Friedensnobelpreis-Webseite: Ziel eines Angriffs
Diese wurde auf die Universität in Taiwan zurückverfolgt. Der Telenor-Sicherheitsbeauftragte Frank Stien erwähnte in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass der Angriff nicht zwangsläufig von dort gestartet wurde. Um die Spuren zu verwischen, bedienten sich die Angreifer vermutlich verschiedener Server.
Stien von Telenor konnte bislang keine näheren Angaben über die Identität des Angreifers oder die verfolgten Motive sagen.
Im Zuge des Angriffs kam jedoch zweifelsohne ein Trojaner namens Belmoo zum Einsatz, der möglicherweise die Besucher der Webseite nobelpeaceprize.org infizierte. Aus einem Bericht von 'ZDNet' geht hervor, dass eine Zero-Day-Schwachstelle im Firefox-Browser in den Versionen 3.5 und 3.6 ausgenutzt wurde.
Mozilla selbst hat noch keinen Patch für diese Sicherheitslücke in Aussicht gestellt. Dennoch sind die Entwickler momentan damit beschäftigt, die Angelegenheit genau unter die Lupe zu nehmen, heißt es von offizieller Seite.
Auch das Nobel-Institut in Oslo hat den Zwischenfall bestätigt und teilte überdies mit, dass die Problematik aus der Welt geschafft wurde. Mittlerweile sei es nicht mehr gefährlich, die Webseite zu besuchen. Der Friedensnobelpreis wurde in diesem Jahr vor etwa drei Wochen an den inhaftierten chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo verliehen.
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