Amazon Web Services: Ausfall erklärt, Daten verloren
Viele prominente Websites waren durch den Ausfall der Amazon Web Services nicht erreichbar, darunter Foursquare, Reddit und HootSuite. Der Dienstleister entschuldigte sich jetzt formal bei allen Betroffenen. Zukünftig will man den Kunden die Möglichkeit geben, die Daten in mehreren Zonen unterzubringen, die räumlich voneinander getrennt sind. Ist eine Zone gestört, ist es unwahrscheinlicher, dass eine andere Zone davon ebenfalls betroffen ist. Man will es nun leichter machen, ein Angebot auf mehrere Zonen zu verteilen.
Außerdem will man die Reaktionen auf Problemfälle, wie sie kurz vor Ostern eintraten, verbessern. Das Entwicklerteam, das in solchen Situationen die Arbeit aufnimmt, wird aufgestockt. Zudem wird man in kürzeren Abständen über den Fortschritt der Fehlerbehebung berichten, ohne dabei in Spekulationen zu verfallen. Um die Betroffenen zu entschädigen, werden ihnen zehn Tage ihres üblichen Nutzungsvolumens auf der nächsten Rechnung gutgeschrieben.
"Wir wissen wie wichtig unsere Dienste für die Geschäfte unserer Kunden sind und werden alles daran setzen, so viel wie möglich aus diesen Ereignissen zu lernen und dies in Form von Verbesserungen in unserem Angebot umzusetzen", erklärte Amazon in einer Stellungnahme.
Inzwischen stellte sich heraus, dass nicht nur die Angebote einiger Unternehmen für einen langen Zeitraum nicht erreichbar waren, sondern dass teilweise einige Daten unwiderruflich verloren gegangen sind. 'BusinessInsider' hat eine E-Mail von Amazon an den Kunden Chartbeat veröffentlicht, in dem sich das Unternehmen dafür entschuldigt, dass einige Daten trotz intensiver Bemühungen nicht wiederherstellen lassen. Was wiederhergestellt werden konnte, hat Amazon dem Kunden wieder zur Verfügung gestellt, allerdings sind die Daten teilweise zusammenhangslos, so dass sie nicht mehr verwendet werden können. Bei Chartbeat wirkt sich dies in Form einer 11-stündigen Lücke in den Datenaufzeichnungen aus.
Amazon verspricht den Kunden der Web Services eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent. Zudem sollen die Daten der Kunden mehrfach gesichert sein, so dass ein Verlust äußerst unwahrscheinlich ist. Beide Versprechen konnte der Internetdienstleister nicht halten und schmälert somit das Vertrauen in Cloud-Angebote.
Die sehr technische und ausführliche Erklärung, wie zu den Ausfällen in der Cloud-Infrastruktur kommen konnte, stellt Amazon hier zur Verfügung.
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