IBM schließt sich Oracles OpenJDK-Projekt an
OpenJDK bildete bisher die offiziell von Sun Microsystems betreute Open Source-Implementation von Java. IBM setzte allerdings auf deren Konkurrenten Apache Harmony. Wie Bob Sutor, der bei IBM für die Open Source-Aktivitäten des Konzerns zuständig ist, mitteilte, werde man von diesem Projekt aber abkehren.
Statt dessen will man nun OpenJDK als Basis für Desktop- und Server-Anwendungen unterstützen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass IBMs Aktivitäten im Java-Bereich weiterhin kompatibel zu den offiziellen Spezifikationen bleiben.
Oracle, das durch die Übernahme von Sun Microsystems nun die treibende Kraft hinter Java ist, weigerte sich, dem Apache Harmony-Team die nötigen Test- und Zertifizierungs-Tools bereitzustellen. Diese wären aber zwingend nötig, wenn die Kompatibilität zum offiziellen Java gewährleistet sein soll.
Wie Sutor ausführte, sei IBM mit dieser Entscheidung Oracles nicht glücklich gewesen. Allerdings hatte man darauf keinen Einfluss. Die Konsequenz konnte in den Augen des Konzerns daher nur darin bestehen, ebenfalls auf die OpenJDK-Plattform zu setzen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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