Mac OS X: Jony Ive will Leder-Look & Co. loswerden
In Apples Betriebssystemen werden zukünftig wohl keine Gestaltungselemente mehr eingesetzt, die dem Kalender etwa einen Leder-Look geben oder Papier imitieren. Dafür will der Design-Chef des Konzerns Jonathan Ive sorgen.
Dieser war bisher nur für die Gestaltung der Hardware zuständig. Nach einem aktuell stattfindenden Umbau des Managements soll er sich aber auch des Designs der Software annehmen. Er übernimmt damit einen Teil der Aufgaben, die bisher zum Arbeitsbereich des scheidenden Betriebssystem-Chefs Scott Forstall gehörten.
Forstall war - ebenso wie der verstorbene Konzernchef Steve Jobs - ein Anhänger des so genannten Skeuomorphismus. Dabei handelt es sich um eine Design-Philosophie, nach der im digitalen Bereich das Aussehen von Objekten in der Offline-Welt nachempfunden wird. Ive ist allerdings erklärter Gegner dieses Konzepts.
"Man kann sich sicher sein, dass die nächsten Generationen von iOS und OS X insgesamt von Jonys Industrie-Ästhetik geprägt sein werden", erklärte ein nicht namentlich genannter Apple-Designer laut einem Bericht der 'New York Times'. Statt der verschiedenen Texturen wird es demnach klare Kanten und flache Oberflächen geben.
Allerdings werden die Veränderungen wohl kein Selbstläufer. Denn Ive muss sich mit seinen Ideen intern auch gegen Mitarbeiter durchsetzen, die loyal gegenüber Forstalls Konzepten sind und nach wie vor in den entsprechenden Abteilungen sitzen. Diese arbeiten teils seit Jahren an ihren Projekten und hatten in der Regel noch nie mit Ive selbst zu tun.
Trotzdem ist absehbar, dass die Liebe von Ive zu minimalistischen Designs, die ausschließlich an der Funktionalität orientiert sind, in die Benutzeroberflächen der Betriebssysteme einfließen wird. Viele Nutzer, die in den letzten Jahren über die uneinheitliche Gestaltung verschiedener Anwendungen klagten, wird dies freuen.
Forstall war - ebenso wie der verstorbene Konzernchef Steve Jobs - ein Anhänger des so genannten Skeuomorphismus. Dabei handelt es sich um eine Design-Philosophie, nach der im digitalen Bereich das Aussehen von Objekten in der Offline-Welt nachempfunden wird. Ive ist allerdings erklärter Gegner dieses Konzepts.
"Man kann sich sicher sein, dass die nächsten Generationen von iOS und OS X insgesamt von Jonys Industrie-Ästhetik geprägt sein werden", erklärte ein nicht namentlich genannter Apple-Designer laut einem Bericht der 'New York Times'. Statt der verschiedenen Texturen wird es demnach klare Kanten und flache Oberflächen geben.
Allerdings werden die Veränderungen wohl kein Selbstläufer. Denn Ive muss sich mit seinen Ideen intern auch gegen Mitarbeiter durchsetzen, die loyal gegenüber Forstalls Konzepten sind und nach wie vor in den entsprechenden Abteilungen sitzen. Diese arbeiten teils seit Jahren an ihren Projekten und hatten in der Regel noch nie mit Ive selbst zu tun.
Trotzdem ist absehbar, dass die Liebe von Ive zu minimalistischen Designs, die ausschließlich an der Funktionalität orientiert sind, in die Benutzeroberflächen der Betriebssysteme einfließen wird. Viele Nutzer, die in den letzten Jahren über die uneinheitliche Gestaltung verschiedener Anwendungen klagten, wird dies freuen.
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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