eBay will sich binnen nur drei Jahren verdoppeln

Der Online-Handelskonzern eBay fährt zwar weiterhin einen Wachstumskurs, angesichts der enormen Anstrengungen, die die Firma übernimmt, hatte hier so mancher mit einer schnelleren Entwicklung gerechnet. So konnten die Erwartungen in die Geschäftsentwicklung im letzten Jahresviertel nicht gänzlich erfüllt werden. So steigerte eBay seinen Umsatz zwar im Rahmen der Prognosen von 3,4 Milliarden auf 3,9 Milliarden Dollar. Das reichte aber nicht, um die verstärkten Aufwendungen zu kompensieren. Entsprechend ging der Umsatz im Jahresvergleich von 692 Millionen auf 640 Millionen Dollar zurück.

Konzernchef John Donahoe bemühte sich jedoch, nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, dass sich hier größere Probleme anbahnen. "Wir haben ein starkes Kerngeschäft und sind angesichts unserer Stärken und Wettbewerbsvorteile hoffnungsvoll", erklärte er. Man sei im Management weiterhin davon überzeugt, dass man die selbstgesteckten Ziele erreichen werde.

Und hier will das Unternehmen nichts Geringeres, als dem Marktführer Amazon kräftig auf die Pelle zu rücken. Die Vorzeichen dafür stehen durchaus weiterhin gut. So verzeichnet eBay inzwischen ein sehr stabiles und starkes Wachstum der Kundenbasis. 119,7 Millionen registrierte Nutzer sind es inzwischen wieder, nach 104,8 Millionen vor einem Jahr.

Unterfüttert wird die gute Entwicklung der Handelsplattform, deren Einnahmen von 1,81 Milliarden auf 2 Milliarden Dollar kletterten, durch die finanzstarke Tochter PayPal. Diese konnte ihren Umsatz im letzten Quartal immerhin um weitere 20 Prozent auf 1,62 Milliarden Dollar ausbauen. Und was die weiteren Ziele angeht, ist man sehr ehrgeizig. Bis zum Jahr 2015 will eBay die Nutzerzahlen seiner Handelsplattform immerhin fast verdoppeln. Dadurch soll der Wert der Transaktionen von 175 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf eine Marke von 300 Milliarden Dollar steigen.

Um voranzukommen, ist das Management für verschiedene Experimente offen. So will man mit PayPal endlich den Sprung in die Offline-Welt schaffen. Das Zahlungssystem soll zukünftig im Einzelhandel ebenso selbstverständlich sein, wie heute bei Online-Shops. Auf der Handelsplattform geht es hingegen darum, die Logistik-Dienste weiter auszubauen und in mehr Städten Lieferungen am Tag der Bestellung abwickeln zu können.
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