"Kinderarbeit": Autor des Steve Jobs-Films schimpft über Tim Cook
Aaron Sorkin, der für das Drehbuch von The Social Network einen Oscar erhalten hat, ist einer der renommiertesten Script-Autoren Hollywoods. Er ist auch für die Umsetzung von "Steve Jobs" verantwortlich und hat nun einigermaßen heftig in Richtung des aktuellen Apple-Chefs Tim Cook gewettert. Dieser hatte nämlich zuvor Filme über seinen Vorgänger als "opportunistisch" bezeichnet.
Sorkins "Steve Jobs"-Film basiert auf der bekannten und auch autorisierten Biografie von Walter Isaacson, in der Hauptrolle als der Apple-Co-Gründer ist Michael Fassbender zu sehen. Der Film kommt zwar erst in die Kinos, die ersten Kritiken nach der Premiere auf einem Filmfestival waren verhalten, Lob gab es in erster Linie für den Hauptdarsteller.
Apple-Chef Tim Cook hatte sich vor einiger Zeit wenig freundlich über Verfilmungen des Lebens seines Vorgängers geäußert und diese als "opportunistisch" bezeichnet. Damit hat Cook angedeutet, dass es den Machern vor allem ums Geld geht.
Das nahm Sorkin dem Apple-CEO aber ziemlich übel: Gegenüber dem Branchenfachblatt The Hollywood Reporter (THR) sagte er, dass "niemand diesen Film gemacht hat, um reich zu werden". Zudem richtete er Cook aus, dass sich dieser den Streifen ansehen sollte, bevor er sich dazu eine Meinung bildet.
Diese Anspielung oder besser gesagt diesen Angriff auf die immer wieder kritisierten Zustände bei Apple-Zulieferern bereute Sorkin aber später und entschuldigte sich in E! Online: "Ich denke, sowohl Tim Cook als auch ich sind zu weit gegangen und deshalb möchte ich mich entschuldigen. Ich hoffe, er genießt den Film genauso sehr wie ich seine Produkte genieße."
Siehe auch: 'Steve Jobs'-Kritiken: Schauspielerisch brillante Apple-'Masturbation'
Apple-Chef Tim Cook hatte sich vor einiger Zeit wenig freundlich über Verfilmungen des Lebens seines Vorgängers geäußert und diese als "opportunistisch" bezeichnet. Damit hat Cook angedeutet, dass es den Machern vor allem ums Geld geht.
Das nahm Sorkin dem Apple-CEO aber ziemlich übel: Gegenüber dem Branchenfachblatt The Hollywood Reporter (THR) sagte er, dass "niemand diesen Film gemacht hat, um reich zu werden". Zudem richtete er Cook aus, dass sich dieser den Streifen ansehen sollte, bevor er sich dazu eine Meinung bildet.
"Kinder, die Phones zusammenbauen"
Die dritte Aussage ist laut THR die schärfste und damit hat die Zeitung sicherlich Recht: "Drittens: Wenn du in China eine Fabrik voller Kinder hast, die für 17 Cent die Stunde Phones zusammenbauen, dann muss man gute Nerven haben, jemanden als opportunistisch zu bezeichnen."Diese Anspielung oder besser gesagt diesen Angriff auf die immer wieder kritisierten Zustände bei Apple-Zulieferern bereute Sorkin aber später und entschuldigte sich in E! Online: "Ich denke, sowohl Tim Cook als auch ich sind zu weit gegangen und deshalb möchte ich mich entschuldigen. Ich hoffe, er genießt den Film genauso sehr wie ich seine Produkte genieße."
Siehe auch: 'Steve Jobs'-Kritiken: Schauspielerisch brillante Apple-'Masturbation'
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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