The Intercept: Prism-Aufdecker startet neue Seite

Glenn Greenwald, ehemaliger Journalist der britischen Tageszeitung The Guardian, und eBay-Gründer Pierre Omidyar haben ihr neues Enthüllungsportal mit dem Namen The Intercept gestartet. Los geht es mit neuen NSA-Enthüllungen.
Webseite, Glenn Greenwald, The Intercept
The Intercept
Der britische Journalist Glenn Greenwald, der klar das Zugpferd des neuen Portals ist, dürfte seit dem vergangenen Sommer jedem ein Begriff sein, der sich für die anfangs als "Prism" bekannt gewordene NSA-Datenschnüffelaffäre interessiert hat. Greenwald war für die journalistische Seite der Snowden-Enthüllungen verantwortlich. Mitte Oktober 2013 kündigte er dann aber überraschend an, dass er den Guardian verlässt, um mit eBay-Mitgründer Pierre Omidyar ein neues Portal aufzuziehen.

Die Seite mit dem Namen The Intercept ist nun seit einigen Stunden online (via Spiegel Online) und präsentiert sich gleich mit zwei Beiträgen zur National Security Agency (NSA). In der ersten Story des neuen Mediums beschäftigt man sich mit bisher unbekannten Fotos diverser US-Geheimdienste. Mit dem zweiten Beitrag kommt man dann (besser) zur Sache und enthüllt die geheime Rolle der NSA bei Drohnen-Attentaten der US-Regierung.

Im allerersten Beitrag der Seite, die übrigens den Beginn von "zahlreichen digitalen Magazinen" von Pierre Omidyars First Look Media darstellen soll, stellt sich das The-Intercept-Team indes vor: Diesem gehören neben Greenwald die Dokumentarfilmerin Laura Poitras sowie der Enthüllungsjournalist Jeremy Scahill an.

Diese drei übernehmen die Führungsrolle, sie werden von einem Team an "erfahrenen und unabhängigen Journalisten" unterstützt. Alle Reporter zeichnen sich laut The Intercept durch "Erfahrungen im Überschreiten von Grenzen, der Bereitschaft zu Risiken und der Fähigkeit zu innovativem und gründlichem Journalismus" aus.

Das Portal verfolgt eigenen Angaben nach zwei Ziele: ein kurz- sowie langfristiges. Ersteres soll vor allem weitere Enthüllungen aus dem Fundus von Edward Snowden bieten. Auf lange Sicht will man sich als Seite etablieren, die zahlreiche Gebiete abdeckt, genannt werden Themen wie Verstöße gegen Bürgerrechte, gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und alle Formen der Korruption.
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