Koreanische Forscher verklagen 22 Handyhersteller

Handys & Smartphones Das staatliche koreanische Forschungsinstitut für Telekommunikation hat bekannt gegeben, dass man gegen ausländische Handyhersteller vorgehen will, weil diese angeblich diverse Patente auf Funktechnologien verletzen. Zu den Unternehmen, gegen die das Electronics and Telecommunications Research Institute (ETRI) vorgehen will, gehören auch Branchengrößen wie Nokia und Motorola. Nach Angaben der Forschungseinrichtung betreffen die Patentklagen insgesamt 22 Hersteller von Mobiltelefonen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur 'Yonhap'.

Die Handyproduzenten sollen gegen insgesamt sieben Patente für 3G-Mobilfunktechnologien verstoßen, die unter anderem die in den USA und China verbreitete UMTS-Alternative Wideband Code Division Multiple Access (WCDMA) abdecken. Das ETRI erhofft sich durch seine Klagen vor allem Lizenzeinnahmen.

Die Höhe der Einnahmen, die dem staatlichen Institut bisher entgangen sind, wird auf umgerechnet über 600 Millionen Euro geschätzt. Durch die Klagen will man nun umgerechnet rund 185 Millionen einnehmen. Zwei der verklagten Firmen haben bereits Lizenzzahlungen in Höhe von jeweils umgerechnet gut 12 Millionen Euro zugesagt.
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