WhatsApp-Übernahme: Facebook fürchtet Störungen aus Europa
Bei Facebook befürchtet man offenbar, dass Akteure aus Europa noch kräftiges Störfeuer gegen die Übernahme des Messengers WhatsApp schießen könnten. In einem ungewöhnlichen Schritt bat man die EU-Wettbewerbskommission um eine Überprüfung des Deals.
Eigentlich war überhaupt nicht vorgesehen, dass diese aktiv wird, denn die Übernahme war bereits ohne Beanstandungen durch deren Kollegen in den USA genehmigt worden. Allerdings, so will das Wall Street Journal aus informierten Kreisen erfahren haben, wird bei Facebook befürchtet, dass es von anderer Seite Probleme geben könnte.
Die EU-Ebene sieht man da schon als deutlich neutraleres Gremium an. Und wenn diese ohne Beanstandungen grünes Licht für die Übernahme gibt, wäre kaum noch zu erwarten, dass eine nationale Behörde sich dieser Entscheidung entgegenstellt.
Die Sorgen des Facebook-Managements sind nicht unberechtigt. Denn seitens der europäischen Telekommunikationskonzerne hatte man bereits davor gewarnt, dass der Zusammenschluss des Social Networks mit WhatsApp ein einzelnes Unternehmen in eine sehr dominante Position im Messenger-Markt bringt. Denn schon Facebooks eigener Messenger verfügt über eine sehr hohe Nutzerzahl, die in ähnlicher Dimension dann nur noch von WhatsApp erreicht wird. An einem so starken Gegner haben die Telekommunikations-Unternehmen, deren einst lukratives Geschäft mit SMS ohnehin bereits stark angeschlagen ist, natürlich kein Interesse.
Europas Telekoms sind besorgt
Vor allem die Telekommunikations-Konzerne in Europa sind dem Unternehmen hier nicht geheuer. So rechnet man bei Facebook damit, dass diese im schlimmsten Fall bei ihren nationalen Kartellbehörden Einspruch gegen die Akquisition von WhatsApp einlegen könnten. Dies wäre durchaus ein Risiko. Denn die Wettbewerbshüter in den Mitgliedsstaaten stehen im Zweifel eher unter dem Einfluss des Lobbyings ihrer nationalen Unternehmen und könnten in einer Prüfung der Angelegenheit stärker deren Interessen berücksichtigen.Die EU-Ebene sieht man da schon als deutlich neutraleres Gremium an. Und wenn diese ohne Beanstandungen grünes Licht für die Übernahme gibt, wäre kaum noch zu erwarten, dass eine nationale Behörde sich dieser Entscheidung entgegenstellt.
Die Sorgen des Facebook-Managements sind nicht unberechtigt. Denn seitens der europäischen Telekommunikationskonzerne hatte man bereits davor gewarnt, dass der Zusammenschluss des Social Networks mit WhatsApp ein einzelnes Unternehmen in eine sehr dominante Position im Messenger-Markt bringt. Denn schon Facebooks eigener Messenger verfügt über eine sehr hohe Nutzerzahl, die in ähnlicher Dimension dann nur noch von WhatsApp erreicht wird. An einem so starken Gegner haben die Telekommunikations-Unternehmen, deren einst lukratives Geschäft mit SMS ohnehin bereits stark angeschlagen ist, natürlich kein Interesse.
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