Gyroskop-Hack: Handy-Lauschangriff per Bewegungssensor möglich
Dass Geheimdienste Handygespräche abhören ist sicherlich kein Geheimnis. Weniger bekannt ist, welche kuriosen Methoden bei solchen Lauschangriffen angewendet werden können. Forscher haben jetzt einen Weg entdeckt, aus Bewegungssensor-Daten Gespräche zu rekonstruieren.
Gyroskope werden immer feinfühliger
So ist es der Forschungsgruppe gelungen, die Bewegungssensoren eines Smartphones zu nutzen, um Gespräche mitzuhören. Eigentlich kommen die entsprechenden Sensoren, sogenannte Gyroskope, immer zum Einsatz, wenn beispielsweise Spiele durch die Bewegung des Gerätes gesteuert werden sollen. Genau hier liegt auch das Sicherheits-Problem, auf das die Forscher mit ihrer Arbeit aufmerksam machen wollen: Apps müssen Betriebssysteme wie iOS oder Android nicht um Erlaubnis fragen, wenn sie auf diese Daten zugreifen wollen.
Darüber hinaus hat sich die Qualität der Sensoren in den letzten Jahren so verbessert, dass neben relativ großen Bewegungen auch feinste Schwingungen im Raum aufgezeichnet werden können. Genau hier setzte die Forschungsgruppe für ihre neue Lauschangriff-Methode an.
Stimmen schwingen in einem Frequenzbereich von 80 bis 250 Hertz. Da die Bewegungssensoren von Smartphones mit Google-Betriebssystem Schwingungen bis 200 Hertz registrieren, eigenen sich diese theoretisch besonders gut für Abhör-Attacken dieser Art. Die Gyroskope in iOS-Geräten zeichnen dagegen nur bis zu 100 Hertz auf - das macht Apples Smartphones & Co. damit weniger anfällig für die jetzt entdeckte Lauschangriff-Taktik.
Eines zeigen die Forschungsergebnisse laut dem aktuellen Bericht von Wired aber auch ganz deutlich: Die Qualität der Spracherkennung kann bei weitem nicht mit klassischen Methoden mithalten. Die Forscher sind sich aber sicher, dass die Methode weiter verbessert werden könnte: "Wir sind Security-Experten, keine Spracherkennungsexperten."
Richtig gute Schwingung
Die Ergebnisse, die Forscher der Stanford University zusammen mit einer Gruppe israelischer Wissenschaftler in dieser Woche auf dem sogenannten USENIX Security Symposium vorstellen wollen, haben dabei nicht unmittelbar etwas mit den Ereignissen rund um NSA, GCHQ und BND zu tun - sorgen aber sicherlich für wildes Kopfkino bei Datenschützern und Sicherheits-Technikern.
Gyroskope werden immer feinfühliger
So ist es der Forschungsgruppe gelungen, die Bewegungssensoren eines Smartphones zu nutzen, um Gespräche mitzuhören. Eigentlich kommen die entsprechenden Sensoren, sogenannte Gyroskope, immer zum Einsatz, wenn beispielsweise Spiele durch die Bewegung des Gerätes gesteuert werden sollen. Genau hier liegt auch das Sicherheits-Problem, auf das die Forscher mit ihrer Arbeit aufmerksam machen wollen: Apps müssen Betriebssysteme wie iOS oder Android nicht um Erlaubnis fragen, wenn sie auf diese Daten zugreifen wollen.
Darüber hinaus hat sich die Qualität der Sensoren in den letzten Jahren so verbessert, dass neben relativ großen Bewegungen auch feinste Schwingungen im Raum aufgezeichnet werden können. Genau hier setzte die Forschungsgruppe für ihre neue Lauschangriff-Methode an.
Hinfühlen statt Zuhören
Zunächst entwickelten die Wissenschaftler eine App, die die entsprechenden Messwerte auslesen kann. Danach wurden aus den gesammelten Daten mit einer speziellen Software die in der Nähe des Smartphones gesprochenen Worte herausgerechnet - in diesem Fall beispielsweise Zahlen von eins bis zehn. Dabei seien die Versuche mit Android-Smartphones am vielversprechendsten Verlaufen.Stimmen schwingen in einem Frequenzbereich von 80 bis 250 Hertz. Da die Bewegungssensoren von Smartphones mit Google-Betriebssystem Schwingungen bis 200 Hertz registrieren, eigenen sich diese theoretisch besonders gut für Abhör-Attacken dieser Art. Die Gyroskope in iOS-Geräten zeichnen dagegen nur bis zu 100 Hertz auf - das macht Apples Smartphones & Co. damit weniger anfällig für die jetzt entdeckte Lauschangriff-Taktik.
Eines zeigen die Forschungsergebnisse laut dem aktuellen Bericht von Wired aber auch ganz deutlich: Die Qualität der Spracherkennung kann bei weitem nicht mit klassischen Methoden mithalten. Die Forscher sind sich aber sicher, dass die Methode weiter verbessert werden könnte: "Wir sind Security-Experten, keine Spracherkennungsexperten."
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