400 Mbit/s: Tele Columbus bringt Kabelanbindung mit Mini-Upstream
Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus treibt das Rennen um die schnellsten Downstreams weiter voran. Die ersten Kunden des Unternehmens können jetzt Anbindungen buchen, bei denen Downloads mit Bandbreiten von bis zu 400 Megabit pro Sekunde erreicht werden.
Der Provider verdoppelt damit die Downstream-Bandbreite, die in seinem Kabelnetz verfügbar ist. Damit übertrifft man jetzt auch Anbieter wie M-Net. Der regionale Versorger war mit seinen 300 Megabit pro Sekunde bisher so ziemlich die Spitzenklasse, was im Consumer-Bereich zu haben war. Entsprechend groß feierte Tele Columbus den Start des neuen Angebotes und ließ sogar Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur, den Knopf drücken - oder wollte dies zumindest tun. Die Politikerin schaffte es aufgrund der Verkehrslage nicht zum Ortstermin.
Letztlich handelt es sich bei dem neuen Angebot aber wohl vor allem um eine Marketing-Aktion. Denn sowohl von den technischen Daten, vom Preis als auch von der Verfügbarkeit her, handelt es sich bei der Offerte nicht gerade um ein Spitzenprodukt. Dies beginnt damit, dass das Angebot lediglich in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam verfügbar ist, wo Tele Columbus rund 40.000 Haushalte erreichen kann.
Wer sich dort für die Offerte entscheidet, wird spätestens dann von der tatsächlichen Leistung enttäuscht sein, wenn der Upstream zum Tragen kommt. Hier stehen im besten Fall 10 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Auch wenn man es inzwischen gewohnt ist, dass das Internet durch asynchrone Zugänge ein gutes Stück vom Kommunikations- zum Konsum-Medium herabgestuft wird, steht diese Kombination quasi in keinem Verhältnis mehr. Angesichts dessen ist der Preis auch deutlich überzogen. Für eine Internet-Flatrate in Verbindung mit einem VoIP-Anschluss mit Festnetz-Flat müssen immerhin 99,99 Euro im Monat auf den Tisch gelegt werden.
Wer sich für das Angebot entscheidet, muss sich dabei auch 24 Monate binden. Das dürfte aber verschmerzbar sein - denn es sieht bisher nicht so aus, als ob hierzulande in absehbarer Zeit zukunftsfähige, schnelle Internet-Anbindungen per Glasfaser in größerem Umfang zu haben sein werden.
Weitere Informationen: Tele Columbus
Letztlich handelt es sich bei dem neuen Angebot aber wohl vor allem um eine Marketing-Aktion. Denn sowohl von den technischen Daten, vom Preis als auch von der Verfügbarkeit her, handelt es sich bei der Offerte nicht gerade um ein Spitzenprodukt. Dies beginnt damit, dass das Angebot lediglich in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam verfügbar ist, wo Tele Columbus rund 40.000 Haushalte erreichen kann.
Wer sich dort für die Offerte entscheidet, wird spätestens dann von der tatsächlichen Leistung enttäuscht sein, wenn der Upstream zum Tragen kommt. Hier stehen im besten Fall 10 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Auch wenn man es inzwischen gewohnt ist, dass das Internet durch asynchrone Zugänge ein gutes Stück vom Kommunikations- zum Konsum-Medium herabgestuft wird, steht diese Kombination quasi in keinem Verhältnis mehr. Angesichts dessen ist der Preis auch deutlich überzogen. Für eine Internet-Flatrate in Verbindung mit einem VoIP-Anschluss mit Festnetz-Flat müssen immerhin 99,99 Euro im Monat auf den Tisch gelegt werden.
Wer sich für das Angebot entscheidet, muss sich dabei auch 24 Monate binden. Das dürfte aber verschmerzbar sein - denn es sieht bisher nicht so aus, als ob hierzulande in absehbarer Zeit zukunftsfähige, schnelle Internet-Anbindungen per Glasfaser in größerem Umfang zu haben sein werden.
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Christian Kahle
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