Intel will Handy-CPU-Sparte von Infineon kaufen
Seitens der US-Amerikaner soll es großes Interesse an dem Deal geben. Zwischen beiden Unternehmen werde "intensiv gesprochen", hieß es. Der Verkauf könnte Infineon Einnahmen in Milliarden-Höhe einbringen. Trotzdem ist das Geschäft nicht unumstritten.
Dem Vernehmen nach soll ausgerechnet Konzernchef Peter Bauer nicht gerade von der Idee des Verkaufs begeistert sein. Immerhin wurde der Bereich gerade erst aufwändig saniert. Allerdings ist nach Ansicht von Branchenkennern fraglich, ob Infineon in dem Markt dauerhaft mithalten kann.
Intel bemüht sich hingegen schon länger, in dem Segment einen Fuß auf den Boden zu bekommen. Bisher arbeitete man daran, mit dem Atom-Prozessor auf Smartphone-Plattformen vorzustoßen. Diese Aktivitäten stecken aber noch in den Kinderschuhen.
Ob sie erfolgreich sind, ist fraglich, denn die großen Smartphone-Betriebssysteme laufen sämtlich auf ARM-Prozessoren. Mit dem Zukauf der Infineon-Sparte könnte Intel sich in dem Bereich wieder stark machen und hätte gleich einen Produzenten an der Hand, der bereits über Geschäftsbeziehungen mit den meisten großen Herstellern von Endgeräten verfügt.
Intel hat bereits früher Prozessoren mit ARM-Architektur gefertigt. Diese wurden zuletzt unter dem Namen Xscale vertrieben und kamen hauptsächlich in PDAs und vergleichbaren mobilen Geräten zum Einsatz. 2006 verkaufte man die Sparte aber an Marvell Technology.
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