Microsofts QR-Alternative "Tag" wird 2015 eingestellt

Mit "Tag" wollte Microsoft eine farbenfrohe Alternative zu QR-Codes schaffen, durchgesetzt hat sich diese aber nie. Nun trennt man sich von diesem System, was allerdings noch eine Weile dauern wird, da als offizielles Ende das Jahr 2015 genannt worden ist.
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Microsoft
Mit Tag, was im Englischen so viel wie Etikett bedeutet, hat das Redmonder Unternehmen im Jahr 2009 versucht, in Konkurrenz mit den QR-Codes ("Quick Response") zu treten. Statt eines schwarz-weißen Musters aus Quadraten hat Microsoft vierfarbige (CMYK) Dreiecke verwendet.

Das Microsoft-System hat nicht nur anders ausgesehen, sondern hatte auch eine andere Funktionsweise: Denn im Gegensatz zu QR-Codes, wo die Information im Muster eingebettet ist, liegt diese bei den Microsoft-Tags auf einem externen Server. Im eigentlichen Tag war dagegen nur der "Link" zum Server gespeichert. Microsoft TagMicrosoft trennt sich 2015 von seiner Tag-Technologie Wie CITEworld schreibt, kann man das System nicht als völligen Misserfolg sehen, da bis heute einige namhafte Konzerne die Microsoft-Tags verwenden, darunter der Condé-Nast-Verlag (u. a. Vogue, Wired, Vanity Fair), Ford, Chrysler sowie Time.

Gegenüber den QR-Codes, die allerdings auch heute noch eher ein wenig beachtetes Dasein fristen, konnte sich Tag nie durchsetzen und wird von Microsoft im August 2015 aufgegeben. Das bedeutet allerdings nicht das Aus für die Technologie insgesamt, da man sie an ein Unternehmen namens Scanbuy lizensieren wird. Scanbuy soll auch alle Unternehmenskunden von Microsoft übernehmen. Über die finanziellen Details des Geschäfts ist nichts bekannt.

Microsoft meint also, dass die Technologie tot sei, bei Scanbuy glaubt man dagegen, dass sie noch eine Zukunft hat. Scanbuy-CEO Mike Wehrs verweist vor allem auf die Anzahl der Kunden, die noch immer das Tag-System verwenden. Er meint außerdem, dass Tag einen entscheidenden Vorteil hat, nämlich dass es eine proprietäre Technologie sei und die damit verknüpften Informationen von einem einzigen Unternehmen kontrolliert werden (bisher Microsoft) und es im Gegensatz zu QR-Codes nicht möglich sei, gefälschte Codes in Umlauf zu bringen.
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