechnungen sind dadurch an Unternehmen herausgegangen und zunächst in der Lohnabrechnung einbezogen worden.Besonders ungünstig wirkte sich für die einzelnen Arbeitnehmer und Steuerzahler aus, die durch den Fehler statt in der Steuerklasse 3 nun in Klasse 1 veranlagt wurden. Auch bei weiteren steuerrelevanten Daten wie der Kinderanzahl gab es Fehler. Zudem hatte das Update laut dem Bericht noch eine rückwirkende Berechnung eingefügt. Damit hieß es in der Abrechnung für Juli dann für einige Arbeitnehmer sogar Steuern zahlen statt Gehalt bekommen - die Differenzen rückwirkend vom 1. Januar an waren so hoch, dass sie die eigentliche Lohnzahlung überstiegen.
Warten auf die Steuererklärung
Der Fehler wurde erst fünf Tage nach dem Update entdeckt. Die ersten Versuche, das fehlerhafte Update zu bereinigen sollen gescheitert sein und zu weiteren Fehlern geführt haben. Einige Arbeitgeber müssen nun bis zur Bereinigung der Fehlberechnung auf ihre Steuererklärung 2016 warten.Das nächste Update für die Software kommt übrigens noch in diesem Monat - dann könnte die Elstam-Version 1.15.0.0 für neuen Ärger sorgen…
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