Forschungsdaten sollen vor Verfall gerettet werden
Eine neu gegründete Initiative will sich darum kümmern, Daten aus der Wissenschaft auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Dies wird zunehmend zu einem Problem.
Informationen aus anderen Epochen haben auf Stein und Papier immerhin Jahrhunderte überstanden. Moderne Festplatten, DVDs und Magnetbänder sind flüchtiger und oft schon nach wenigen Jahren nicht mehr verlässlich. Und gerade hier lagern die Daten, die moderne Forschungsprojekte unter Einsatz vieler Millionen Euro gesammelt haben.
"Heutzutage werden in Forschungsprojekten sehr große Mengen digitaler Informationen erzeugt, aus denen wichtige Erkenntnisse für Wissenschaft und Wirtschaft abgeleitet werden", erklärt Rainer Stotzka, vom Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Damit die Daten nach Projektende auch kommenden Forschergenerationen zur Verfügung stehen, bedürfe es Strategien und Werkzeuge, um Daten über Jahrzehnte sicher und auffindbar zu verwahren.
Das wollen das KIT, die Universität zu Köln und die Göttinger Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung im Rahmen der "Allianz zur Forschungsdatenhaltung" gewährleisten. Elemente ihrer Strategien sind gemeinsame Standards zur langfristigen Datensicherung, zur Erstellung beschreibender Metadaten und die Datenspeicherung an verteilten Standorten.
Im Gegensatz zu wertvollen Büchern, die möglichst wenig im Umlauf sein sollen, um Abnutzung zu vermeiden, bietet es sich bei digitalen Daten hingegen an, diese möglichst regelmäßig zu kopieren und zu verteilen, um gegen den wahrscheinlichen Ausfall des Speichermediums gewappnet zu sein. "Hier bedarf es noch Forschungs- und Entwicklungsarbeit, um die Werkzeuge fit für einen verlässlichen Betrieb über viele Jahrzehnte und viele Generationen zu machen", erklärte Stotzka. Um interdisziplinäre Strategien zu entwickeln, werden in der Allianz sowohl Daten aus der Astroteilchenphysik, als auch aus der Klimaforschung und der Literaturgeschichte betrachtet.
"Heutzutage werden in Forschungsprojekten sehr große Mengen digitaler Informationen erzeugt, aus denen wichtige Erkenntnisse für Wissenschaft und Wirtschaft abgeleitet werden", erklärt Rainer Stotzka, vom Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Damit die Daten nach Projektende auch kommenden Forschergenerationen zur Verfügung stehen, bedürfe es Strategien und Werkzeuge, um Daten über Jahrzehnte sicher und auffindbar zu verwahren.
Das wollen das KIT, die Universität zu Köln und die Göttinger Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung im Rahmen der "Allianz zur Forschungsdatenhaltung" gewährleisten. Elemente ihrer Strategien sind gemeinsame Standards zur langfristigen Datensicherung, zur Erstellung beschreibender Metadaten und die Datenspeicherung an verteilten Standorten.
Im Gegensatz zu wertvollen Büchern, die möglichst wenig im Umlauf sein sollen, um Abnutzung zu vermeiden, bietet es sich bei digitalen Daten hingegen an, diese möglichst regelmäßig zu kopieren und zu verteilen, um gegen den wahrscheinlichen Ausfall des Speichermediums gewappnet zu sein. "Hier bedarf es noch Forschungs- und Entwicklungsarbeit, um die Werkzeuge fit für einen verlässlichen Betrieb über viele Jahrzehnte und viele Generationen zu machen", erklärte Stotzka. Um interdisziplinäre Strategien zu entwickeln, werden in der Allianz sowohl Daten aus der Astroteilchenphysik, als auch aus der Klimaforschung und der Literaturgeschichte betrachtet.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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