ProSiebenSat.1 peilt Übernahme von BigPoint an
Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 will wohl den Hamburger Hersteller von Online-Spielen BigPoint übernehmen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin 'Capital' unter Berufung auf informierte Kreise.
"Es gibt Gespräche zwischen ProSiebenSat.1 und Bigpoint. Dabei geht es um ein Joint Venture oder möglicherweise auch eine Übernahme von Bigpoint. Die Gespräche sind aber noch in einem Anfangsstadium", zitiert das Magazin einen Informanten. Die Sendergruppe würde dabei das entstandene Führungsvakuum nutzen, das mit dem Abgang von BigPoint-Gründer Heiko Hubertz entstanden sei.
Dieser hatte die Firma zum zweitgrößten Anbieter von Online-Games in Deutschland aufgebaut. Allerdings ist das Tagesgeschäft eines etablierten Unternehmens nicht unbedingt seine Sache, so dass er seinen Posten nun an jemand anderen abgibt - ein Nachfolger ist allerdings noch nicht gefunden. Hubertz selbst will sich wieder dem Aufbau von Firmen zuwenden.
Die Spiele, die BigPoint anbietet, sind unter anderem auch den Online-Plattformen von ProSiebenSat.1 eingebunden. Der Bereich wird vom Management der Sendergruppe als zukunftsweisend angesehen - denn sie stellt eine Möglichkeit dar, das jüngere Publikum an deren Angebot zu binden, was allein mit dem Fernsehen immer schwieriger gelingt. Eine Übernahme von BigPoint würde dieses Segment natürlich deutlich stärken.
Unklar ist derzeit das finanzielle Volumen, um das es bei einer Übernahme gehen könnte. Als im Jahr 2011 zwei Finanzinvestoren in den Spielehersteller einstiegen, wurde der Firmenwert noch auf 600 Millionen Euro festgesetzt. Allerdings ist nicht nur BigPoint seitdem gewachsen, sondern auch die Konkurrenz in dem Bereich. Im vergangenen Jahr musste das Unternehmen bereits 120 seiner einst 800 Beschäftigten entlassen. Damit dürfte fraglich sein, ob ProSiebenSat.1 bereit ist, sich weiterhin auf eine Summe in dieser Höhe einzulassen.
Dieser hatte die Firma zum zweitgrößten Anbieter von Online-Games in Deutschland aufgebaut. Allerdings ist das Tagesgeschäft eines etablierten Unternehmens nicht unbedingt seine Sache, so dass er seinen Posten nun an jemand anderen abgibt - ein Nachfolger ist allerdings noch nicht gefunden. Hubertz selbst will sich wieder dem Aufbau von Firmen zuwenden.
Die Spiele, die BigPoint anbietet, sind unter anderem auch den Online-Plattformen von ProSiebenSat.1 eingebunden. Der Bereich wird vom Management der Sendergruppe als zukunftsweisend angesehen - denn sie stellt eine Möglichkeit dar, das jüngere Publikum an deren Angebot zu binden, was allein mit dem Fernsehen immer schwieriger gelingt. Eine Übernahme von BigPoint würde dieses Segment natürlich deutlich stärken.
Unklar ist derzeit das finanzielle Volumen, um das es bei einer Übernahme gehen könnte. Als im Jahr 2011 zwei Finanzinvestoren in den Spielehersteller einstiegen, wurde der Firmenwert noch auf 600 Millionen Euro festgesetzt. Allerdings ist nicht nur BigPoint seitdem gewachsen, sondern auch die Konkurrenz in dem Bereich. Im vergangenen Jahr musste das Unternehmen bereits 120 seiner einst 800 Beschäftigten entlassen. Damit dürfte fraglich sein, ob ProSiebenSat.1 bereit ist, sich weiterhin auf eine Summe in dieser Höhe einzulassen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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