Microsoft-CEO Ballmer:
Vista war Zeitverschwendung
Der scheidende Microsoft-Chef Steve Ballmer hat sich in einem Interview noch einmal rückblickend zu seiner Zeit an der Spitze des Softwarekonzerns geäußert und dabei Windows Vista erneut als größten Fehlschag bezeichnet.
In einem Ende November geführten Interview mit Microsoft-Spezialistin Mary Jo Foley sagte Ballmer, dass es für ihn vier Dinge gab, die seine Zeit als CEO grundlegend geformt haben. Zum einen seien dies die Beseitigung andauernder rechtlicher Probleme, die erst im Juli 2013 bekanntgegebene Umstrukturierung unter dem Banner "One Microsoft" und die Umstellung seiner Arbeitsbeziehung zu Firmengründer Bill Gates gewesen.
Der vierte Faktor und die von ihm am meisten bedauerte Sache sei jedoch "Longhorn". Wenn es darum gehe, die eine Sache zu benennen, die er während seiner Zeit als CEO und sogar in seiner gesamten Laufbahn bei Microsoft, am stärksten bereue, dann sei das der Umstand, dass aus "Longhorn" Windows Vista wurde. "Longhorn" war der Codename des Nachfolgers von Windows XP, bei dessen Entwicklung massive Probleme auftraten und Microsoft sich zwischenzeitlich sogar für einen vollständigen Neuanfang entschied.
"Dies war der eine, größte Fehler, den ich gemacht habe", so Ballmer im Gespräch mit Foley. Es habe sich dabei nicht nur um kein gutes Produkt gehandelt, sondern es seien auch fünf oder sechs Jahre vergangen, um Vista fertigzustellen. Dann habe man es auch noch auf eine Art reparieren müssen, die letztlich Windows 7 war, sagte er weiter.
Letztlich habe es sieben oder acht Jahre gegeben, in denen ein Teil des "A-Teams" sozusagen gefesselt gewesen sei, ohne voranzukommen. Jahre seien ohne den in einem Jahr sonst zu erwartenden Fortschritt vergangen. Außerdem hätten diese wertvollen Mitarbeiter an anderen Dingen arbeiten können, wie etwa Mobiltelefonen, gab Ballmer zu. Er selbst übernehme dafür die volle Verantwortung.
Es habe sich nicht nur um einen Fehler in der Ausführung, sondern auch um einen technischen Fehler in der Strategie gehandelt, so der langjährige Microsoft-CEO. Man müsse nicht alle paar Jahre die Strategie ändern, wie man es in der IT-Industrie so oft höre. Stattdessen müsse man einige große Risiken in Kauf nehmen, die sich letztlich auszahlen. Als Beispiel nannte Ballmer Apples Entscheidung, auf Touch-Bedienung und Energieeffizienz zu setzen, sowie Googles Engagement im Bereich der Websuche.
Microsoft habe bei "Longhorn" den falschen technologischen Ansatz gewählt, während sich die Führungsriege auf die falschen Themen konzentrierte und den falschen Zeitplan verfolgte. Letztlich sei "Longhorn" auf der Strecke geblieben, weil weder Bill Gates, der frühere Windows-Chef Jim Allchin, noch Ballmer selbst dies verstanden hätten.
Diesen Fehler habe er ganz am Anfang seiner Karriere als CEO gemacht und später die letzten fünf bis sechs Jahre damit verbracht, ihn wieder gutzumachen, sagte Ballmer weiter. Ein weiterer bedauernswerter Fehler war nach Angaben von Ballmer, dass Microsoft viel zu lange brauchte, um mit seiner Spielkonsole Xbox Geld zu verdienen. Tatsächlich erschien die erste Xbox-Generation schon 2001, doch es dauerte bis 2010, bis die Redmonder mit den Geräten Gewinn erwirtschafteten.
Der vierte Faktor und die von ihm am meisten bedauerte Sache sei jedoch "Longhorn". Wenn es darum gehe, die eine Sache zu benennen, die er während seiner Zeit als CEO und sogar in seiner gesamten Laufbahn bei Microsoft, am stärksten bereue, dann sei das der Umstand, dass aus "Longhorn" Windows Vista wurde. "Longhorn" war der Codename des Nachfolgers von Windows XP, bei dessen Entwicklung massive Probleme auftraten und Microsoft sich zwischenzeitlich sogar für einen vollständigen Neuanfang entschied.
"Dies war der eine, größte Fehler, den ich gemacht habe", so Ballmer im Gespräch mit Foley. Es habe sich dabei nicht nur um kein gutes Produkt gehandelt, sondern es seien auch fünf oder sechs Jahre vergangen, um Vista fertigzustellen. Dann habe man es auch noch auf eine Art reparieren müssen, die letztlich Windows 7 war, sagte er weiter.
Letztlich habe es sieben oder acht Jahre gegeben, in denen ein Teil des "A-Teams" sozusagen gefesselt gewesen sei, ohne voranzukommen. Jahre seien ohne den in einem Jahr sonst zu erwartenden Fortschritt vergangen. Außerdem hätten diese wertvollen Mitarbeiter an anderen Dingen arbeiten können, wie etwa Mobiltelefonen, gab Ballmer zu. Er selbst übernehme dafür die volle Verantwortung.
Es habe sich nicht nur um einen Fehler in der Ausführung, sondern auch um einen technischen Fehler in der Strategie gehandelt, so der langjährige Microsoft-CEO. Man müsse nicht alle paar Jahre die Strategie ändern, wie man es in der IT-Industrie so oft höre. Stattdessen müsse man einige große Risiken in Kauf nehmen, die sich letztlich auszahlen. Als Beispiel nannte Ballmer Apples Entscheidung, auf Touch-Bedienung und Energieeffizienz zu setzen, sowie Googles Engagement im Bereich der Websuche.
Microsoft habe bei "Longhorn" den falschen technologischen Ansatz gewählt, während sich die Führungsriege auf die falschen Themen konzentrierte und den falschen Zeitplan verfolgte. Letztlich sei "Longhorn" auf der Strecke geblieben, weil weder Bill Gates, der frühere Windows-Chef Jim Allchin, noch Ballmer selbst dies verstanden hätten.
Diesen Fehler habe er ganz am Anfang seiner Karriere als CEO gemacht und später die letzten fünf bis sechs Jahre damit verbracht, ihn wieder gutzumachen, sagte Ballmer weiter. Ein weiterer bedauernswerter Fehler war nach Angaben von Ballmer, dass Microsoft viel zu lange brauchte, um mit seiner Spielkonsole Xbox Geld zu verdienen. Tatsächlich erschien die erste Xbox-Generation schon 2001, doch es dauerte bis 2010, bis die Redmonder mit den Geräten Gewinn erwirtschafteten.
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