WhatsApp-Deal: EU-Kartellwächter prüfen die Facebook-Übernahme
Nach der Meldung, dass sich Facebook den Messenger-Dienst WhatsApp einverleiben wolle, war die Empörung bei vielen Nutzern und Beobachtern groß. Noch ist diese Übernahme aber nicht in trockenen Tüchern - und jetzt wollen EU-Kartellwächter ganz genau hinschauen.
In den letzten Wochen sollen ausführliche Fragebögen an verschiedene Firmen im Bereich Technologie und Internet versandt worden sein - also auch an die Konkurrenz von Facebook und WhatsApp. Darin müssen die Befragten schildern, welche Auswirkungen sie sich von einer möglichen Übernahme des erfolgreichen Messengers durch das größte soziale Netzwerk der Welt erwarten.
WhatsApp-Gründer Jan Koum & Brian Acton - noch die Herren im eigenen Haus
Die Befragten sollen aber auch Auskunft darüber geben, wie im eigenen Unternehmen mit Kundendaten umgegangen wird. Die europäischen Wettbewerbshüter versprechen sich durch diese massenhafte Selbstauskunft eine bessere Vergleichbarkeit der Datenschutz-Standards erreichen zu können.
Im Mai dieses Jahres hatte aber Facebook die EU höchstpersönlich um eine Überprüfung des WhatsApp-Deals für alle 28 Mitgliedsstaaten gebeten. Das soziale Netzwerk wollte damit vermeiden, dass die Übernahme in verschiedenen Ländern der EU in separaten Verfahren beurteilt wird.
Man darf gespannt sein, zu welchem Ergebnis die EU-Kartellwächter bei der Untersuchung der möglichen Übernahme von WhatsApp durch Facebook kommen werden und welche Bedingungen im Zweifelsfall für eine Regulierung der Marktmacht sorgen sollen.
Keine Übernahme ohne EU-Segen
Wie jetzt bekannt wurde, wollen europäische Wettbewerbshüter die mögliche Übernahme von WhatsApp durch Facebook vorher ganz genau auf das Markt-Konflikt-Potenzial hin untersuchen. Um sich einen ersten Eindruck von den möglichen Problemen zu machen, greifen die EU-Wächter zu einem altbewährten aber im Bereich Kartell-Verfahren eher ungewöhnlichen Mittel.In den letzten Wochen sollen ausführliche Fragebögen an verschiedene Firmen im Bereich Technologie und Internet versandt worden sein - also auch an die Konkurrenz von Facebook und WhatsApp. Darin müssen die Befragten schildern, welche Auswirkungen sie sich von einer möglichen Übernahme des erfolgreichen Messengers durch das größte soziale Netzwerk der Welt erwarten.
WhatsApp-Gründer Jan Koum & Brian Acton - noch die Herren im eigenen Haus
Die Befragten sollen aber auch Auskunft darüber geben, wie im eigenen Unternehmen mit Kundendaten umgegangen wird. Die europäischen Wettbewerbshüter versprechen sich durch diese massenhafte Selbstauskunft eine bessere Vergleichbarkeit der Datenschutz-Standards erreichen zu können.
Eine echte Brüsseler-Premiere
Mit dem jetzt gestarteten Verfahren wird in Brüssel auch eine echte Premiere gefeiert: Noch nie wurde ein soziales Netzwerk daraufhin untersucht, ob seine Marktmacht zu Problemen führen könnte. An dieser Stelle besonders interessant: Eigentlich war nicht erwartet worden, dass die WhatsApp-Übernahme durch Facebook von EU-Behörden weiter beleuchtet wird. Der Messenger-Dienst macht in Europa zu wenig Umsatz, um unter die entsprechenden EU-Kartellrichtlinien zu fallen.Im Mai dieses Jahres hatte aber Facebook die EU höchstpersönlich um eine Überprüfung des WhatsApp-Deals für alle 28 Mitgliedsstaaten gebeten. Das soziale Netzwerk wollte damit vermeiden, dass die Übernahme in verschiedenen Ländern der EU in separaten Verfahren beurteilt wird.
Wichtige Punkte zu klären
Wie der ehemalige EU-Kartellbeamte Jose Luis Buendia laut dem aktuellen Bericht des Wall Street Journal mitteilt, werde sich die Kommission unter anderem ganz genau anschauen, wie wahrscheinlich es ist, dass der WhatsApp-Dienst "nach der Übernahme (bis auf die jährlichen Gebühren) kostenlos bleibt".Man darf gespannt sein, zu welchem Ergebnis die EU-Kartellwächter bei der Untersuchung der möglichen Übernahme von WhatsApp durch Facebook kommen werden und welche Bedingungen im Zweifelsfall für eine Regulierung der Marktmacht sorgen sollen.
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