Dicke Luft: Vodafone Deutschland wird geschröpft
An der Konzernspitze der deutschen Landestochter von Vodafone herrscht dicke Luft. Der Chef von Vodafone Deutschland, Fritz Joussen, befindet sich mit den Top-Managern der britischen Muttergesellschaft im Streit, berichtet das Nachrichtenmagazin 'Focus' in seiner heutigen Ausgabe.
Demnach darf Joussen nicht so viel Geld in den Ausbau des deutschen Mobilfunknetzes investieren, wie er möchte. Er sieht daher die Gefahr, im Konkurrenzkampf zurückzufallen. Vodafone verdient zwar prächtig in Deutschland, aber die Briten investieren das Geld seit einigen Jahren lieber in anderen Ländern.
Joussen, der schon 1988 am Aufbau des ursprünglichen D2-Mobilfunknetzes beteiligt war und daher den Spitznamen "Fritz D2" trage, ist offenbar so erzürnt über die Entscheidung der Briten, dass in der Mobilfunkbranche über seinen baldigen Abschied aus dem Konzern spekuliert wird. Dies deutet darauf hin, dass der Streit das Vertrauensverhältnis tief beschädigt hat.
Der verordnete Sparkurs führte schon 2011 zu Engpässen im deutschen Mobilfunknetz. In Folge dessen verlor Vodafone in einem renommierten Vergleichstest den ersten Platz an den Konkurrenten Deutsche Telekom. Nun kommt Vodafone in Deutschland mit dem Aufbau der Infrastruktur für das Mobilfunknetz der vierten Generation (LTE) langsamer voran als erhofft.
Auch Forschung und Entwicklung laufen in der Deutschland-Zentrale auf Sparflamme. Aus dem Bieterverfahren um die Rechte an der Übertragung der Fußball-Bundesliga im Internet stieg Vodafone aus, weil dem Konzern die Kosten zu hoch waren. Die Telekom ist hingegen bereit, eine größere Summe in die Hand zu nehmen, um sich in weiteren Feldern gegen den Pay-TV-Sender Sky zu positionieren.
Joussen gilt als erfahrener Manager mit internationalem Renommee. Als sein möglicher Nachfolger wird in der Branche über den niederländischen Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum spekuliert, der ebenfalls Deutscher ist.
Joussen, der schon 1988 am Aufbau des ursprünglichen D2-Mobilfunknetzes beteiligt war und daher den Spitznamen "Fritz D2" trage, ist offenbar so erzürnt über die Entscheidung der Briten, dass in der Mobilfunkbranche über seinen baldigen Abschied aus dem Konzern spekuliert wird. Dies deutet darauf hin, dass der Streit das Vertrauensverhältnis tief beschädigt hat.
Der verordnete Sparkurs führte schon 2011 zu Engpässen im deutschen Mobilfunknetz. In Folge dessen verlor Vodafone in einem renommierten Vergleichstest den ersten Platz an den Konkurrenten Deutsche Telekom. Nun kommt Vodafone in Deutschland mit dem Aufbau der Infrastruktur für das Mobilfunknetz der vierten Generation (LTE) langsamer voran als erhofft.
Auch Forschung und Entwicklung laufen in der Deutschland-Zentrale auf Sparflamme. Aus dem Bieterverfahren um die Rechte an der Übertragung der Fußball-Bundesliga im Internet stieg Vodafone aus, weil dem Konzern die Kosten zu hoch waren. Die Telekom ist hingegen bereit, eine größere Summe in die Hand zu nehmen, um sich in weiteren Feldern gegen den Pay-TV-Sender Sky zu positionieren.
Joussen gilt als erfahrener Manager mit internationalem Renommee. Als sein möglicher Nachfolger wird in der Branche über den niederländischen Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum spekuliert, der ebenfalls Deutscher ist.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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