WP7-Deal: Microsoft zahlt Nokia 1 Milliarde Dollar

Wirtschaft & Firmen Microsoft wird Nokia rund eine Milliarde US-Dollar zahlen, um Endgeräte auf Basis von Windows Phone 7 zu entwickeln und zu bewerben. Das berichtet die Nachrichtenagentur 'Bloomberg' unter Berufung auf zwei Personen, die mit den Bedingungen des Deals vertraut sind. Im Gegenzug wird Nokia Lizenzgebühren an Microsoft abführen. Für jede installierte Kopie des mobilen Betriebssystems wird ein gewisser Betrag fällig. Die Vereinbarung, die noch nicht unterzeichnet wurde, soll zunächst für fünf Jahre gültig sein. Beide Unternehmen würden finanziell profitieren. Nokia bekommt ein Startkapital gestellt, Microsoft verdient langfristig.

Ob die Partnerschaft zwischen Microsoft und Nokia von Erfolg gekrönt sein wird, bereitet vor allem den Anlegern Sorgen. Der Aktienkurs des finnischen Handyherstellers fiel seit der Bekanntgabe der Zusammenarbeit am 11. Februar um 26 Prozent. Vor allem die Tatsache, dass Windows Phone 7 erst wenige Monate alt ist und nur einen geringen Marktanteil aufweisen kann, wird negativ bewertet.

Sowohl Nokia als auch Microsoft sind auf den Erfolg der Partnerschaft angewiesen. Nokia verlor in den letzten Monaten und Jahren immer mehr Anteile am Smartphone-Markt, da man kein konkurrenzfähiges Betriebssystem vorweisen konnte. Microsoft verlor den Anschluss an Apple und Google und versucht nun mit Windows Phone 7 aufzuholen.
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